Grenzübergänge

von Christiane

Grenzübergänge (Stand 2014, 2015, 2016, )

Hier berichten wir über unsere persönlichen Erfahrungen bei unseren  persönlichen Grenzübergängen.  Diese Erfahrungen haben keinen Anspruch auf juristische Richtigkeit bzgl der Einreiseformalitäten.  Bestimmungen ändern sich schnell und gerade in Mittel- und Südamerika, zahlt man hin und wieder eine kleine Gebühr, die andere noch nicht gezahlt haben. Wir möchten auch ein wenig die Angst nehmen vor den Grenzübergängen mit dem eigenen Fahrzeug. Es ist etwas langwieriger und einiger Papierkram ist notwendig, aber alle Beamte waren freundlich und hilfsbereit. Grenzhelfer,  die ihre Hilfe penetrant anboten hatten wir in Lateinamerika nicht. Die Geldwechsler waren immer freundlich, nie aufdringlich, wenn man ihnen freundlich mitteilte man habe kein Interesse oder bat später auf sie zurück zu kommen. Gute Beschreibungen von Grenzübergängen findet man auch auf den website: www.global-mog.de und www.abenteuer-auszeit.ch oder bei www. ioverlander.com.

Per Flugzeug:

Deutschland – Kanada (Halifax) 

Die Einreise war unproblematisch. Wir wurden gefragt wie lange wir bleiben wollen und haben dies wahrheitsgemäß mit fünf Monaten angeben. Auf die Frage was wir in Kanada machen wollten, haben wir erzählt das wir das Land bereisen wollen. Es kam noch eine Frage nach unserem Arbeitgeber und dann bekamen wir das Touristenvisum für 6 Monate  in den Pass gestempelt. Eigentlich  wird nur das Einreisedatum in den Pass gestempelt, also drauf achten, dass der Stempel gut lesbar ist. Wichtig ist eine erste Aufenthaltsadresse bei der Einreise anzugeben. Ein Hotel oder auch ein Campingplatz ist ausreichend. Gebühren fallen keine an.

Deutschland –  USA ( Las Vegas)

Wir sind insgesamt zweimal von Deutschland nach Las Vegas geflogen ( Heimaturlaub). Jedes mal haben wir erneut  eine Aufenthaltsgenehmigung von 6 Monate aufgrund unseres B2 Visums erhalten. Bei jeder Einreise wurde gefragt ob wir genug Geld dabei hätten oder Kreditkarten, mussten aber keine Bankdaten vorlegen. Auch kam die Frage wie bzw womit wir das Land bereisen. Wichtig ist eine erste Aufenthaltsadresse bei der Einreise anzugeben. Ein Hotel oder auch ein Campingplatz ist ausreichend. Gebühren fallen keine an.

2)  per Auto

Kanada  – USA

Unser erster Grenzübergang mit dem Womo war auf dem „Top of the way Highway“ von Kanada nach Alaska. Der Grenzübergang ist einsam auf einer Bergkuppe und es gibt nur eine Einreisegrenze in die USA, keinen Ausreiseschalter aus Kanada hinaus. Die netten Ladies begrüßen uns freundlich, und stellen die drei Fragen: Führen wir Holz ( gemeint ist Brennholz) , Drogen oder Waffen mit uns. .Die Fragen verneinen wir und gehen in das Grenzhäuschen hinein. Dort werden unsere Fingerabdrücke gescannt, ein Foto gemacht und wir zahlen pro Person 6 U$ ( keine kanadischen Dollar, keine Kreditkartenzahlung ). Die Beamtin findet unser B2 Visum und gibt uns eine Aufenthaltsgenehmigung von 6 Monaten.

Die Beamten kontrollieren häufig das Auto von Innen und offenen auch Schränke etc, also besser keine unerlaubten Lebensmittel oder Alkohol „schmuggeln“.

(Achtung: Alle Grenzen zwischen USA – Kanada, Kanada – USA,  USA – Mexiko, Mexiko – USA sind „einseitig“. Das heisst man reist in das nächste Land ein, aber es gibt keinen Ausreiseschalter für das Land aus dem man gerade kommt. Dies ist  nur dann pronlematisch, wenn man bei der Einreise  mit dem Auto ( nicht mit dem Flugzeug) einen weissen Zettel in den Pass geklebt bekommen , den man bei der Ausreise in den USA abgeben soll).

USA – Kanada 

Zwischen Alaska und Kanada gibt es mehrere Grenzen, die man auf den Weg Richtung Süden hin und wieder passiert. Normalerweise gibt es hier nur einen erneuten Stempel und die drei Fragen nach Holz, Drogen und Waffen. Das Visum sowohl  für die USA als auch für Kanada wird an keinem der Grenzen erneuert, so dass keine erneuten  6 Monate Aufenthaltsgenehmigung entstehen. Das bestehende Visum läuft weiter auch wenn man sich nicht im Land befindet.

USA – Mexiko

aa) Tijuana

Tijuana ist einer der meist frequentierten Grenzen der Welt. Wir wollten diese Grenze meiden und haben in einem spontan Entschluss, uns doch dafür entschieden.  Anderen Reisenden würden wir eher den Grenzübergang in der Stadt Tecate empfehlen (siehe unten).

Die Einfahrt zur Grenze Tijuana von San Diego kommend ist beeindruckend. Sieben Spuren führen zur Grenze. Zum Glück hatten wir keinen Stau. Sollten man im Besitz des schon oft beschriebenen weissen Zettels im Reisepass sein, sollte man die ganz linke Spur nehmen und vor der Einfahrt in die Grenzzone, sieht man in einer Linkskurve auf der linken Seite eine weiss-rote Schranke. Man kann dort nicht anhalten, muss es aber trotzdem, denn dort kann man seinen weissen Zettel an einen US-Grenzbeamten abgeben. ( Verpasst man diesen Beamten, muss man im Ort irgendwo parken und zur Grenze Mexiko-USA zurück gehen und dort versuchen seinen Zettel los zu werden, nicht einfach, hat uns über zwei Stunden gekostet) .

An der Grenze in Tijuana wird zunächst das Auto geprüft, vor allem der Innenraum, Schränke , Kühlschrank etc werden geöffnet.

Ist dieser für gut befunden worden, darf man ca 50 Meter weiter fahren auf der rechten Seite ist ein kleiner Parkplatz vor einem weissen modernen Gebäude. Doch sollte man unbedingt anhalten, fährt man weiter hat man die Grenzen schon passiert.   Danach muss man in das weisse Gebäude hineingehen und eine Touristenkarte an der „Migracion“ ausfüllen. ( Achtung: die Beamten, die das Auto prüfen, lassen einen auch ohne Touristenkarte weiterfahren, dann ist man allerdings illegal in Mexiko). Zum Ausfüllen der Touristenkarte benötigt man eine erste Adresse in Mexiko, also eine Hotel Adresse oder die von einem CP. Mit der ausgefüllten Touristenkarte geht man zum Bankschalter und zahlt ca 25 U$ pro Person ein. Mit der Quittung geht man zurück zum Beamten, bei dem man die Touristenkarte ausgefüllt hat. Er stempelt die Einreise in den Pass,  unbedingt auf Lesbarkeit und Richtigkeit des  Datums achten, und händigt einem die Touristenkarte und die Quittung für den gezahlten Betrag aus! Achtung: beides muss man bei der Ausreise (nach Belize oder Guatemala) vorlegen, hat man die Quittung ( DIN 4-Formular) nicht mehr muss man erneut zahlen. Das Touristenvisum in Mexiko ist für sechs Monate gültig.

Um nur auf die Bahia California zu fahren benötigt man keine Einfuhrerlaubnis für das Auto, diese Erlaubnis ist nur für das Festland verpflichtend.  ( siehe Grenzübergang Tecate)

Tipp: Eine Autoversicherung für Mexiko  ( diese ist Pflicht für Mexiko und muss bei Polizeikontrollen vorgezeigt werden) haben wir in San Diego beim AAA ( dem amerikanischem ADAC abgeschlossen. Für ein Jahr haben 128 U$ bezahlt ( Stand: Februar 2015)

 

bb) Tecate

Der Grenzübergang in Tecate ist sehr klein und dadurch sehr übersichtlich. Es hat sich bewährt sein Auto auf einem der kostenpflichtigen Parkplätze ( 5 U$ pro Tag) abzustellen und dann zu Fuss zur Grenze zu gehen um alle Formalitäten zu erledigen. Danach geht man zu Fuss über die US Grenze zurück zum Auto um dann mit dem Fahrzeug und allen  allen notwendigen  Dokumenten über die Grenze zu fahren. Im Grenzbereich in Tecate gibt es nur wenige und kleine Parkmöglichkeiten.

Zuerst geht man mit seinem Reisepass zur „Migracion“ ( Gebäude auf der rechten Seite), dort füllt man eine Touristenkarte aus, man braucht eine erste Adresse in Mexiko, Hotel oder Campingplatz. Dann geht man zur Bank  (aus dem Gebäude raus gehen linke Hand, Banjercito, Schalter) und zahlt dort die Einreisegebühr von ca 25 U$ ein. Mit der Quittung geht man zurück zum Beamten, bei dem man die Touristenkarte ausgefüllt hat. Er stempelt die Einreise in den Pass,  unbedingt auf Lesbarkeit und Richtigkeit des  Datums achten, und händigt einem die Touristenkarte und die Quittung für den gezahlten Betrag aus! Achtung: beides muss man bei der Ausreise (nach Belize oder Guatemala) vorlegen, hat man die Quittung ( DIN 4-Formular) nicht mehr muss man erneut zahlen. Das Touristenvisum in Mexiko ist für sechs Monate gültig.

Autoeinfuhr:

Mit folgenden Dokumenten geht man zurück zur „Banjercito“:

Im Original:

  • Zulassungsschein für das Auto
  • Führerschein des Halters
  • Reisepass des Halters
  • Touristenkarte des Halters

In Kopie: ( kann man alle an einem kleinen Kopierladen an der Grenze anfertigen lassen oder selber mitbringen)

  • Zulassungsschein für das Auto
  • Führerschein des Halters
  • Reisepass des Halters
  • Touristenkarte des Halters ( macht bei freundlicher Nachfrage der Beamte der Immigration)

Der Beamte füllt anhand der Dokumente ein Formular aus mit allen Daten des Fahrzeuges, dann füllt man selber einen kleinen Fragenkatalog über das Auto aus ( auf englisch oder Spanisch)

Man zahlt eine Gebühr von ca 70 U$, bekommt eine Einfuhrgenehmigung auf Papier und einen Sticker für die Windschutzscheibe.  Auch muss man je nach Alter des Fahrzeuges ein Sicherheitszahlung leisten in Bar oder per Kreditkarte. Dieses Summe bekommt man zurück sobald man das Einfuhrvisum für das Fahrzeug an einer Grenze zurückgibt.

Die Einfuhrgenehmigung  ist für 10 Jahre gültig. Der Beamte behält alle Kopien.

Tipp: Eine Autoversicherung für Mexiko ( diese ist Pflicht für Mexiko und muss bei Polizeikontrollen vorgezeigt werden) haben wir in San Diego beim AAA ( dem amerikanischem ADAC abgeschlossen. Für ein Jahr haben 128 U$ bezahlt ( Stand: Februar 2015)

 Exkurs: Visumsverlängerung bzw Erteilung einer neuen Aufenthaltsgenehmigung  USA oder Kanada durch Wiedereinreise  in USA von Kanada oder von  Mexiko aus:

Da wir mit einem B2 Visum reisen, können wir nur über diese Erfahrung berichten.An der amerikanischen Grenze ( unabhängig ob man von Kanada oder Mexiko erneut in die USA einreisen will) bekommt man keine Verlängerung eines noch gültigen Visums.  An einem Beispiel erklärt es sich besser:

Erste Einreise in die USA:

1. Februar, Ablauf des 6 monatigen USA Visums 31 Juli.

Ausreise aus der USA und  Einreise nach Kanada: 1. Mai

Zweite Einreise in die USA von Kanada aus:   1. Juli

An der Grenze bekommt man kein neues Visum für die USA , weil das aktuelle Visum im Pass, noch bis zum 31. Juli gültig ist. Dann muss man allerdings die USA verlassen. Reist man allerdings nach Ablauf des gültigen Visum wieder in die USA erneut ein, bekommt man ein neues Visum über 6 Monate.

Beispiel:

Erste Einreise in die USA: 1. Februar, Ablauf des 6 monatigen USA Visums 31. Juli.

Ausreise aus der USA und  Einreise nach Kanada: 1. Mai

Zweite Einreise in die USA von Kanada aus:   15. August

An der Grenze stellt der Beamte ein neues Visum aus, da das aktuelle Visum schon seit zwei Wochen abgelaufen ist.  In der Regel für sechs weitere Monate.Ein Grenzbeamter hat uns auf Nachfrage gesagt, man sollte mindestens 72 Stunden zwischen den beiden Visa vergehen lassen. Unser Zeitabstände waren jeweils größer, zwischen zwei und vier Wochen. Wir wissen, dass es verschieden Berichte zu diesem Thema gibt, wir können nur weitergeben was wir und andere, uns bekannte, Reisende tatsächlich erlebt haben. Natürlich liegt die Entscheidung immer im Ermessen des Grenzbeamten. Das gleiche gilt auch wenn man anstatt nach Kanada nach Mexiko ausreist.

e) Mexiko (Chetumal)  – Belize:

Grenzübergang Mexiko (Chetumal) – Belize: Als erstes passieren wir auf mexikanischer Seite, ein kleines weises Häuschen, ein Art  drive-through Schalter, und reichen dort unsere Reisepässe und unserer Touristenkarte inclusive Quittung aus dem Autofenster. Die Touristenkarte inclusive Quittung behält der nette Beamte und stempelt unser Ausreisedatum von Mexiko in den Pass. Sollte man hier die Quittung (ein A4 Zettel) von der Bezahlung des Touristenvisum nicht mehr haben, muss man hier erneut die Einreisegebühr nach Mexiko von ca 25 US $ bezahlen. Weiter geht zu Customs. Ein großen flaches weisses Gebäude auf der linken Seite mit einem Parkplatz vor der Tür. Hier müssen wir nun offiziell unser Auto aus Mexiko ausreisen lassen. Wir haben zwar ein „Visum“ für unser Auto für 10 Jahre, da wir haben nicht wissen ob und wann wir wieder kommen werden, geben wir das Visum zurück. Die nette Beamtin nimmt die Autoeinfuhrpapiere entgegen, kommt mit uns zum Fahrzeug, macht einige Fotos von diesem, scannt die in der Frontscheibe eingeklebte Plakette und entfernt sie anschliessend. Da wir aus  irgendwelchen uns nicht bekannten Gründen bei dem Erwerb der Autoeinfuhr an der Grenze in Tecate kein Deposit hinterlassen mussten (normal hinterlässt man eine Art Sicherheitsgebühr von ca 400 US$ je nach Alter des Fahrzeuges in Form einer Kreditkartenzahlung oder in Bar),  gibt es auch keinen Grund uns eine Gutschrift zu geben. Damit sind wir nun offiziell aus Mexiko ausgereist. Als nächstes erreichen wir die Grenze nach Belize. Als erstes passieren wir das Gebäude (rechte Seite) an dem man in Zukunft sein Fahrzeug desinfizieren muss.  Aber es ist noch nicht in Funktion. Also folgen wir den Schildern durch zwei Kreisverkehre in Richtung Migration. Dort angekommen stellen wir unser Womo auf dem Parkplatz auf der rechten Seite ab und betreten das Gebäude. Die Herren vom Touristikamt nehmen uns in Empfang und geben uns ein Einreiseformular, das wir  sofort brav ausfüllen. ( Nicht vergessen eine Adresse parat zu haben, wo man sich in Belize aufhalten wird,  zumindest die erste Nacht. Wir haben den ersten Campingplatz in Orange Walk eingetragen).

Während wir das Formular ausfüllen betritt eine 12 köpfige Backpacker Gruppe den Raum stellt sich in die Schlange vor uns……. ! Okay, nach ca 45 Minuten sind wir auch an der Reihe. Der nette Beamte fragt ob es unser erster Besuch in Belize sei und wie lange wir bleiben wollten. Unkompliziert bekommen wir ein Visa für die nächsten 30 Tage. Einen Schalter hinter der Einreise sitzt der zuständige, Beamte der uns die Genehmigung erteilt unser Auto mit ins Land einzuführen. Dazu benötigt er den Reisepass des Autoeigentümers und die Autozulassungspapiere. Wir helfen ihm auf dem deutschen Dokument die notwendigen Daten für sein Formular zu finden. 15 Minuten später ist dies auch erledigt. Nun müssen wir aber noch zur Desinfizierung ( Fumigacion) unseres Womos. Also zurück zum letzten Kreisverkehr und an einer unscheinbaren kleinen weissen Hütte das Auto einsprühen lassen. Kostet uns 7 US$ (abhängig) von der Größe des Fahrzeuges. Zurück zur Einreise- Grenze erwartet uns der Mann mit dem grünem offiziellem Hemd. Er will 15 Dollar Einreisegebühr für das Auto. Offiziell gibt es diese Gebühr nicht, aber aus den vielen Infos aus dem Internet von anderen Reisenden haben wir gelernt es nutzt nichts zu verhandeln, sich aufzuregen oder nach dem nächst höheren Offizier  zu fragen. Einfach zahlen sonst wird der Grenzbalken nicht geöffnet. Eine Spende!  Die Beamtin am Grenzhäuschen prüft alle Papiere, lässt sich unsere Kabinentür vom Womo öffnen, will aber nicht reinkommen. Sie fragt ob wir Alkohol dabei haben, was wir wahrheitsgemäß bejahen. Die Menge von zwei Flaschen Wein ist erlaubt und wir können durchfahren.  Willkommen in Belize!

Als nächstes Besuchen wir das Büro der Autoversicherung direkt hinter der Grenze auf der rechten Seite. Dort schliessen wir die Pflichtversicherung für unser Auto ab. Wir zahlen für vier Wochen 60BZ Dollar oder 30 US$. Insgesamt haben wir für alle Grenzaus- und eintrittsformalitäten und die Autoversicherung weniger als zwei Stunden gebraucht.

f)  Grenzübergang Belize (San Ignacio) – Guatemala (Melchior)

Als erstes halten  wir auf Seite von Belize an der Migracion, ein weises Haus. Auf dem Parkplatz spricht uns direkt kein Geldwechsler an. Wir vertrösten ihn auf später und lächelt freundlich und ist in keiner Weise aufdringlich. Die Ausreise aus Belize ist total unkompliziert. zunächst zahlen wir am ersten Schalter direkt am Eingang unsere Ausreisegebühr von 37,50 BZ$. Die nette Lady schickt uns dann durch eine Tür  zu unserer linken Seite „ nur für Personal“ um auf der anderen Seite an dem großen Schalter in der Mitte der Halle, unser Auto aus meinem Pass ausstempeln zu lassen. Der Einreisestempel für das Auto wird einfach überstempelt. Durch die „verbotene“ Tür gehen wir in die erste Halle zurück und stellen uns in eine Schlange für die Ausreise. Der nette Beamte stempelt unsere Ausreise netterweise direkt neben die Einreisestempel von Belize und damit ist alles erledigt. Auf dem Weg zum Womo wechseln wir noch unsere letzten Belize Dollar in Quetzal und auch die übrigen mexikanischen Pesos wechseln den Besitzer. Die Kurse sind okay. Die Info vom Geldwechsler man könnte auf der anderen Seite kein Pesos oder Belize Dollar mehr wechseln ist schlicht und einfach gelogen. Aber die Kurse sind auf der anderen Seite (wir haben gefragt) nicht besser.

Wir fahren durch eine Schranke, an der nochmal ein Blick in die Ausweise geworfen wird und bekommen noch eine genaue Erklärung was wir auf der „anderen“ Seite des Schlagbaumes tun müssen, und sind schon im Grenzgebiet von Guatemala. Dort fahren wir durch eine Art Miniwaschstrasse, in der unser Womo desinfiziert wird. Wo gegen? Keine Ahnung?Das kostet  39 Q ein Art. Als nächstes geht es in eine offen Halle zum Einreiseschalter ganz hinten in der Ecke rechts. Die Lady stempelt ohne Frage  unser C 4 Visum in den Pass. Dies bedeutet wir dürfen uns nun die nächsten 90 Tage in Guatemala, Nicaragua, Honduras und  El Salvador  aufhalten. Diese vier Länder haben ein Grenzabkommen um die Formalitäten zu erleichtern, Leider nur für Personen nicht für eingeführte Fahrzeuge. Genau als nächstes gehen wir drei Schalter weiter nach links um unser Womo nach Guatemala einzuführen. Der Beamte nimmt meinen Pass, Führerschein und Zulassungsschein und von allen Dokumenten noch einmal ein Kopie, die wir mitgebracht haben. ( Man kann diese Kopien auch irgendwo an der Grenze in eine kleinen Büro gegen Gebühr erstellen lassen.) Dann schaut er sich kurz das Fahrzeug von Aussen an. Dann beginnt er seine Formulare auszufüllen. Er fragt ob Birger das Auto auch fährt oder nur ich, als Eigentümerin. Wahrheitsgemäß bestätigen wir Birger als Fahrer, also brauchen wir auch von ihm Kopien des Reisepass und Führerscheins. Die Kopie vom Führerschein haben wir nicht und der Beamte macht diese für uns kostenlos.   Als alles ausgefüllt ist, zahlen wir noch an einem Schalter eine Gebühr für das Auto von 160 Q, bekommen ein Kopie des Formulars, einen Sticker für die Windschutzscheibe und auf Nachfrage eine Kopie der Zahlung von 160 Q.  Eine Autoversicherung ist in Guatemala nicht verpflichtend. Insgesamt haben wir für alle Grenzaus- und eintrittsformalitäten ca 1 Stunde und 15 Minuten  gebraucht.

Wir verlassen die Grenze über eine kleine Brücke und werden dort direkt angehalten 50 Q zu bezahlen. Von der Gebühr haben wir schon gehört und wissen sie ist wohl verhandelbar auf 20 Q. Bei uns bleibt die Lady hart und wir zahlen die 50 Q bekommen auch eine offizielle Quittung. Einheimische zahlen hier nichts. Mal wieder eine kleine ( ?!) von umgerechnet 7,00 € Spende von uns.

g) Guatemala (Valle Nuevo) – El Salvador (Chinamas)

Grenzübergang:  Guatemala – El Salvador

Übergang:  Wir  erreichen die Grenze und parken unser Auto. Einige Geldwechsel kommen auf uns zu um Quertales in Dollar zu tauschen. Aber erst wollen wir die Formalitäten erledigen und wir weisen die Wechsler zunächst freundlich aber bestimmt ab. Entlang der Fahrspur Richtung El Salvador gehen wir  rechts an einem langen, flachen, blaugestrichenen Gebäude entlang. In der Mitte befindet sich der Eingang zur „Migracion „, wir  betreten den Raum und stellen uns an die kurze Schlange an.  Wir bekommen einen Ausreisestempel für Guatemala und ein Art kleine Quittung.  Diese ist wichitg, man muss sie bei der Einreise nach El Salvador abgeben. Wir werden zur SAT geschickt. Dort sollen wir unser Auto ausführen. Dazu haben wir schon folgende benötigte Papiere in Kopie dabei ( man kann allerdings auch vor Ort in einem kleinen Geschäft Kopien anfertigen lassen):

  1. Reisepass des Fahrzeughalters
  2. Führerschein des Fahrzeughalters
  3. Zulassungsschein
  4. Original des Einfuhrpapieres von Guatemala
  5. Kopie des Einfuhrpapieres von Guatemala
  6. Sticker  für die Windschutzscheibe, den man bei der Einfuhr bekommen hat ( wir sollten ihn eigenhändig ablösen)

Um zum  Schalter für die Ausfuhr des Autos zu gelangen, verlässt man die Migration durch die gegenüber liegenden Türen und geht rechts bis zum Ende des Gebäudes zu einem Schalter. (bevor der Markt beginnt). Dort gibt man alle Papiere ab einschliesslich des Stickers. Man bekommt eine gestempelte Kopie der Einreiseerlaubnis vom Auto zurück. Diese muss man behalten, da man sie bei der Einreise in El Salvador vorzeigen muss.

Wir haben nun nach knapp 30 Minuten eine kleine Quittung für unsere persönliche Ausreise und eine  mit dem Ausreisedatum abgestempelte Kopie des Einreisedokumentes für unser Auto in der Hand. Beides müssen wir an der Grenze in El Salvador abgeben.

Adios Guatemala!

Der Weg zur Grenze nach El Salvador führt erst durch mehrere hunderte Marktstände beidseitig der Strasse, und vielen Menschen die hier einkaufen,  somit wird es die Strasse hier echt eng. Aber richtig eng wird es erst wenn einem ein Auto entgegen kommt oder kein Kleinlaster. Jeder rutscht etwas zur Seite, es wird hin und her rangiert. Die Menschen auf dem Markt schauen neugierig und unterbrechen ihren Einkauf. Die letzen 300 Meter führen über eine  schöne Brücke.

Am Ende der Brücke werden wir sofort freundlich von den salvadorianischen Zöllnern   empfangen. Das kleine Häuschen direkt rechts an der Brücke ist unser nächster Stop. Kurz dahinter kann man auf der rechten Seite gut parken.

Hier geben wir Kopien folgender Dokumente ab:

  1. Reisepass des Fahrzeughalters
  2. Führerschein des Fahrzeughalters
  3. Zulassungsschein
  4. Kopie der, mit einem Ausreisestempel versehenen, Einfuhrpapiere vom Auto  von Guatemala

Der freundliche Beamte füllt  per Hand ein Papier aus und hat noch ein paar zusätzliche Fragen:

  1. CC ( Hubraum)
  2. Anzahl der Zylinder
  3. Gewicht des Fahrzeuges
  4. Anzahl der Türen

Dieses Papier muss der Fahrzeughalter unterschreiben. Der nette Beamte geht mit uns in ein anderes Gebäude links von der Brücke, dort müssen wir warten. Das per Hand ausgefüllte Papier wird in den Computer eingetragen und erneute ausgedruckt. Dies dauert ein wenig bei uns ca 30 Minuten.  Dieses neue „offizielle“ Formular muss vom Fahrzeughalter erneut unterschrieben werden. Dieses Papier muss nun erneut am Brückenhäuschen kurz vorgelegt werden, man bekommt es aber sofort zurück.

Einen Einreisestempel in den Reisepass bekommt man nicht, da man in Guatemala  das C4 Visum  für insgesamt 90 Tage erhalten hat, das für die Länder Guatemala, El Salvador, Honduras und Nicaragua gültig ist. Aber man bekommt in jedem Land einen Ausreisestempel und eine neue Einfuhrgenehmigung für sein Auto.

Wir steigen in  unser Auto und werden von einem netten Zöllner kontrolliert, er will unsere Reisepässe sehen und behält die kleine Quittung die wir in Guatemala bei der Ausreise bekommen haben.  Etwa 50 Meter weiter werden wir erneut angehalten und zwei nette Grenzbeamte prüfen nun nur das Papier für das Auto.

Gute Fahrt!  Insgesamt haben die Grenzformalitäten 2 Stunden in Anspruch genommen, auf de El Salvador Seite dauerte es länger.

Buenas dias El Salvador!

h) Grenzübertritt von El Salvador nach Honduras (El Poy):

Als wir uns der Grenze näheren ist unsere Fahrspur von LKWs blockiert. Mutig fahren wir an allen vorbei und werden am Anfang der LKW Schlange von einem netten Grenzbeamten begrüßt. Er möchte das Original und eine Kopie von unserer temporären Einfuhrerlaubnis von El Salvador für unser Auto sehen. Eine abgestempelte Kopie inclusive eines Klebeetiketts bekommen wir zurück.  Wir fahren weiter und halten uns links und parken  nach ca 500 Metern unser Womo. Das lange Gebäude rechts beherbergt die „Immigracion“. Dort stellen wir uns an der Ausreiseschlange „saldia“ an. Die nette Beamtin, fragt ob wir Spanisch sprechen, wahrheitsgemäß antworten wir „ein bisschen“, darauf sagt sie: „Okay, lets do it in English!“  Das ist nun die zweite Beamtin ,die wir treffen, die perfekt englisch spricht. Sie trägt unsere Ausreise aus El Salvador in den Computer ein, und prüft noch einmal das abgestempelter Einfuhr-/Ausfuhrpapier für unser Auto.  Das ging schnell und unkompliziert. Wir fahren ca 400 Meter weiter und erreichen eine Schranke, hier wird nochmal das Autopapier geprüft und wir werden durchgelassen.

Direkt hinter der Schranke auf der linken Seite befindet sich  in einem kleinen , offenem weiss-blauen Gebäude die Migracion für Honduras. Wir geben unser Pässe ab, der nette Beamte will wissen welches Ziel wir in Honduras haben und wie lange wir bleiben wollen. Wir erklären wir reisen mit dem eigenen  Fahrzeug und unser erstes Ziel sei Copan. Für seine Unterlagen braucht er noch unsere Berufe. Er trägt unsere Ausweise in den Computer ein, wir müssen Fingerabdrücke hinterlegen und ein Foto ( genauso wie an der amerikanischen Grenze). Pro Person zahlen wir drei Dollar, bekommen einen Stemple in den Pass mit dem Einreisedatum nach Honduras und dem Ablaufdatums unseres C 4 Visums und eine Quittung über die je 3U$.  Weiter geht es mit dem Womo die Strasse entlang ca 700 Meter. Kurz vor der nächsten Schranke ist auf der linken Seite ein großer Parkplatz vor der Aduana. Hier müssen wir die Formalitäten für die Einfuhr unseres Womo erledigen.

Folgende Dokumente möchte der Beamte haben:

Original:

Reisepass des Fahrzeughalters

Zulassungsschein des Fahrzeuges

Führerschein des Fahrzeughalters

Kopie:

abgestempelte Kopie des Einfuhr-Ausfuhrdokumentes von El Salvador

Reisepass des Fahrzeughalters

Zulassungsschein des Fahrzeuges

Führerschein des Fahrzeughalters

Der Beamte spricht ein wenig Englisch, holt aber zur Sicherheit eine Kollegin dazu, die perfekt Englisch spricht. Damit ist alles was folgt recht einfach für uns. Der Beamte füllt ein Formular aus und gibt uns eine Art Zahlschein über zwei verschiedene Beträge. Insgesamt 35 U$ zahlbar nur in Limpiar bei der BAC Bank.  Auf dem Weg zur Bank tauschen wir einige Dollar in Limpiar, der Kurs ist okay. Die BAC Bank ist fast gegenüber von der Migracion  von Honduras, ca 4 Minuten Fussweg von der Aduana enfernt Richtung El Salvador. Dort legen wir die Belege vor und zahlen den gewünschten Betrag ein. Mit den uns ausgehändigten Quittungen gehen wir zurück zur Aduana. Sofort bekommen wir unsere Einfuhrerlaubnis für unser Womo ausgehändigt.

Nun passieren wir die letzte Schranke, eine Dame will nur die Quittung über die 3 U$ haben, ein andere Kollege prüft die Papiere für das Auto, das heisst er kontrolliert die ZFA Nummer. Danach wünschen uns alle eine schöne Reise und wir betreten zum ersten Mal den Boden in Honduras.

Wir haben für beide Grenzübergänge  insgesamt zwei Stunden gebraucht, wobei wir an der Aduana für Honduras ca 45 Minuten gewartet haben, bis die Computersysteme wieder funktionierten. Ohne dies wäre es viel schneller gegangen. Die Beamten waren sehr nett und freundlich.

i) Grenzübertritt von Honduras (Las Manos)  nach Nicaragua (El Paraiso) :

Als wir uns der Grenze näheren ist unsere Fahrspur von LKWs blockiert. Wir fahren vorbei und parken an der Grenze auf der rechten Seite.

Ausreise Honduras:

Auf der linken Seite ganz rechts sind die Schalter der Immigracion. Dort werden unsere Fingerabdrücke genommen und wir bekommen eine Ausreisestempel in den Pass. Einige Fenster ( Schalter)  weiter links ist die Aduana. Dort geben wir den Reisepass des Fahrzeughalters und die Temporäre Einfuhrerlaubnis für das Womo ab. Wir bekommen ein Ausreiseformular was wir ausfüllen müssen.  Die Beamtin behält die Einfuhrerlaubnis und das ausgefüllte Formular und stempelt die Ausfuhr des Fahrzeuges in den Reisepass des Halters rein. Kosten fallen keine an.Wir tauschen unsere letzten Limpira in Cordba, da wir diese an der Grenze benötigen. Alles geht zügig und professionell nach 20 Minuten verlassen wir Honduras durch eine Schranke.

Einreise Nicaragua: 

Direkt hinter der Schranke ist auf der rechten Seite ein blaues Zelt, die „Fumigacion“. Daneben parken wir. Sofort kommt eine nette Beamtin und gibt uns ein Formular für die Einfuhr des Autos ( Ansonsten bekommt das Formula im Häuschen links neben der Eingangsschranke) . Hier ist es wichtig Nicaragua als Reiseziel anzugeben und nicht Transit!  Die Beamtin unterschreibt das Formular und händigt es uns wieder aus.  Sie wirft einen Blick ins Auto, aber eher aus Neugierde als zur Überprüfung. Dann wird das Auto bzw die Reifen desinfiziert und wir zahlen dafür 5 U$, die Quittung unbedingt aufheben.

Wir lassen das Auto am blauen Zelt stehen und gehen zur Immigration.  Diese befindet sich auf der linken Seite des Parkplatzes am Schalter ganz rechts. Dort ist ein netter Beamter dem wir unsere Reisepässe übergeben. Er studiert in Ruhe alle Stempel und trägt dann unsere Daten in den Computer ein,  und  füllt für jeden eine elektronische Touristenkarte aus . Wir zahlen

10 US und 45 Cordoba pro Person und bekommen darüber verschiedene Quittung.

Jeweils eine Quittung an die Touristenkarte geheftet und einen Ausdruck pro Person, mit Namen versehen,  über den gezahlten Betrag.  Einige Schalter weiter links befindet sich die Aduana.

Wir geben folgende Dokumente im Original ab:

Reisepass des Halters

Zulassungsschein für das Fahrzeug

Führerschein des Halters

und manuelle ausgefülltes Formular was wir zu Beginn ausgefüllt haben.

Kopien sind nicht notwendig, weil die nette Lady alles schnell einscannt. Sie füllt ein Formular aus von dem wir ein Ausdruck ausgehändigt bekommen . Achtung! Daten prüfen, bei uns hat sie als Vorname meinen Mädchennamen eingetragen!

Mit allen Dokumenten ausgestattet fahren wir vom Parkplatz nur die Strasse entlang zur nächsten Schranke. Dort warten zwei Beamte. Der eine Beamte will die Reisepässe sehen und er bekommt die Quittung  über die gezahlten 10 U$ und 45 Codobar ausgehändigt und behält sie auch.

Der zweite Beamte will die Fahrzeugeinfuhrpapiere sehen und behält das handgeschriebene Formular, das wir zu Beginn ausgefüllt haben. Er schaut auch noch einmal ins Auto, nachdem ein Kollege gesagt hat, er sollte dies tun.

Wir passieren die Schranke und werden direkt aufgefordert 1 U$ pro Person Municipal Steuer zu zahlen, was wir tun. Dann kommt eine nette Dame und verkauft uns für 12 U$ eine vierwöchige Versicherung für das Auto. Dies geht ganz schnell.

Als nächstes werden wir angehalten von der Policia Municipal, der Beamte studiert ganz genau alle Stempel im Pass und schaut sich das Dokument für das Auto an.  Er will auch das Auto begutachten, schaut aber nur durch die Kabinentür kurz rein und betritt nicht das Fahrzeug.

Es hört sich alles komplizierter an als es ist.  Wir haben insgesamt für beide Grenzübergänge incl Versicherungsabschluss  1 Stunde und 20 Minuten gebraucht.

Uns haben keine Grenzhelfer belästig, und die Geldwechsler waren freundlich,geduldig und nie aufdringlich, wenn wir kein Interesse hatten.

So, wie immer wenn wir ein neues Land betreten werden wir erst einmal ganz still und schauen uns die Landschaft, Orte, Strassen an, die wir passieren. Unser erster Eindruck: es ist viel sauberer als die El Salvador und Honduras, die Strassen sind sehr viel besser, keine Schlaglöcher, und selbst die kleinen Orte an der Hauptstrasse , die wir durchfahren, haben Bürgersteige. Entweder erhöht wie wir sie kennen oder es ist ein Teil der Fahrbahn abgetrennt.  Hier spielt sich viel ab, es wird Radgefahren, Flaniert, Moped gefahren, mit dem Pferd entlang geritten, zum Plausch angehalten, Dinge werden repariert ( Räder, Mopeds etc).

Auch gibt es in den etwas größeren Orten auch geteerte Strassen abseits der Durchagangstrasse, bis jetzt waren diese Strasse mehr Schotter- oder Lehmpisten. Die Menschen schauen freundlich und winken hin und wieder wenn sie uns sehen.

Im nächsten größeren Ort , Estil, stillen wir unseren Lust auf eine Pizza bei Pizza Hut, ziehen Gedl am Automaten und suchen den von uns ausgewählten „Campingpaltz“ aus. Dort müssen wir feststellen, dass es nicht mehr erlaubt ist am Campestre Estelli zu übernachten. Der uns vom Besitzer genannte Ausweichplatz ist geschlossen, und die dritte Möglichkeit empfinden wir als zu überteuert.

Also fahren wir nochmals 150 km weiter nach Leon. Wir befürchten, wir könnten erst in der Dunkelheit angekommen, aber die Strassen sind in richtig gutem Zustand, so dass wir nach zwei Stunden die Finca los Alpes erreichen. Freundlich werden wir vom Bruder des Besitzers in perfektem Englisch begrüsst. Er zeigt uns die Finca und unseren Stellplatz und mit den Worten: „Fühlt euch wie zu Hause!“ Geht er zurück in sein Haus. Später kommt noch Axel, der Besitzer zu uns, er spricht ein paar Wörter Deutsch, weil er Deutschland zu toll findet und etwas englisch und mit unserem bisschen Spanisch kommt so etwas wie eine Unterhaltung zu Stande. Wir beschließen zwei Tage zu stehen, zu entspannen, das gute internet zu nutzen und wir dürfen sogar seine Waschmaschine benutzen…. was wir redlich ausnutzen…

j) Grenzübertritt von  Nicaragua nach Costa Rica:

Ausreise Nicaragua: Schon um 7.30 Uhr sind wir an der Grenze auf der nicaraguanischen Seite. Dank der guten Beschreibung von Gerhard fühlen wir uns gut gerüstet. Wir fahren wieder an vielen LKWs vorbei bis zu Eingangsschranke, dort werden wir von zwei Beamten empfangen, die uns direkt zur Seite winken. Erst einmal wollen sie beide das Womo von Innen besichtigen und dann ganz genau unsere Pässe studieren. Dann verabschieden sie uns freundlich und schicken uns zur Immigracion. Diese liegt in einem großem Gebäude, vor diesem ist ein großer quadratischer Platz mit vielen Ständen und vielen Leuten. Hier parken wir unser Auto und gehen in die ganze rechte Tür hinein und in die zweite „Halle“. Dort zahlen wir zunächst 1U$ pro Person Municipal Tax, dann stellen wir uns am Ausreiseschalter. Ganz schnell werden die Ausweise durch den Computer gezogen und wir zahlen pro Person einen Gebühr von 2 U$. Nun gehen wir zurück zum Auto und es beginnt, das von Gerhard sehr schön beschriebene Spiel „Sammel die Unterschriften für die Ausreise deines Autos! Drei gewinnt!“ Zunächst suchen wir auf dem Platz vor dem Gebäude einen Mann mit einem hellblauen Poloshirt  mit den Buchstaben DGA und einem Klemmbrett unter dem Arm. Wir bitten ihn zum Auto, er besichtigt es auch von Innen und  füllt dann ein Formular halb aus, stempelt und unterschreibt es. Unsere Aufgabe ist es die fehlende Daten auf dem Papier zu ergänzen und dann einen Polizisten zu finden ( an  einem kleinen offenen Holzstand auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes). Zwei der Polizisten kommen zum Auto und lassen sich sogar unsere Heckgarage öffnen, dann betreten sie das Auto und entdecken eine Bodenklappe und lasse sich diese auch öffnen. Mit einem Polizisten gehe ich zum dem Holzsstand und bekomme dort von einer höherrangigen Polizistin Unterschrift Nummer zwei und auch einen Stempel. Der andere Polizist leiert Birger noch ein Bier aus dem Kreuz bevor er das Auto verlässt. Nun brauchen wir nur noch die dritte Unterschrift, wir werden zu einem Schalterfenster geschickt ( wieder in das Gebäude der Ausreise gehen und am anderen Ende verlassen und durch die erste Tür auf der linken Seite wieder betreten, 1. Fenster linke Seite ,) dort erklärt die Dame uns als wir dran kommen, sie kann uns nicht helfen, wir müssen auf ihre Kollegin warten. Nach dem wir ca 20 Minuten gewartet haben schickt uns die Dame in das Nebengebäude zu einem Schalter . Wir stellen uns an und werden dann nach ca 5 Minuten von einem anderen Beamten „aufgegabelt“ der alle Wartenden, die ein Auto aus Nicaragua ausführen wollen bittet ihm zu folgen.  Nach weiteren fünf Minuten bekommen wir unsere fehlende dritte Unterschrift auf unser Formular, einen weiteren Stempel und der Beamte behält die TIP ( Temporärer Immigration Permitt) für das Auto! Spiel Gewonnen! Wir fahren vom Platz weg und halten uns rechts, dort geben wir das hart erkämpfte Formular mit den drei Unterschriften ab.  Als nächstes kommt eine weitere Beamten und prüft in Ruhe die vielen schönen Stempel in unserem Pass, bewundert auch das Womo von Innen und dann dürfen wir Nicaragua verlassen.  Wir empfanden es sehr unorganisiert und man musste sich selber die Leute suchen, von denen man die Unterschriften brauchte.

Einreise Costa Rica: Nach dem Schlagbaum führt die Strasse zunächst nach rechts  und man erreicht eine Art kleine Kreuzung auf einem Schotterplatz, den verlässt man sofort nach links und gelangt auf eine gepflasterte Strasse. Hier staut es sich, viele LKWs und wir rangieren ziemlich um aneinander vorbei zu kommen.  Nach ca 400 Metern biegt man leicht rechts ab und reicht schon die Einreisezone von Costa Rica. Wir stellen das Auto sofort rechts ab, weil viel Trubel ist und viele Leute rumlaufen. Wir gehen die Straße ca 50 m entlang und stellen uns in die lange, lange, lange Schlange an für die Einreise am Gebäude „Equpaje“.  Dies heisst zwar Gepäckaufgabe, hier ist aber die Immigrationsbehörde. Zwischendurch gehe ich zum Beginn der Schlange, dort steht ein Beamter und hängt den Wartenden das Einreiseformular aus. Ich bekomme zwei Formulare und wir nutzen die Wartezeit und füllen es aus.  Nach ca 1,5 Stunden Wartezeit stehen wir vor dem Beamten am Schalter und lesen den Hinweis über Art 42: „Alle Touristen, die mit einem Touristenvisa einreisen, müssen ein Dokument vorlegen, dass zeigt mit welchem Transportmittel sie wieder aus Costa Rica ausreisen.“ Wir hatten dies gestern schon bei den Beschreibungen der Grenzübertritte auf ioverlander gelesen und überlegt, ob dies auch für uns gilt und was wir wohl vorzeigen könnten.  Wir  haben uns dann entschieden ein 100% stornierbares Hotel in Panama City zu buchen und haben eine Seite mit verschiedenen  Verschiffungsfirmen auf Deutsch aus dem Internet ausgedruckt. Der Beamte fragt auch direkt nach einem Dokument für die Ausreise, wir erklären ihm, dass wir mit einem Wohnmobil reisen und über Panama nach Kolumbien ausreisen wollen, und unsere Reise erst in  Argentinien enden soll.  Dann zeigen wir ihm nur den deutschen Ausdruck der Verschiffungsfirmen. Es genügt ihm und wir bekommen das Touristenvisa für 90 Tage.  Nun geht es weiter zur Aduana Nummer 1, diese liegt in einer kleinen Hütte direkt gegenüber der Immigration. Am Schalterfenster  geben wir die üblichen Kopien ab ( Reisepässe von allen Fahrern, Führerschein von allen Fahrern des Fahrzeuges, Zulassungsschein) und  bekommen zwei Formulare zum Ausfüllen ausgehändigt und die Aufgabe die Seite mit dem  Einreisestempel aus unseren Reisepässen zu kopieren. Dazu gehen wir zum Stand vom Tic Mexiko Busstickets und bekommen schnell die Kopien, dann füllen wir die Formulare aus und gehen zurück zur Aduana „Nummer1“ ein Art Zweigstelle. Der Beamte stempelt und unterschreibt die Formulare und heftet  diese, mit alle Kopien und einem kleinen Zettel, nennen wir ihn Kupon, zusammen und händigt uns alles aus.   Er fragt noch ob wir das Auto dabei haben, will es aber nicht sehen. Er erklärt uns nun den Weg zur Aduana Nummer zwei (wohl die Hauptstelle) .  Wir fahren nun mit dem Womo an der Immigration und der Aduana Nummer 1 vorbei ca 300 Meter, bis die Strasse eine rechts Kurve macht, genau an der Kurve ist rechte Hand ein großer Parkplatz mit vielen LKWs. Hier fahren wir drauf und sehen dann auf der linken Seite einige LKW-Ladungsrampen, am Ende der Rampe parken wir und gehen erst zum Schalterfenster der Autoversicherung. Dort bekommen wir recht schnell  die verpflichtende Autoversicherung für 90 Tage und zahlen 35 U$.  Die Versicherung gilt immer für 90 Tage ein kürzerer  Zeitraum ist nicht möglich.   Direkt neben der Versicherung ist das Büro der Aduana  ( Nummer 2). Dort geben wir alle Papiere, die wir an der ersten Aduana bekommen haben und die Versicherungsunterlagen ab. Nach ca 20 Minuten halten wir dann unser TIP für  Costa Rica und den kleinen Kupon in den Händen.  Diese Aduana Nummer zwei macht übrigens Mittagspause von 12.00 Uhr bis 12.45 Uhr…… Wahrscheinlich auch die Aduana Nummer 1.  Um 11.50  Uhr verlassen wir die Grenze. Am Schlagbaum geben wir den kleinen Kupon ab, der Beamte prüft auch  den TIP noch einmal und dann betreten wir den Boden von Costa Rica! Das ganze hat 4,5 Stunden gedauert, wir fanden es etwas chaotisch aufgrund der vielen Leute und waren froh, dass wir vorab eine Beschreibung hatten. Auch hier hilft ein Blick in ioverlander.

 

k) Grenzübergang: Costa Rica( Sixaola)  nach Panama ( Guabito)

Öffnungszeiten 7.00Uhr bis 18.00 Uhr, Achtung! Panama hat eine Stunde Zeitverschiebung! Wir sind weder von Grenzhelfern angesprochen worden noch von Geldwechslern.

Ausreise Costa Rica:  Die Strasse von Biri kommend führt direkt auf die Grenze zu.  Als erstes sieht man vor sich eine Art „Schleuse“ mit großen, gelben Plastikstreifen umgeben. Einfach hier durchfahren und direkt da hinter auf der linken Seite parken. Auf der rechten Seite sieht man den Eingang zur Migration. Im kleinen Gebäude gibt es einen Automaten an dem man mit Kreditkarte seine Ausreisegebühr bezahlen kann. Am Automaten zahlt man 7 Dollar, in der Pharmacy  neben an 8 US pro Person( cash). Dann muss man zunächst den üblichen Zettel mit seinen privaten Daten ausfüllen. Diesen dann mit dem Reisepass und der Quittung über die Gebühr  am Schalter abgeben. Der Beamte stempelt die Ausreise im Pass ein. Direkt daneben ist  der Schalter der Aduana. Auch dort muss man einen Zettel für das Auto ausfüllen, eine Kopie behält man. Der Beamte kam mit zum Fahrzeug und hat das Kennzeichen und die VIN Nummer geprüft.  Alles zusammen, hat ca 30 Minuten gedauert, da wir an der Aduana länger warten mussten.

Einreise Panama: Über die Brücke fährt man zur Grenze Panama. Am Ende der Brücke bleibt man zunächst stehen. Wir wurden aufgefordert die Fulmigation( Desinfektion des Autos) zu bezahlen, direkt am Schalter rechts neben der Schleuse (wieder mit gelben Plastikband umrandet) .  Der Beifahrer ging zahlen, der Fahrer blieb im Fahrzeug. Für unsere Größe zahlten wir 6 US. Dann durften das Auto durch die Schleuse gefahren werden und auf dem Parkplatz links von der Schleuse abgestellt werden. Als nächstes ging es zur Municipal Tax. Dieser Schalter befindet sich von der Schleuse gesehen auf der rechten Seite. Hier mussten wir 10 US für das Auto und 4 US pro Person als Gemeindesteuer bezahlen. Weiter ging es wieder auf die Seite, wo das Auto parkt. Am Ende des kleinen Parkplatzes führt eine kleine Treppe zur Migration. Anstellen, warten, Fingerabdrücke abgeben,  Reisepasse und Ausreise Ticket vorweisen. Wir haben bestimmt eine Stunde hier angestanden morgens um 9.30 Uhr.  Wir haben die Verschiffung  unseres Womo vor der Einreise nach Panama gebucht, so dass wir unser Flugticket von Panama nach Kolumbien vorlegen konnten. Vor uns konnten drei junge Frauen ihr Ausreiseticket aus Panama nicht finden und wurden nicht reingelassen. ( Von anderen Overland-Reisenden, die über die große Grenze an der Pazifikseite das Land verlassen haben, wissen wir, dass sie ohne Ticket nur mit der Erklärung, dass ihr Auto verschifft wird, reingelassen worden sind).  Von der Migration geht es wieder zurück zum Parkplatz. Im rechten weissen Kontainer befindet sich das Büro der Autoversicherung. Dort hineingehen.  Kopie von den Pässen von Eigentümer und Fahrer und der Zulassung abgeben, Versicherungsformular gibt es in drei Ausfertigungen ( 1 für Versicherung, 1 für uns , 1 für die Aduana). Es dauerte hier recht lang, da die Dame zwischendurch mit ihrem Handy SMS etc verschickte.  Wir haben ihr beim Ausfüllen  des Versicherungs-Formulars im Computer über die Schulter geschaut, so dass alle Daten sofort. richtig eingegeben wurden. ( Tip: wenn bei der Migration eine lange Schlange ist, kann einer schon mal die Autoversicherung abschliessen, während der andere weiter an der Migration ansteht!)

Dann zur Aduana gehen, dies ist der linke weisse Container auf dem Parkplatz, Schalterfenster ausserhalb. Kopie von den Pässen von Eigentümer und Fahrer, der Zulassung und den Versicherungsschein abgeben und darauf hinweisen, dass das Fahrzeug Panama im Hafen von Colon in Manzanillo verlässt, dies wird auch im Dokument vermerkt. Daten auf Formular gut prüfen, denn wenn dort Fehler auftreten, muss man  in Panama City bei einer Behörde alles abändern lassen, sonst kann man nicht verschiffen.

Darauf achten das die VIN Nummer richtig ist und das sowohl eine ChassisNummer als auch eine Motornummer angegeben ist. Sollte keine vorhanden bzw zu erkennen sein immer die VIN Nummer in die Felder eintragen lassen! Sonst gibt es auch hier Probleme in Colon bei der Verschiffung.  Nach 2,5 Stunden haben wir den Grenzbereich in Panama mit allen Dokumenten verlassen, insgesamt dauerten beide Grenzformalitäten 3 Stunden. Nach Verlassen des Parkplatzes fährt man ca 500 Meter geradeaus und biegt dann sofort links in die geteerte Strasse ab, alle anderen Wege führen ( auch wenn das Navi es anders anzeigt)  leider nicht auf geteerten Wegen von der Grenze weg. Nach 8 km gibt es einen Militärposten, sie waren sehr nett und wollten das TIP für das Fahrzeug sehen. Auch ist die Aduana hier noch einmal vertreten will auch das TIP sehen und trägt die Daten vom TIP in ein Buch handschriftlich ein.  Dies dauert insgesamt nochmal ca 15 Minuten. Aber alle waren freundlich und interessiert.

 

l) Einreise nach Kolumbien per Flugzeug:

Unser Wohnmobil ist mit dem Frachter unterwegs von Colon/Panama nach Cartagena/Kolumbien, wir nehmen den Flieger von Panama City nach Cartagena. Nach 1 Stunde und 10 Minuten betreten wir zum ersten Mal kolumbianischen Boden. Die Einreise erweist sich als recht einfach, aber etwas langwierig, die Schlange vor dem Einreiseschalter ist lang. Die Beamtin fragt nach unseren Berufen und wie lange wir im Land bleiben wollen. Birger sagt spontan 90 Tage, das ist die erlaubte „Höchstdauer“ . Die Beamtin nimmt unsere Ausweise und führt uns zu einem anderen Schalter „Supervisor“. Wohl nur er kann die 90 Tage genehmigen. Er schaut unsere Ausweise an, schweigend stempelt er ein 90 Tage Visum hinein und wir dürfen weiter gehen.

 

m) Grenzübergang Rumichaca Kolumbien-Ecuador:  Kolubien/Ipiales – Ecuador/Tulcan Ausreise

Ausreise Kolumbien: Die Ausreise aus Kolumbien gestaltet sich eigentlich  total unkompliziert. Wir fahren auf die Grenze zu und finden zunächst keinen Parkplatz für unser Womo. Deswegen parken wir einfach auf der rechten Fahrspur unter einer hohen Fahrbahnüberdachung und ein netter Polizist verspricht uns ein Auge aufs Auto zu haben. Später sehen wir, dass es unterhalb der Strasse einen etwas größeren Parkplatz gibt. Links von uns stehen zwei Gebäude die durch eine Strasse getrennt sind. Das obere Gebäude ist die Aduana. Dort gehen wir hinein geben die kolumbianische temporäre Einfuhrerlaubnis für unser Womo bei einem Beamten ab und gehen wieder.  Das Gebäude gegenüber ist die Migracion. Dort stellen wir uns in die Schlange an, warten 30 Minuten bis wir an die Reihe kommen, bekommen einen Ausreisestempel und gehen wieder zum Womo. Wir fahren über eine Brücke und kommen zur Einreisegrenze nach Ecuador.

Einreise Ecuador: es sind keine Kopien von Papieren notwendig

Es gibt genügend Parkmöglichkeiten auch für unser großes Womo.  Wir gehen auf eine Art Platz der von einem Gebäude umgeben ist und an ein Seite offen ist. Zunächst geht es zur Migracion. Diese ist mit großen Hinweistafeln ausgeschildert und leicht zu finden. Eine lange Schlange hat sich vor den Einreiseschaltern gebildet, aber zum Glück sind alle fünf Schalter geöffnet. Zumindest noch 20 Minuten, dann ist es 13.00 Uhr und von den fünf Beamte gehen drei in die Mittagspause.  Wir warten fast 1,5 Stunden vor den Schaltern. Als wir an der Reihe sind geht es recht schnell und wir bekommen problemlos ein Visa für 3 Monate.  Mit dem Visa gehen wir zur Aduana. Diese befindet sich in einem kleinem Gebäude auf dem offen Platz, es gibt Schalter mit einem Schiebefenster, an denen man sich von aussen anstellt. Es ist gerade Schichtwechsel und wir warten wieder. Die Beamtin füllt dann  die Papiere aus, sie will keine Kopien haben von unseren Papieren, sondern fotografiert die Originale ab und speichert diese dann im Computern. Zur Überprüfung der ZFA oder VIN Nummer geht die Beamtin mit Birger zum Fahrzeug, wirft auch noch einen kurzen Blick ins Innere des Fahrzeuges und überzeugt sich, dass keine andere Personen in unserem Bett versteckt sind.  Dann bekommen wir die 90 tägige temporäre Einfuhrbewilligung für unser Auto. Wir fahren zum Grenzhäuschen dort wird das TIP noch einmal begutachtet und wir werden in Ecuador Willkommen geheissen! In Ecuador muss man  zur Zeit keine verpflichtende Autoversicherung abschliessen. Der Grenzübergang  für beide Seiten hat aufgrund der langen Wartezeiten insgesamt  2,5 Stunden gedauert . Man sollte die Grenze zur Mittagszeit zwischen 12.00 Uhr und 14.00 Uhr meiden.

 

n) Grenzübertritt: Ecuador (Huaquillas) nach Peru (Zarumilla):

Ausreise Ecuador: 

Laut unserem sehr hilfreichem App Ioverlander, müssen wir die temporäre Einfuhrerlaubnis unseres Autos für Ecuador,  an einer Stelle ca 5 km vor der eigentlichen Grenze abgeben, da der Grenzbereich mit all seinen Administrationsgebäuden umgebaut werden und die Aduana, also der Zoll, noch ausgelagert ist.  Wir finden die richtige Stelle, fragen uns durch und stellen uns an einem Schalter an.  Nach ca 30 Minuten Wartezeit, weil kein Beamter am Schalter ist, klärt man uns auf, dass wir doch zur Grenze müssen, da die Aduana mittlerweile dorthin umgezogen ist.   Das hätte  man uns auch vorher sagen können, aber wir sind eben in Südamerika.An der Grenzgebäuden von Ecuador angekommen, stehen wir vor  einem sehr modernen und sehr großen Gebäudekomplex. Der Wachmann an der Zufahrt erklärt uns wo wir parken können und wo der Zoll  und die Ausreiseschalter sind. Der Zoll ist schnell gefunden, wir stehen vor einer riesigen dunkeln Scheibe, dahinter sitzt ein Beamter den wir nicht sehen können und es gibt nur einen kleinen Schlitz um Dokumente durchzuschieben.  Hier geben wir unsere temporäre Einfuhrerlaubnis unseres Autos für Ecuador ab, der Beamte hätte gerne zusätzlich noch eine Kopie, die wir nicht haben. Er macht sie selber, stempelt die Kopie ab, händigt uns diese aus und behält selbst das Original. Die Ausreise ( im langen Gebäude vor Kopf)  von uns als Person dauert recht lang obwohl nur ca 15 Personen vor uns in der Schlange stehen und am Ende ca 45 hinter uns.  Wir nutzen die Wartezeit um schon einmal das Einreisedokument für Peru auszufüllen. Nach einer Stunde haben wir schliesslich einen Ausreisestempel von Ecuador im Pass. Wir steigen ins Auto und fahren über eine Brücke zur Grenze von Peru.

Einreise Peru:

Die Gebäude sehen hier genauso aus wie auf der ecuadorianischen Seite. Die Einreise ( langes Gebäude vor Kopf)  geht sehr schnell innerhalb von 10 Minuten haben wir ein 90 Tagesvisum in unserem Pass eingestempelt. Dann geht es zur Aduana ( Gebäude von der Einfahrt aus gesehen rechte Seite) um die temporäre Einfuhrerlaubnis unseres Autos für Peru zu beantragen. Wir betreten einen sehr langen Raum in dem zwei Schreibtische stehen und zwei kleine Stände. An den Ständen schliessen wir zunächst die verpflichtende Autoversicherung für Peru  ab. Für unser Wohnmobil zahlen wir für zwei Monaten 34 U$. Mit der Versicherung und all unseren Originalpapieren ( Kopien sind nicht notwendig) ( Führerschein, Reisepass, Zulassung) gehen wir zu den Schreibtischen. Dort werden wir von einem Beamten direkt aufgefordert Platz zu nehmen und 20 Minuten später sind wir im Besitz der gewünschten Einfuhrerlaubnis für 90 Tage. Das ging mal schnell. Insgesamt mit der Wartezeit zu Beginn am Ort dauerte der Übergang fast drei Stunden. Achtung:  Es gibt keine Geldwechselmöglichkeiten an den Grenzen. Peruanische Soles kann man erst am ATM in Tumbes ziehen, die Banken dort befinden sich alle um den Hauptplatz herum. Dort gibt es keine Parkmöglichkeiten, also an der Hauptstrasse parken oder am Ende der Ortsdurchgangsstrasse unter der Brücke (kostenpflichtig und bewacht).
 

o) Grenze von Peru nach Chile (Arica) :

Grenzübergang: Am frühen Nachmittag gegen 14.30 Uhr erreichen wir die Grenze von Peru nach Chile in der Nähe von Arica.  Auf der peruanischen Seite folgen wir den Schildern zu den Parkplätzen für PKWs finden ein Plätzchen und gehen mit unseren Reisepässen zur Migracion (ein großes weisses Gebäude, nicht zu übersehen). Dort sind fünf Schalter geöffnet und der nette Beamte drückt uns erst einmal ein Formular mit drei Durchschlägen in die Hand zum Ausfüllen. Das ist schnell erledigt, wieder zum Schalter und dort werden unsere Pässe mit dem Ausreise Datum abgestempelt und wir kommen von dem Formular den gelben und den rosafarbenen Durchschlag zurück.  Dann geht es zurück zum Auto und  vom Parkplatz runter zu einer Schranke mit Häuschen.  Der nette Beamte erklärt uns, dass  wir  direkt links auf den nächsten Parkplatz fahren sollen, dort sei die Aduana ( Zoll) um das Auto auszuführen.  Gesagt getan. Auf dem Parkplatz steht eine Art kleiner weisser Container mit zwei Schaltern, der linke Schalter ist die Aduana ( auch von aussen beschriftet). Dort stellen wir uns an und es dauert ca  20 Minuten bis wir an der Reihe sind. Wir geben unsere temporäre Einfuhrerlaubnis von unserem Wohnmobil ab und den gelben Durchschlag und bekommen Stempel auf dem rosafarbenen Durchschlag. Durch eine Schranke verlassen wir den Parkplatz, die Papiere werden noch mal kurz geprüft. Nun haben wir offiziell Peru verlassen, dass ging schnell. Die Strasse führt direkt zu den Grenzgebäuden zu Einreise nach Chile.  Zunächst fährt man auf einen  riesigen Parkplatz, der in verschieden Linien unterteilt ist, in die man sie einreihen soll. Hilfreiche Beamte helfen und weisen uns ein. Man lässt das Auto stehen und geht zur Migration. Ein dunkles achteckiges Gebäude mit einigen Schaltern, direkt am Ende der Parklinien.  Wir müssen ein Formular  ausfüllen in dem wir alle Fragen mit Nein beantworten,  nur die beiden Frage nach mitgeführten tierische Produkte und die Frage nach mitgeführten Samen und Pflanzen beantworten wir mit „Ja“. Man darf kein Fleisch und kein  Obst mit nach Chile einführen und wenn die Beamten etwas finden und man hat die Frage vorher verneint, können erhebliche Strafen fällig sein. Innerhalb von drei Minuten haben wir den chilenischen Einreisestempel in unserm Pass und wieder einen neuen Stempel auf dem Rosa-Durchschlag ( ja genau, eigentlich ein Formular von den „Peruanern“). Als nächstes wird das Fahrzeug kontrolliert, von der Kontrolle haben wir schon viel gehört, und sind gespannt was uns erwartet. Ein Beamter betritt mit einem Hund unser Womo und lässt sich den Kühlschrank zeigen und Schränke mit Lebensmittel.  Ausser Nudeln, Konseven, etwas Butter, Milch  etc haben wir tatsächlich nichts dabei.  Wir bekommen einen Stempel, ein anderer Beamter kommt, lässt sich eine Aussenklappe am Wohnmobil öffnen, wirft einen Blick ins Innere und stempelt auch nochmal unser Rosapapier. Nun geht es zur Aduana. Wir fahren 30 Meter nach vorne auf einen Parkplatz und stellen das Wohnmobil ab.  Ein kleines Büro mit Fenster nach Aussen auf der rechten Seite der Migration ist die Aduana. Zunächst bekommen wir ein Formular ausgehändigt, das schnell ausgefüllt ist. Mit dem Formular zurück zum Schalter. Dort geben wir das Formular, Reisepass vom Halter und die Zulassung des Wohnmobils im Original ab.  Nach ca 10 Minuten haben wir die temporäre Einfuhrerlaubnis für unser Auto in den Händen und bekommen erneut einen Stempel auf den rosa Zettel. Wir verlassen den Parkplatz, kommen mal wieder an ein Häuschen mit Schranke und die nette Beamtin, nimmt uns nun endlich den rosafarbenen Zettel mit all den Unterschriften und Stempeln ab. Beide Grenzübergänge waren sehr leicht und sehr schnell. Insgesamt haben wir für beide Grenzen 1 Stunde und 5 Minuten gebraucht. Der schnellste Grenzübergang seit über einem Jahr.

 

p) Grenzübergang: Argentinien (Gualeguaychu) nach Uruguay (Fray Bentos)

 Von der argentinischen Seite kommend überqueren wir zunächst die Brücke über den Rio Plato. Auf der anderen Seite angekommen zahlen wir erst einmal den Brückenzoll. Danach fahren wir auf drei Schalter zu ( sie ähneln einem Drive-In-Schalter) dort gibt man die Pässe aller Mitreisenden ab und der Beamte regelt sowohl die Ausreise aus Argentinien als auch die Einreise nach Uruguay. So dass nach fünf Minuten alle erforderlichen Stemple im Pass sind. 30 Meter weiter parken wir u unser Wohnmobil und betreten das Gebäude zu unserer linken Seite. Dort geben wir an einem Schalter die temporäre Einfuhrerlaubnis für unser Auto aus Argentinien ab um am Nachbarschalter die Einfuhrerlaubnis für Uruguay zu bekommen. In Uruguay darf, dass Auto ein Jahr bleiben.  Deswegen lassen viele Reisende in diesem Land ihr Auto stehen während sie auf Heimaturlaub fahren. Anschliessend wird unser Auto noch von einem Beamten kontrolliert und er öffnet einige Fächer im Inneren und such Fleisch, Obst oder Gemüse. Dies darf man nämlich nicht mit einführen. Da wir nichts dabei haben, findet er auch nichts. Nach nur 20 Minuten sind alle Formalitäten zügig und freundlich erledig und wir betreten Uruguay.

Dieser Beitrag gehört zu Grenzübergänge/Verschiffung, Gut Zu Wissen!?