Mexiko: Yucatan – Halbinsel

von Christiane
Mexiko: Yucatan- Halbinsel vom 14.05.2016 bis 24.05.2016

 Yucatán, liegt im  nordwestlichen Teil der  gleichnamigen Halbinsel. Im Westen und Südwesten grenzt er an Campeche und im Norden an den Golf von Mexiko, im Süden und Osten an den Bundesstaat Quintana Roo. Yucatan hat eine Fläche von  38.402 km²,  auf der ca. 1,7 Millionen Menschen wohnen. Die Hauptstadt ist Merida. In diesem Bundesstaat  befinden sich einige der bedeutendsten Maya. Ruinenstätten wie  Chichen Itza und Uxmal.

Von Palenque fahren wir 380 km weit nach Campeche. Wir sind in Yucatan angekommen, schon zum zweiten Mal. Ungefähr vor neun Jahren waren in Yucatan, mit einem Mietwagen haben wir zwei Wochen die Yucatan-Halbinsel bereist, haben die Küste bewundert und Pyramiden bestiegen. Bei einigen Pyramiden ist es heute nicht mehr erlaubt hoch zu klettern. Wir werden neue Dinge erleben, manche Stätte nicht noch einmal besuchen und einige Sehenswürdigkeiten nicht erkunden, weil wir sie schon kennen. Also nicht verwundert sein, wenn manche „highlights“ nicht von uns besucht wurden, wie Uxmal uä.  Die letzten knapp 100 km führt die Strasse immer am Meer entlang.

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In Campeche finden wir einen Stellplatz an einem Hotel etwas ausserhalb des historischen Zentrums. Also nutzen wir den öffentlich Bus um uns die kleine Stadt genauer anzusehen. Bekannt ist Campeche für seine bunten Häuser und bei blauem Himmel und Sonnenschein, leuchten  die Farben noch mehr.

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Von Campeche aus besuchen wir die Ruine Edzna. Sie ist nicht sehr große dafür sehr gut erhalten und auf keinen Fall überlaufen, sogar nicht am Sonntagvormittag. Sonntags haben nämlich alle Mexikaner freien Eintritt in Museen und Ausgrabungsstätten.

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Auf dem Weg nach  Uxmal passieren wir noch die Grutas Xtacumbilxunan. Klar, halten wir an und machen uns auf den Weg unter die Erde. In der Mitte der Grotte ist ein ca 35 Meter tiefes Loch, das früher mit Wasser gefüllt war, an den Wänden sieht man noch die Leitern, auf den früher die Männer heruntergeklettert sind um in Tontöpfen, das Wasser aus der Grotte zu schöpfen.

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In Uxmal hat das kleine Hotel, das Campingplätze anbietet leider geschlossen, auf dem großen Besucherparkplatz der Ruinen wollen wir die Nacht nicht verbringen, zumal es noch recht früh am Tag ist. So beschliessen wir weiter bis nach  Merida zu fahren. Dort gibt es zwar leider keine uns bekannte Campingmöglichkeit in der Nähe vom Zentrum, aber 35 km ausserhalb am Meer finden wir ein Plätzchen für die Nacht. Am nächsten Tag nutzen wir die Annehmlichkeiten einer Großstadt. Wir fahren zu Fiat und lassen eine Inspektion am Wohnmobil machen. Ganz unkompliziert bekommen wir sofort einen Termin, alles wird gecheckt und nach zwei Stunden ist alles erledigt. Unser nächster Weg führt uns in ein großes Kaufhaus, denn unsere kleine handliche Kamera verweigert seit einigen Tagen ihren Dienst. Nach über zwei Jahren Dauerbeanspruchung hat sie wohl etwas zu viel Feuchtigkeit ab bekommen und das Objektiv lässt sich nicht mehr ausfahren. Bei Sears ist gerade Aktionswoche und wir bekommen 30% auf den Kauf einer neuen Kamera bei Barzahlung. Die Auswahl ist überschaubar, aber zufrieden verlassen wir den Laden mit einer handlichen Nikon für die Hosentasche mit einem 30-fachen optischem Zoom. Nachdem wir noch den Supermarkt gestürmt haben, machen wir uns auf den Weg nach Itzamal. Hier hat der Österreicher Harald ein kleines Romanik Hotel mit schönen Bungalows und einer großen Fläche für Camper.  Viele Overlander lassen ihr Fahrzeug hier auch stehen, wenn sie für einige Wochen in die Heimat zurückfliegen. Ungefähr 10 Fahrzeuge stehen ordentlich aufgereiht auf dem Grundstück. Wir bleiben zwei Nächte, nutzen das sehr gute Wifi, geniessen den Pool und die super sauberen Duschräume und erkunden die Stadt. Eine gute Gelegenheit auch die neue Kamera auszuprobieren. Abends gibt es dann ein wenig Abkühlung, als sich ein Gewitter mit heftigen Regenfällen über uns ergiesst.

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Uns zieht es weiter an die Küste. Aber erst müssen wir die bekannten Pyramiden von Chichen Itza besuchen. Ja, Willkommen in Yucatan, Willkommen im Tourismus! So viele englische und deutsch sprechende  Leute an einem Fleck haben wir die letzten vier Monate nicht gesehen. Wir sind etwas erschlagen von den vielen Menschen und schliessen uns der Menge an, die in die Ruine strömt. Viele Urlauber, die in Cancun am Strand urlauben,  machen meistens einen Ausflug nach Chichen Itza.  Die Pyramiden sind wirklich toll hier. Sehr gut erhalten. Leider kann man sie nicht erklettern. Auf der gesamten Anlage tummeln sich ganz viele Händler mit ihren Ständen um Souvenirs zu verkaufen. Das war in anderen Ruinenstätten auch der Fall. Leider überdecken die vielen, vielen  Händler  hier fast den eigentlichen Grund warum die Besucher hier sind.

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Nach knapp einer Stunde „fliehen“ wir aus dem Getümmel. 20 km außerhalb von Cancun hat der Kanadier Paul mit seiner mexikanischen Frau Cristina vor einem Jahr einen CP eröffnet. Es gibt einen schönen Pool, Cristina kocht in ihrem kleinen Palapa Restaurant auf dem CP und ihre Waschmaschine dürfen wir, gegen ein Entgelt, auch benützen. Also nutzen wir den Tag und waschen alles was wir finden können. Unsere Nachbarn, ein junges Paar aus Irland, sind die letzten acht Monate von Argentinien nach Mexiko gereist. Sie geben uns noch ein paar Reise- Tipps, viel Kleingeld in verschiedenen Währungen und  einige Lebensmittel, da sie am nächsten Tag für ein halbes Jahr nach Hause fliegen.  Nun ist es zum Meer nicht mehr weit. Wir fahren durch Cancun und an dem  nächsten großen Ferienort  Playa del Carmen vorbei nach Xpu-Ha.  Hier finden wir den kleinen Campinglatz Mundo Chalio. Die Besitzer sind Mexikaner, aber der Campground-Host ist ein deutsches Ehepaar. Dierck und Vera aus Norddeutschland. Die beiden sind sehr herzlich und wir fühlen uns direkt wohl. Im Schatten unter Palmen finden wir ein Plätzchen für unser Wohnmobil. Wir parken zwei bis vier  Mal hin und her, weil die Palmen voll Kokosnüsse sind und wenn die hinunterfallen, gibt es dicke Beulen oder auch Löcher im Auto.  Um uns herum nur weiser Sand, zum Strand sind es nur knapp 50 Meter.  Zwei Tage geniessen wir dieses Karibik-Flair. Weisser Sand, türkisfarbenes Meer. Herz was brauchst du mehr?Es gibt nur ein mittelgroßes Hotel hier in der Bucht, und zwei oder drei kleinere Cabana Anlagen. Sehr viel Betrieb ist am Strand nicht. Morgens trinken wir unseren  Kaffee alleine am Strand, okay Dierck und Vera haben das selber Ritual, also sind wir schon zu viert,  und abends zum Sundowner gehört der Strand wieder uns alleine, während die Gäste im Hotel Abendessen.

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Nachmittag sitze ich im Schatten um den nächsten Bericht für unsere homepages zu schreiben, als es kräftig kracht und neben mir zwei große Palmenwedel von der Palme abfallen inclusive einer Kokosnuss. Alles ist dreckig, ich komme mit dem Schrecken davon, die Kokosnuss ist neben mir und dem Tisch eingeschlagen. Alles gut gegangen.

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Vom karibischen Meer geht es für uns  weiter an die Laguna Bacalar. Mit tollem blauen Süß-Wasser und vielen Möglichkeiten am Wasser zu campen.  Wir entscheiden uns für Cocalitas. Die mexikanischen Besitzer sind unheimlich nett und wir finden ein schönen Platz zum campen auf ihrer Wiese am Wasser. Direkt hinter uns fahren Rhett und seine Freundin Liane auf das Grundstück, sie sind Amerikaner wohnen und arbeiten aber in Mexiko. Dieses Wochenende kommen sie auch zum campen an den See. Nach einem entspannten Bad in der Lagune in lau-warmen Wasser, verbringen wir einen lustigen Abend mit den beiden. Rhett hat 10 Jahre in Japan als Leiter einer Eliteschule gearbeitet und kann tolle Geschichten erzählen. Nun ist er in Mexiko verantwortlich für 50 Feriendomizile von gut betuchten Amerikaner, Kanadiern und Europäern. Auch hier gibt es viele Anekdoten an denen er uns teilhaben lässt.

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Nun wird es langsam Zeit sich auf den Grenzübergang nach Belize vorzubereiten. Im letzten großen Ort vor der Grenze in Chetumal gibt einen CP direkt am Meer, den viele Overlander  nutzen bevor sie nach Belize einreisen. Dort angekommen treffen wir Joe und Joecy wieder, die beiden haben wir vor ca sechs Wochen in San Miguel de Allende kennengelernt. Und John und Mandy aus den USA lernen wir auch kennen. Wir haben alle das gleiche Ziel, Belize.  Aber vorher machen wir noch einen Einkauf bei Walmart, tanken voll, füllen Gas und Wasser auf und gehen ein letztes Mal lecker mexikanisch Essen.  In Belize wird alles etwas sehr viel teurer werden. Ja, und wir entscheiden uns noch zwei neue Reifen zu kaufen.  Die Vorderreifen werden hinten aufgezogen und die neuen Reifen kommen nach vorne. Wir geniessen zwei Tage auf dem schönen CP direkt am Meer, schwimmen im Pool,  quatschen mit den anderen vieren und nutzen das Internet für einige Recherchen.

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Nun kann es los gehen!  Hasta la vista, Mexico!  Hello, Belize!

Fazit: Yucatan hat tolle Sehenswürdigkeiten und die Karibikküste ist ein richtiger Traum, wenn man sich von den großen Touristenorten fern hält. Wobei wir jeden  verstehen können, der an diesen tollen Stränden seinen Urlaub verbringen möchte. Leider war es nicht so einfach in Yucatan Campingplätze oder Stellplätze zu finden. Mehr als ein Mal standen wir vor verschlossenen Türen und brauchten eine Alternative. Aber auf den Plätzen, auf denen wir übernachten haben, hatten wir immer tolle freundliche Gastgeber!

 Fazit: Mexiko gesamt: Insgesamt hat uns Mexiko super gefallen. Viel haben wir vom Land gesehen, einiges von seiner Kultur kennen gelernt. Die ganze Zeit haben wir uns sicher und wohl gefühlt. Wir sind weder betrogen worden, noch von Rebellen angehalten worden um eine zusätzliche Strassengebühr zu entrichten, noch hat die Polizei versucht über uns ihr Gehalt aufzubessern. Eigentlich hat uns nie Polizei angehalten. Die Militärs, die die Strasse an der guatemalischen Grenze  kontrollieren, waren immer freundlich und wenn sie unser Fahrzeug inspiziert haben ( was nur zweimal passiert ist) , dann eher aus Neugierde und immer mit einem Wort des Lobes über dieses schöne Fahrzeug. Die Menschen waren sehr freundlich und geduldig mit uns und unseren mangelhaften Sprachkenntnissen. Alle warnenden Horror-Geschichten können wir nicht bestätigen. Natürlich haben wir für uns einige Regeln aufgestellt, wir sind nicht im Dunkeln gefahren, haben nicht wild gecampt, und sind die Küstenstrasse nach Acapulco nicht gefahren, weil das Deutsche Auswärtige Amt davor auf seiner Internetseite warnt. Für uns ist Mexiko ein tolles Land mit tollen Menschen, das seinen Besuchern ganz viel zu bieten hat.

 

Dieser Beitrag gehört zu Mexiko 2016, Mittelamerika, Reiseberichte

3 thoughts on “Mexiko: Yucatan – Halbinsel

  • Michael+Bärbel 8. Juni 2016 at 13:08

    Toll toll toll tausend Küsse und gute fahrt bussi Bärbel

  • cubecom 13. Juni 2016 at 14:31

    Glück auf!

    ich versuche mich mal an einem Kommentar mit mehreren Zeilen. Das tue ich erfreulicher Weise gerne aus München, obwohl das Wetter hier auch nicht besser ist als daheim… Nun denn das muss ja auch nicht, wo gerade alles im Fussballfieber ist. Bei euch ist ja mehr Copa America 😉

    Liebe Grüße

    Nicole

  • Birthe 13. Juni 2016 at 16:31

    Kein Wunder, dass es Euch so gut geht – man muss sich nur die tollen Photo’s ansehen. Seht froh und zufrieden aus – die Turteltaeubchen :o). Weiterhin gute Fahrt und immer schoen aufpassen, dass Euch nicht doch noch eine Kokosnuss auf den Kopf faellt – ein Schutzhelm waere vielleicht eine gute Investition :o).

    Ganz liebe Gruesse aus Australien. Eure Birthe und Clan :o)

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