Argentinien von Rosario nach Chubut

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Argentinien vom 12.02.2018 -11.03.2018

Unser kurzer vierwöchiger Heimataufenthalt in Deutschland ging diesmal schnell vorbei. Auf der einen Seite, weil wir einigen aufwendigen Papierkram persönlich erledigen mussten, zum anderen war Birgers Schwester aus Australien mit ihrer Tochter auch auf Heimatbesuch und es gab viel zu erzählen. Drei Jahre hatten wir uns nicht gesehen. Die Zeit mit Freunden und Familie beim abendlichen Kartenspielen oder gemeinsamem Essengehen haben wir sehr genossen. Ja, etwas kalt war es schon in Norddeutschland, aber in Uruguay hat uns ja der Sommer empfangen. Nach einem angenehmem Nachtflug kamen wir recht ausgeschlafen in Montevideo an. Mit dem Taxi ging es zügig zum Busterminal, von dort aus schon 30 Minuten später weiter mit einem Bus nach Nueva Helvetia. Es lief alles wie am Schnürchen und nach 2 Stunden Busfahrt wurden wir schon von Rolf, dem Besitzer des Hotels Suizo, an dem unser Womo geparkt war, mit unseren Autoschlüsseln in der Hand erwartet. Wir fühlten uns direkt wieder heimisch. Nach dem wir unsere Tasche ausgepackt hatten, kurz einkaufen waren, den Wassertank im Womo aufgefüllt hatten, haben wir uns einen schönen Platz bei Rolf auf der Campingwiese gesucht. Alfred und Yvonne aus Deutschland waren schon dort, die beiden leben in Irland und reisen seit über sechs Jahre jeweils im irischen Winter mit ihrem Transit durch Südamerika. Am nächsten Tag kommt Ritro aus der Schweiz noch dazu, wir haben ihn im Dezember kennengelernt und das Hallo ist groß. Wir trinken zusammen Kaffee und er erzählt uns was bei ihm so alles passiert ist in den letzten 10 Wochen. Es ist gemütlich auf dem Platz, Birger zieht es aber auf die Strasse. Wir beschließen noch einen Ruhetag einzulegen bevor es los geht. Ja, aus diesem einem Tag werden dann schnell fünf Tage. In meinem Handgepäck hat sich wohl der deutsche Grippevirus versteckt und wurde von zwei Tagen uruguayischer Sonne hervorgelockt. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so krank war. Zwei Tage habe ich durchgeschlafen, alles genommen was die Hausapotheke hergab und nach vier Tagen konnte ich wieder mit beiden Augen in die selbe Richtung schauen. Mittlerweile hat sich die Campergemeinde vergrößert. Silvia und Randi aus Saarbrücken kamen (mit Wick-Vaporup in der Hausapotheke, vielen dank nochmal!),Helmut aus dem Schwabenland  und Heike und Jürgen aus der Nähe von Stuttgart. Eine wirklich lustige Truppe, der Abschied viel nicht leicht. Aber die Reise muss ja mal beginnen. Die erste Tour führt uns ca 280 km bis an die Grenze von Argentinien. Am nächsten Morgen geht es direkt über die Grenze. Wie immer ist der Grenzübertritt entspannt und in 20 Minuten ist alles erledigt. In Argentinien füllen wir unseren  Kühlschrank, man darf ja weder Fleisch noch Obst/Gemüse mit über die Grenze nehmen und tanken voll. Eine längere Strecke liegt vor uns. Die ersten 200 Kilometer sind eher langweilig, bis auf einen kleinen Vorfall, der uns einen recht großem Steinschlag auf der Windschutzscheibe hinterlässt. Dann führt uns die Straße durch eine Art Lagunengebiet. Auf einem Damm entlang fahren wir ca 100 km, rechts und links ist Wasser, kleine Felder, einige Vögel.

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