Costa Rica Teil 2: Karibikküste

von Christiane
Costa Rica Teil 2: Karibik Küste vom  5.08.2016 – 26.08.2016

 Costa Rica (übersetzt „reiche Küste“) liegt in Zentralamerika, im Norden grenzt Costa Rica  an Nicaragua im Süden an Panama. Im Osten ist er durch die Karibik und im Westen durch den Pazifik begrenzt. Auf einer Fläche von 51.000 qkm leben 4,8 Mio Menschen. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern der Region gibt es im Land seit den 1950er Jahren eine stabile Demokratie und blieb durch frühzeitige sozialpolitische Maßnahmen  von der in Lateinamerika des 20. Jahrhunderts weit verbreiteten Problematik der sozialen Unruhen, Bürgerkriege und Diktaturen verschont. Angesichts damaliger bewaffneter Konflikte in benachbarten Ländern erklärte es 1983 seine „dauerhafte und aktive unbewaffnete Neutraliät“ und wird auch als „dieSchweiz Zentralamerikas“ bezeichnet. In den letzten 40 Jahren wurde viel Geld in  Bildungs- und Gesundheitsprogrammen investiert. Costa Rica ist recht fortschrittlich, das Land gewinnt mehr als 90 % seines Energiebedarfs aus regenerativen Quellen  und der Ökotourismus wird stark gefördert. Rund 27 % der Landesfläche stehen unter Naturschutz.  Es gibt mehr als 160 Schutzgebiete wie biologische Reservate, Nationalparks und Naturschutzgebiete. Es gibt 26 Nationalparks über das Land verstreut mit ganz unterschiedlichen charakteristischen Merkmalen. Die Bevölkerung setzt sich aus 94 % Mestizen („Mischlingen“) und Weißen, 3 % Afroamerikanern, 1 % Indios, 1 % Chinesen  und 1 % Sonstigen zusammen. Umgangssprachlich werden die Einwohner Ticos und Ticas genannt. Unter den Costa-Ricanern mit afrikanischer Abstammung sind viele Nachkommen eingewanderter Arbeiter von den westindischen Inseln, die daher zumeist ein englisches Kreol sprechen. Costa Rica hat den geringsten Anteil rein indigener   Bevölkerung unter den mittelamerikanischen Staaten. Etwa 60 % der Costa-Ricaner leben in Städten. Zwei Drittel der Einwohner des Landes leben im klimatisch begünstigten Hochland. Mindestens 25 % der Einwohner sind unter 25 Jahre alt. Die Arbeitslosenquote beträgt offiziell ca. 8 %, liegt bei Jugendlichen jedoch weitaus höher. Viele Kinder und Jugendliche der Armenviertel in San José sind in kriminellen Straßenbanden organisiert (sog. chapulines, „Kapuzenträger“). Raub und Drogenhandel spielen eine große Rolle. Die Bevölkerung ist überwiegend  christiich, ca. 62% gehören der römisch katholischen Kirche an und ca 21 % der protestantischen Kirche, daneben gibt es noch andere Glaubensgemeinschaften wie die Zeugen Jehovas oder die Mormonen.) Das Land hat ein hohes Bildungsniveau, die Analphabetenquote ist mit 4,2 Prozent nach Kuba (mit 3 %) die zweitniedrigste Mittelamerikas und eine der niedrigsten in Lateinamerika und sowohl in den Industrie- und Entwicklungsländern. Es gilt eine sechsjährige Schulpflicht. Größte Wirtschaftsfaktoren sind der Tourismus, die Landwirtschaft ( zweit größter Bananenexporteur und größter Ananasexporteur der Welt),  die Firmen Dole, del Monte und Chiquita sind hier ansässig,  und die Technik-Industrie ( Chip-Herstellung)

Einige Dinge stehen auf unserer to-do Liste und wir bräuchten mal die Infrastruktur  einer größeren Stadt. Ein neuer Ersatzreifen ( auch wenn wir noch einen zweiten haben) müßte gekauft werden und  Briefe zur Post gebracht werden. So fahren wir  nach San Isidor um alles zu erledigen. Reifen in der von uns benötigen Größe zu bekommen, war bis jetzt kein Problem. In Costa Rica schon, zwei Händler können uns gar nicht helfen, einer hat einen Reifen in unser Größe aber eher für PKWs, nicht für Womos, ja und dann finden wir doch noch einen Händler, der aus seiner letzten Ecke noch einen passenden Reifen für unser Womo hervor kramt. Nach dem dieser Punkt somit erledigt ist finden wir einen zentralen Übernachtungsplatz beim Best Western Hotel. Dort können wir auf dem Parkplatz campen, das Hotel liegt fussläufig in die Stadt, trotzdem ist es  sehr ruhig und der Mitarbeiter an der Rezeption ist sehr hilfsbereit und geniesst es seine Englischkenntnisse ans uns auszutesten.  Er telefoniert etwas rum um die Adresse der Post im Ort ausfindig zu machen und mit einer guten Wegbeschreibung machen wir uns auf den Weg. Wir schauen nicht schlecht, als wir an der Post ankommen und ca 25 Menschen vor uns in der Schlange stehen, bzw. auf Stühlen sitzen. Wir ziehen eine Nummer und warten. Der nette Tico neben mir spricht englisch und wir quatschen ein bisschen, er ist 9 Nummern vor mir an der Reihe….! Eine nette Lady kommt an uns vorbei und bietet uns zwei Wartenummern an, sie hat wohl mehrere gezogen…. so verkürze ich meine Wartezeit um lockere 14 Plätze.  Gerne gebe ich mein Original Wartenummer an andere weiter, die erst nach mir dran wären.  Es ist eben nicht Deutschland! Der Ort  selbst ist recht groß und ohne jede Attraktion, wir schlendern durch die Strassen, shoppen etwas und schauen im Fernsehen in einer kleine. Bar den Auftakt der Eröffnung der Olympischen Spiele in Brasilien. Froh alles erledigt zu haben.  Unser Ziel ist nun die Karibikküste.  Dafür müssen wir erst durch die Berge fahren. Auf knapp 3000 Metern verbringen wir den Tag auf der Cabana Mirador de Quetzal. Hier soll es den selten Vogel gleichen Namens geben.  Wir laufen einen vier Kilometer langen Wanderweg, sehen viel aber keine Quetzal.

In der Nacht fällt das Thermometer auf 7 Grad, es ist etwas frisch aber wir schlafen richtig gut.  Wir verlassen die Höhenlage wieder und verbringen drei Tage bei Freddie und Franziska aus der Schweiz in  Orosi! Auf ihrem Grundstück dürfen Reisende campen oder auch in einer ihrer zwei Kabanas übernachten, Franziska hat eine Bäckerei im Ort mit tollen leckeren Backwaren, die sehr an Zuhause erinnern, und Freddie bietet Motorradtouren an. Wir sind nicht die einzigen Gäste. Christoph und Daria aus Graz gesellen sich zu uns, die beiden Studenten reisen 9 Wochen mit einem gemieteten Jeep mit Dachzelt durch Panama, Costa Rica und Nicaragua. Die beiden sind auch Afrika Fans und haben schon einige Touren gemacht, es gibt also viel zu erzählen. Am nächsten Morgen teilt uns Christoph mit, dass sein Autovermieter ihm geschrieben habe, dass in San Jose alle Taxis streiken und die Strassen wohl verstopft sind.  Wir schauen uns ein paar Bilder im Internet an und beschließen noch eine Nacht  zu bleiben. Denn San Jose wäre heute unsere Richtung gewesen.  Die Zeit nutzen wir um die ersten Angebote für die Verschiffung von unserem Womo von Panama nach Kolumbien einzuholen. Zwar sind die beiden Länder auf dem Landwege miteinander verbunden, aber es fehlen 100 km Strasse, es gibt auf diesem letzten Abschnitt nur undurchdringlichen Dschungel.  Schnell wird klar, dass die für uns interessanten Schiffe Mitte September in Panama ablegen. Wir haben also Zeit. Birger macht sich noch einmal die Mühe nach einem kleinen Apartment zu suchen. Wir, also mehr ich, habe Lust auf eine Pause vom Reisen.  Tatsächlich findet er eine schöne Unterkunft direkt am Strand, Meerblick vom Balkon. Die amerikanische Besitzerin, Amy, glaubt , dass wir mit unserem großen Womo in  der Apartmentanlage im umzäunten Bereich parken könnten. Sicher ist sie sich nicht.   Wir vereinbaren mit ihr via email, dass wir uns alles vor Ort anschauen und wenn wir sicher innerhalb des Geländes parken können würden wir den Mietvertrag unterschreiben. Amy lässt sich auf den Handel ein, läßt ihr  Apartment vorsichtshalber für uns reinigen. Am nächsten Tag fahren wir 300 km ca 6 Stunden zurück zur Pazifikküste. Barbara, die Property Managerin und gebürtige Kölnerin,  empfängt uns freundlich. Zeigt uns die kleine Apartmentanlage und wir sind ganz glücklich, der Parkplatz und die Einfahrt sind groß genug für unser Womo. Playa Junqullial ist recht einsam gelegen, Restaurants und Minisupermarkt sind 3 km vom Apartment entfernt. Aber wir wussten dies vorher und haben bereits in San Jose einen Walmart leer gekauft.  10 Tage sind wir richtig faul. Lesen, schwimmen im Pool, spazieren am Strand entlang, schlafen, surfen im Internet und planen unsere Verschiffung. Es ist sehr entspannend. Das Apartment ist nett eingerichtet, der Balkon richtig groß, der Blick ein Traum, das Wetter unglaublich schön, trotz Regenzeit.

Als der Abreisetage kommt habe ich sechs Bücher gelesen und Birger alle  deutschen online Nachrichten und deutschen  Zeitungen, und er hat fleissig  die Weiterreise durch Panama und Kolumbien geplant. Die Verschiffung steht soweit für den 10. September fest. Nun geht es aber wirklich Richtung Karibikküste. Ausserdem  haben wir einen Termin. Zunächst aber geht es wieder in die Berge, und wir übernachten noch einmal am Restaurant „Dona Julia“ in der Nähe vom Vulkan Poas. Vor allem, weil uns das Essen dort so gut geschmeckt hat und wir ausserdem einen Zwischenstopp brauchen zwischen den beiden Küsten. Die nächsten zwei Tage verbringen wir in dem kleinen Ort Cahuita direkt am karibischen Meer. Die Sonne scheint und die Luftfeuchtigkeit liegt um die 90 %. Da kommt man schon beim Nichtstun ziemlich ins Schwitzen. Bei Maria campen wir im Garten, haben Blick auf das Meer, der Strand ist ca 100 Meter entfernt, wir haben ein eigenes Bad und gutes Internet. Der Ort ist überschaubar und  ein wenig auf Touristen eingestellt mit einigen Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants und Bars. Nicht weit von uns entfernt ist die ReggaeBar, mit guter Musik, günstigen Getränken, einer netten Pächterin aus Italien und tollem Blick auf Strand und Meer.

Hier treffen wir einige Rentner aus USA und Europa, die sich hier eine zweite Heimat aufgebaut haben. Am  zweiten Tagen verlassen wir unsern Campingplatz bei Maria morgens ganz früh,  denn wir wollen den   Tortuguero Nationalpark  besuchen, dort kommt man nur mit Booten hin und kann dort viele Tiere sehen unter anderem auch Schildkröten. Es ist die richtige Zeit um zu sehen wie die Meeresschildkröten nachts an den Strand kommen,  ihre Eier ablegen, diese vergraben und wieder ins Wasser zurück gehen.  Wir haben eine Tour von der Stadt Moin/Limon aus gebucht und Francesca, die Veranstalterin, war uns behilflich einen sicheren, bewachten Stellplatz an einem Hotel in der Nähe des Abfahrthafens für unser Womo zu finden. Es gibt auch  einen großen Parkplatz in Moin direkt an der Anlegestelle der Tourboote, der ist leider nachts nicht bewacht und nur umzäunt.  Modesto unser Torbegleiter holt uns wie vereinbart direkt mit dem Boot an der Mole des Hotels ab. Mit von der Partie sind noch Diego und Victor aus Italien und Liana und Marianna aus Kanada.  Gemeinsam werden wir die nächsten zwei Tage verbringen. Die Bootstour von Moin durch die Kanäle nach Tortuguero dauert ca 3,5 Stunden. Unterwegs sehen wir viele Vögel, Affen, ein Korkodil und einen Kaiman. Modesto hat viel Wissen, ein gutes Auge und zeigt uns viel.

Am späten Mittag kommen wir in unserem Quartier der Laguna Lodge an.  Ein schönes Areal mit einfachen Bunglows, genauso simple ist auch das Mittagessen.  Am Nachmittag  bringt uns Modesto mit dem Boot in die Stadt. Na gut ins Städtchen, Tortuguero ist ein ganz kleiner Ort, der vom Tourismus lebt. Bevor wir das Boot verlassen fragt Birger noch, wo es denn eine nette Bar im Ort gäbe. Modesto ist auch hierbei behilflich und schickt uns zur Taverna.  Da sehr dunkle Wolken aufziehen, machen Birger und ich uns direkt auf den Weg „an das andere Ende der Stadt“  ( wir laufen ca 300 Meter) finden die Bar, gehen durch einen dunklen Eingang ( den wir sonst nie betreten hätten) , und finden uns auf einer großen überdachten Terrasse direkt am Fluss wieder.  Klar, sind wir die einzigen Touristen, aus den Lautsprechern der Karaoke, Tanzbar klingt coole Reggae Musik und um uns herum sieht jeder zweite aus wie  Bob Marley…..! Freundlich wie immer werden wir empfangen, geniessen den Blick auf den Fluss und sitzen im Trockenen während draussen kurz die Welt untergeht. Der Regen hört auch bald wieder auf und wir gelangen trocken mit dem Boot zurück zur Lodge.

Aber dann…. beginnt ein Tropenregen, der es in sich hat und der hört auch die nächsten 24 Stunden nicht auf. Innerhalb weniger Stunden stehen alle Wege in der Lodge unter Wasser…. wäre alles nicht so schlimm, aber wir haben ja noch eine Verabredung mit den Schildkröten am Strand.   Der Besuch und die Beobachtung der Schildkröten am Strand, der zum Glück, direkt an der Lodge ist, ist stark reglementiert und durchorganisiert. Unsere Gruppe darf mit unserem Führer Juan  bei strömendem Regen um 21.30 Uhr den Strand betreten. Insgesamt sind wir 3 Gruppen à 6-8 Personen. Am Strand werden wir wiederum von zwei Führern erwartet.  Diese sagen unseren Führern wiederum wo welche Schildkröte gerade zu sehen ist und bei welcher Tätigkeit sie zu sehen ist. So dass wir nicht ziellos über den Strand laufen. Licht, Kameras, Handys, alles ist verboten. Also gibt es keine Bilder von dem Teil der Tour. Tut uns echt leid. Juan hat eine klein Infrarotlampe und leuchtet ein wenig den Weg.  Mit Regenschirm,Regenjacke und leider in Turnschuhen, da wir unsere Badelatschen im Womo gelassen haben, betreten wir den Strand.  Uns sind sofort beeindruckt. Die erste Schildkröte, die wir beobachten vergräbt gerade mühevoll ihre Eier, wir stehen so nach dran, dass wir von dem Sand den sie hochwirft getroffen werden. Solche Bilder kennen wir nur aus dem Fernsehen und der Regen ist vergessen.  Nach 10 Minuten müssen wir den Platz räumen, die nächste Gruppe darf schauen. Während dessen erzählt uns Juan alles was er über die Schildkröte weiß und wir werden auch alle unsere Fragen los. Dann steht der Strandführer wieder bei uns, und sagt eine  Schildkröte legt gerade Eier. Im Dunkeln geht es ein Stück den Strand entlang, mittlerweile sind die Schuhe voll Wasser gelaufen….( Barfusslaufen ist verboten, Verletzungsgefahr im Dunkeln)  und wir stehen hinter einer Schildkröte und sehen im Licht der Infrarot Taschenlampe wie sie ihre Eier in das vor gegrabene  Loch legt, eins nach dem anderen, insgesamt ca 120 Stück…… Aber nach dem 30 Ei, müssen wir den Platz für die anderen Besucher räumen. Wir sind sprachlos und können nicht fassen, was wir da gerade gesehen habe.  Nun heisst es warten  oder Alternativ einen längeren Weg am Strand zurück legen, um eine Schildkröte dabei zu beobachten wie sie vom Land zurück ins Meer geht. Aber dann steht der Strandführer wieder vor uns und sagt, die erste Schildkröte, die ihre  Eier vergraben hat, sei nun schon auf dem Weg über den Strand zum Wasser. Nichts wie hin, wir stolpern im Dunkeln über den Strand  und würden der Schildkröte gerne helfen den Weg schneller zurück zu legen. Sie ist merklich erschöpft vom Loch graben, Eier legen, Loch zu buddeln, und nun wieder über den Strand robben. Alle sind ganz glücklich, als die Schildkröte im Meer verschwindet und anfängt zu schwimmen. Juan fragt ob wir noch länger am Strand bleiben wollen um uns noch andere Schildkröten anzuschauen, aber wir sind alle so durchnässt, dass wir verzichten.   Es war ein tolles  und wirklich einmaliges Erlebnis für uns. Schade, das gerade an diesem Tag das Wetter überhaupt nicht auf unsere Seite war.  Es regnet noch am nächsten Morgen, so dass die 2,5 stündige Bootstour durch den Nationalpark am nächsten Morgen ausfällt und wir nach dem Frühstück wieder nach Moin fahren. Aber einige Tiere sehen wir trotzdem noch auf der Rückfahrt.

Von Moin fahren wir zurück zu Maria, es hört auch auf zu regnen und nachmittags scheint schon wieder die Sonne. Vergeblich versuchen wir unsere durchnässten Turnschuhe bei der hohen Luftfeuchtigkeit in der Sonne trocken zu kriegen.  Von Cahuita aus fahren wir zur Punta Uva.  Diese Playa soll eine der schönsten in der Karibik hier sein. An dem Hotel/Restaurant Arricife möchten wir campen. Die junge Lady an der Bar ist super nett, spricht perfekt Englisch und gibt uns drei Möglichkeiten wo wir campen könne, direkt vor der Restaurantterrasse  auf dem Parkplatz mit Meerblick, neben dem rechten „Hotelgebäude“ auf einem Platz ( zu sandig, Einfahrt zu eng) oder am linken Gebäuden ( nett, eingezäunt, viele Bäume, Meerblick,   aber  auch mit Blick auf die Küche der Bar). Wir entscheiden uns spontan für den Platz vor dem Restaurant, es gibt zwar keine Zaun etc aber sie versichert alles ist auch nachts sicher. Ausserdem schliesst das Restaurant um 17.00 Uhr und somit ist es abends ruhig.  Der Ast eines Baumes stört uns ein bisschen beim einparken und rangieren, wir kommen nicht unter dem Baum her. Aber dies ist kein großes Problem ein netter Kollege kommt  mit seiner Machete vorbei und schlägt den Ast ab….. und stört dabei ein paar Insekten… ein etwas größeres schwarzes Insekt eine Art Biene fliegt  in Panik auf mich zu und sticht mich aufs Augenlid.  Es geht alles so schnell. Ja, auch mein Auge schwillt schnell an. Eis ist aus der Bar schnell organisiert und ich setzte mich mal besser hin, denn ich weiss ich reagiere etwas heftig auf manche Stiche. Der arme Macheten Mann ist ganz unglücklich und entschuldigt sich tausendmal, aber es ist ja nun wirklich nicht seine Schuld.  Die nächsten drei Tage sehe ich aus wie die kleine Schwester von Karl Dall ( nein, Beweisfotos gibt es keine). Das Augen schwillt vor allem nachts ziemlich zu, aber nach drei Tagen ist alles wieder okay.  Wir geniessen trotzdem die Tage am Strand. Toller heller Sand, warmes Wasser, schöne Palmen. Wir im Bilderbuch.

Dazu kommt noch, das wir ganz viele Faultiere sehen. Das erste bei einem Strandspaziergang, einige Leute stehen um einen Baum und schauen nach oben, wir gehen hin und schauen auch … Bitte schön! Ist es nicht unglaublich niedlich!

Da die Tiere sich ja nicht so viel bewegen, gehen wir drei mal am Tag hin zum Schauen.  Am nächsten Tag kommt unser Macheten Mann und führt uns in den Garten hinter der Bar und zeigt uns ein schlafendes Faultier im Baum!

Als wir von unserem morgendlichen Strandspaziergang zurück kommen, stellen wir unsere Stühle in den Schatten und wollen den Meerblick geniessen, als ich ein sich bewegendes Faultier im Baum entdecke direkt über uns. Also drehen wir die Stühle um und schauen uns nun nicht das Meer an sondern das Faultier im Baum….! Unglaublich wie grazil diese Tiere klettern können, und wie sie Kopfüber im Baum hängen auch an schmalen Ästen und mit der anderen Hand Blätter greifen und essen.  Die Gesichter der Faultiere sind auch so so süß!

Nun wird es  nach fünf Wochen leider Zeit, dass wir unsere Zelte in Costa Rica abbrechen und wir uns auf den Weg nach Panama machen. Am 10.September soll unser Womo mit dem Schiff von Colon/Panama nach Cartagena/Kolumbien gebracht werden.  Drei Tage vorher müssen wir Womo im Hafen abstellen und vorher alle Formalitäten erledigt und alle Zolldokumente beisammen haben.

Auf Wiedersehen Costa Rica!

 Fazit: Costa Rica hat uns super gut gefallen! Das Land ist sehr vielfältig und wir, die gerne Tiere beobachten, sind  auf unsere Kosten gekommen. Zwei Küsten umschliessen das Land, Vulkane im Landesinnere.  Die Menschen waren sehr freundlich. Wir haben viele Auswanderer kennengelernt, vor allem Schweizer,  und haben über sie viel über das Land erfahren. Ja, Costa Rica ist viel touristischer als die Länder vorher, aber dadurch ist natürlich die Infrastruktur für uns Reisende auch viel besser und es ist einfacher „on the road“ zu sein. Ein schönes Land, auf jeden Fall eine Reise wert. Wir haben uns sehr zuhause gefühlt.

 

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