Kategorie: Reiseberichte

Buenos Aires und Uruguay

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Wir müssen bei diesem Bericht etwas weiter ausholen. Im März haben wir unser Womo in Uruguay abgestellt  um per Kreuzfahrtschiff nach Hause zu fahren. Uruguay ist eigentlich „das“ Land in Südamerika in dem Langzeitreisende ihr Auto für längere Zeit abstellen, denn man darf das Auto ein Jahr im Land belassen, auch wenn man selber nur ein Visum für drei Monate bekommt. Es gibt verschiedene Plätze auf denen man sein Auto sicher und beaufsichtigt gegen ein kleines Entgelt stehen lassen kann.  Wir haben uns für das Hotel Suizo  im Ort Nueva Helvetia entschieden. Eine sehr gepflegte Hotelanlage mit großer Parkanlage und auch das campen unter den großen Bäumen macht Spaß. Rolf der Eigentümer und seine Familie sind sehr herzlich,  Rolf spricht deutsch und in seinem Restaurant kann man richtig gut essen. Mit uns standen schon bestimmt 20 andere Fahrzeuge auf seinem Grundstück, deren Besitzer dem Winter in Uruguay entflohen sind und den Sommer in ihrem europäischen Heimatland verbringen wollen.  Es war genau Mitte September als wir eine Email von Rolf bekamen, unser Fahrzeug und die anderen 16 Fahrzeuge auf seinem Grundstück seien vom Zoll beschlagnahmt worden, wir sollten schnellst möglich kommen. Das Email ist in drei Sprachen verfasst, per Google-Translater und an alle FahrzeugEigentümer gegangen. Panikgefühle übermannen uns. Wir rufen Rolf in Uruguay an um mehr Informationen zu bekommen. Die Fahrzeuge stehen weiterhin bei ihm auf dem Platz, er hat verhindert, dass der Zoll alle Fahrzeuge mit nimmt. Der Zoll ist der Meinung, wir dürfen das Land nicht ohne unsere Autos verlassen, er hat einen Anwalt eingeschaltet und wir sollten erst noch in Deutschland bleiben, bis er mehr weiss. Die Türen aller Fahrzeuge sind mit Klebeband gesichert:

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Kreuzfahrt mit der MSC Orchestra von Argentinien nach Europa

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Wir beschliessen einen Tag vor Abfahrt der MSC Orchestra schon in Buenos Aires zu sein. Mit dem Buquet Bus wollen wir von  in Uruguay nach Buenos Aires übersetzten. Die Buchung über das Internet entpuppt sich als recht kompliziert. Es gibt ein online Buchungsmöglichkeit über eine uruguayische Internetseite und eine Möglichkeit über eine argentinischen Seite.  Die Preise sind recht unterschiedlich und auf der uruguayischen Seite können wir als Ausländer gar nicht buchen, da ein uruguayische Personalausweis notwendig ist.  Bei den Argentinier verdreifacht sich der Preis mit einem ausländischen Pass. Wir können es nicht ändern und zahlen den erhöhten  Preis. Leider wird unsere Kreditkarte nicht akzeptiert, weil es gerade ein Systemproblem gibt. Rolf, der Besitzer des Hotels, Granja Hotel Suizia,  hilft uns freundlich und nach nur zwei Stunden  haben wir unsere Tickets für nur 55 US Dollar pro Person für den Bouquet Bus…..  Eigentlich ist der Bouquet Bus kein Bus, sondern eine regelmäßige Fährverbindung über den Rio de la Plata zwischen Colonia de Sacramento in Uruguay und Buenos Aires in Argentinien. Wir beschließen uns nicht aufzuregen, dass die Einheimischen nur 20 US Dollar für den selben Weg zahlen. Aber das Risiko die Tickets erst vor Ort zu kaufen und eventuell keinen Platz zu bekommen  ist uns zu groß. Schnell buchen wir noch für wenig Geld ein Hotel in Buenos Aires, nah an der Haupttouristenstrasse gelegen und nur drei Kilometer vom Hafen entfernt. Am Morgen der Abfahrt ist es etwas hektisch, die letzten Handgriffe müssen getätigt werden, damit das Womo die nächsten Wochen ( es sollen dann doch Monate werden)  gut auf dem Parkplatz steht, Kühlschrank abgetaut, Wassertanks sauber und leer, übrige  Lebensmittel verschenken wir, unsere eine gemeinsame Reisetasche gepackt ( mehr Reisetaschen haben wir nicht mit im Womo), etc.. Pünktlich um 7.30 Uhr am Morgen werden wir am Hotel von einem Bus abgeholt,  wir werden zur Sammelbusstation im kleinen Ort, Helvetia,  gefahren und erhalten unsere Bustickets für die Weiterfahrt nach Colonia de Sacramento. Es läuft alles wie geschmiert, etwas zu früh erreichen wir den Terminal von der Fähre nach Buenos Aires. Es geht zu wie auf einem Flughafen, wir geben unsere Reisetasche  ab, bekommen unsere Tickets, gehen durch eine Sicherheitsschleuse und passieren den Zoll bzw die Grenze und bekommen Stempel in den Pass, da wir ja Uruguay verlassen und nach  Argentinien  einreisen wollen. Dann warten wir 1,5 Stunden bis es los geht. Als wir die Fähre betreten wollen, stellt eine Dame fest, dass uns ein Stempel auf dem Ticket fehlt.  Ein junger Mann vor uns hat das selbe Problem. Also drängeln wir uns durch die Schlange hinter uns zurück  und sprinten zum Zollgebäude. Durch eine Hintertür betreten wir das Gebäude, ein Beamter versucht uns aufzuhalten, wir  übersehen ihn geflissentlich und stürmen zu dem Schalter an dem wir unsere Passstempel bekommt haben. Der nette Zollbeamter spricht englisch, checkt unsere Einreise und Ausreise im Computer und will uns gerade den gewünschten Stempel auf unser Ticket drücken, als seine Chefin uns erreicht. Sie redet auf uns ein, wir verstehen kein Wort. ihr netter Kollege scheint sie zu beruhigen und sie läßt uns gehen. Wir legen einen weiteren Spurt zurück zur Fähre ein. Beim erneuten Betreten der Fähre schaut natürlich keiner auf irgendwelche Stempel auf unserm Ticket, wir werden einfach durch gewunken. Innerhalb von einer Stunde überqueren wir den Rio de la Plata und erreichen die Hauptstadt von Argentinien. Da wir nur eine Reisetasche und einen Rucksack dabei haben, laufen wir die 2km  vom Fährhafen zu unserm Hotel „Vista del Sol“.  Die Zimmer sind sauber, klein und modern, das WLan ist schnell und die Fussgängerzone erreichen wir in 5 Minuten zu Fuss. Eigentlich wollten wir uns gemütlich einen Überblick über die Stadt machen, aber ein „kleiner“  Wasserschaden in unserem Haus in Deutschland erfordert unsere Aufmerksamkeit und viele Telefonate. Am späten Nachmittag schauen wir uns dann doch noch einige Sehenswürdigkeiten in der Stadt an und schlendern durch die Fussgängerzone.

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Argentinien: Von Ushuaia bis Uruguay

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Am frühen Morgen verlassen wir die Ocean Endeavour, die die letzten 11 Tage ein vertrautes Zuhause für uns gewesen ist. Auch müssen wir uns von Lena und Hermann und von Henny und Michael verabschieden. Für jeden von uns geht es nun in einer andere Richtung! Mit dem Taxi geht es zum Campingplatz, emails checken, einkaufen gehen und mittags sind wir schon wieder „on the road“.  Weit müssen wir heute nicht fahren. Nach nur 100 Kilometern erreichen wir den Ort Tolhun und dort auf dem Campingplatz am Meer erwarten uns schon Cordula und Bernd. Fast drei Wochen haben wir uns nicht gesehen und wenig gehört von einander, folglich gibt es viel zu erzählen. Das Wetter ist eher schlecht und es ist kalt, also machen wir es uns bei Kaffee, Tee und Keksen in unserem Wohnmobil zu viert gemütlich und quatschen bis tief in die Nacht.

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Antarktis

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Am Abreisetag sind wir recht aufgeregt. Unsere Tasche ist schnell gepackt und ziemlich voll. Die geliehenen wasserdichten Thermohosen und Handschuhe, die wir bei Sarah, unsere Reiseagentin, kostenlos geliehen haben sind dann doch sehr voluminös. Nachmittags um 15.45 Uhr ist Treffpunkt vor dem Hafen. Von dort geht es dann mit Bussen direkt zum Schiff. Klar, sind wir schon um kurz nach 15.00 Uhr vor Ort, aber wir sind nicht die ersten.  Andere Reisende können es auch kaum abwarten in die See zu stechen. Kurz nach uns kommen dann auch Lena, Hermann und Henny und Michael. Die vier Deutschen haben wir schon letzte Woche kennengelernt. Wir klettern in den ersten Bus und hoffen, dass wir losfahren, sobald der Bus voll besetzt ist. Leider nein. Erst um 16.00 Uhr setzen sich die Busse in Bewegung Richtung Schiff. Die Ocean Endeavour wird nun für die nächsten 11 Tage unser Zuhause sein. Nach knapp 10 Minuten Fahrt erreichen wir das Schiff und werden von der Expeditionsleiterin Chelly herzlich  empfangen.  Kurz erklärt sie was wir nun zu tun haben und schon betreten wir das Schiff.

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Chile und Argentinien von Chaiten bis Ushuaia

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Von Chaiten aus fahren wir früh los. Die Carretera Austral wird uns die nächsten Tage begleiten. Diese Strasse, die sich durchs ganze Land zieht, ist nicht durchgängig geteert. Wir wissen, dass wir uns mit unserem Fahrzeug auf Schotter nur sehr  langsam fortbewegen können, da alles klappert und das Auto stark vibriert.  Zu dem gibt es auf der Strecke eine lange Baustelle, die für den Autoverkehr von montags bis freitags zwischen 13.00 Uhr und 17.00 Uhr gesperrt wird. Also ist das Ziel vor 13.00 Uhr die Baustelle zu passieren. Es sind mehr Teile der Strecke geteert als wir dachten, aber es bleiben immer noch 80 km Schotter übrig. Rechtzeitig schaffen wir es die Baustelle zu durchqueren.

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Chile Teil 1: Die Pazifikküste Richtung Süden

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Die Stadt Arica ist nur ca 10 km von der Grenze entfernt und in einem Vorort werden wir die Nacht verbringen. Aber vorher fahren wir noch in die Stadt, unser Kühlschrank ist leer und wir müssen einkaufen. Wir finden einen großen Supermarkt ( Lider Hyper, gehört anscheinend zu Walmart) und füllen alle Vorräte wieder auf. Wein und Rindfleisch sind wirklich günstig und das Angebot groß, die anderen Preise sind mit denen in Deutschland vergleichbar. Am Geldautomaten ziehen wir Bargeld und staunen nicht schlecht über die hohen Kosten von über 6 Euro am Automaten. Bei einem Ballenario, eine Art privat betriebenes Schwimmbad, mit Picknicktischen, Cabanas, Grillmöglichkeit etc, finden wir einen Platz für die Nacht und schlucken etwas bei dem Preis. Umgerechnet 20 Euro für die Nacht, so viel haben wir schon lange nicht mehr fürs Campen bezahlt, aber wir wussten in Chile ist alles etwas teurer. Abends, als ich die emails checke, fällt mir auf, dass mein Mobilphone eine andere Uhrzeit anzeigt. Es ist schon 19.30 Uhr? Die Zeitverschiebung von zwei Stunden zwischen Peru und Chile haben wir total verpasst.  Aber wir geniessen die Vorteile. Es ist Abends länger hell und wir können länger draussen sitzen.

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Peru Teil 2: bis Arequipa

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Unser Weg geht von Nasca hoch in die Berge, wir möchten nach Cuzco  fahren und von dort eine Tour zum Machu Picchu machen. Der Bergroute ist atemberaubend schön. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel herunter und die Bergwelt ist wirklich schön. Am Wegesrand grasen Alpakas und Guanas und sehen sehr niedlich aus. Langsam bewegen wir uns immer höher und höher, am Ende erreichen wir auf 4550 m die Passhöhe. Es geht über eine Strecke von 60 km über das Hochplateau und unser Womo fährt  trotz Dieselpartikelfilter ohne Leistungsverlust weiter.

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Peru Teil 1: Küstenstrasse bis Nasca

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Der Weg von Cuenca zur Grenze  dauert doch länger als geplant. Erst gegen 14.00 Uhr verlassen wir die Grenze betreten Peru. Wie immer in einem neuen Land, fahren wir die ersten Kilometer schweigend und schauen uns um. Die Landschaft ist sehr trocken, dürr und es liegt viel Müll am Strassenrand. Die erste größere Stadt, die wir erreichen ist Tumbes. Wir sind auf der Suche nach einem Geldautomaten wir brauchen peruanische Soles. Leider finden wir keine Bank an der breiten Durchgangsstrasse durch den Ort, also fahren wir in den Ort rein. Viele Mototaxis (TucTucs) sind unterwegs und fahren wie es ihnen gefällt ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer.  Spass macht es nicht hier zu fahren und eine Bank sehen wir auch nicht. Ich will aussteigen und zu Fuss los, Birger will nicht, dass ich alleine loslaufe.  Wir finden einen Parkplatz mit einem Wachmann unter einer Brücke am Ende der breiten Durchgangsstrasse. Ansonsten ist überall Parkverbot.  Innerhalb von drei Minuten stehen wir am Hauptplatz des Ortes und können uns nicht entscheiden zu welcher Bank wir gehen sollen, alle sind hier  vertreten. Nun wieder finanzkräftig fahren wir die letzten 50 km zum Camping Cabana Swiss Wassi.  Eine schöne, kleine Cabana-Anlage mit viel Platz für Camper direkt am weissen Strand mit Meerblick . Herz was willst du mehr. Wir sind auch nicht alleine. Eine Ehepaar aus Frankreich mit Sohn in einem Iveco Wohnmobil, ein junges Paar aus San Francisco sind schon vor Ort, später gesellen sich noch drei junge Backpacker aus Tübingen mit Zelt zu uns und ein Paar aus Kolumbien, die mit einem Renault Twingo mit Dachzelt unterwegs sind dazu. Eine amerikanische Familie wohnt in einer Cabana und so sind wir eine lustige Truppe auf dem Platz. Mit den Jungs aus Tübingen verbringen wir den Abend, sie kennen Peru schon besser, auch von anderen Reisen, und wir hören gespannt zu. Zwei Tage geniessen wir den Strand, das Meer und die Gastfreundschaft von dem französisch-schweizer Paar. Waschen Wäsche und ich lese mal wieder an einem Nachmittag ein ganzes Buch.

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Ecuador Teil 2: Berge und Küste

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In Mindo bleiben wir zwei Tage.  Der Touristenort ist ganz nett, die Umgebung aber richtig schön. Viele Aktivitäten werden angeboten vom Rafting, Vogelbeobachtung, Kakaoplantagen-Führungen bis hin zu Wanderungen im Regenwald und im NP. Wir entschliessen uns auf eigene Faust los zu laufen. Vom Campingplatz laufen wir ca eine Stunde durch schöne Landschaft bis zur Casacda de Nambillo!  Hier steigen wir in eine besondere Seilbahn, in die  „Tarabita“.  Mutig setzten wir uns den Drahtkorb und schon geht es los über eine schöne grüne Schlucht.  Unser Mitfahrer erklärt uns am „Ziel“, das wir mit einem bereitgelegten Stock auf das Seil schlagen sollen, wenn wir abgeholt werden wollen.  Ein einfaches System.  Nun machen wir uns auf zu einer knapp zweistündigen Wanderung durch den Regenwald zu fünf verschiedenen Wasserfällen.  Jeder Wasserfall sieht anders aus, die Landschaft ist wunderschön und die Sonne brennt vom Himmel. Ein wunderschöner Ausflug !

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Ecuador Teil1: Quito, Galapagos-Inseln

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Am späten Nachmittag kommen wir in Ibarra auf der Finca Sommerwind bei Hans  und Patricia an. Emanuelle und Thoma aus Belgien sind auch schon da und hatten uns schon angekündigt. Die beiden jungen Leute treffen wir nun schon das dritte Mal seid wir in Südamerika sind.  Die Finca Sommerwind ist ein Wohlfühlplatz und bietet viel Platz auf einer grünen Wiese für uns Overlander. Mit uns und den Belgien, sind noch Schweizer, Deutsche, Australier und ein Neuseeländer auf dem Platz. Eine lustige gemischte Truppe und  interessante Unterhaltungen entspannen sich vor allem abends mit und ohne Lagerfeuer. Hans und Patricia sind sehr geduldige Gastgeber und beantworten unsere  Fragen über ihr Leben in Ecuador und stehen mit Tips und Ratschlägen jedem von uns zur Seite.  Sonntags öffnen sie ihr kleines Café und es stehen neben köstlichen Kuchen,   sogar Pommes mit Currywurst auf der Karte (für mich sogar mit extra Majo) . Das lässt mein Ruhrgebietsherz natürlich höher schlagen und somit ist das Mittagessen schon gesichert. Dazu ein kühles „PilsBier“  und der Tag ist unser Freund. Vier Tage verbringen wir hier, nutzen das Internet, waschen Wäsche und tauschen uns mit den anderen Reisenden aus.

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