Die Nationalparkroute Teil 1

von Christiane
Die Nationalparkroute Teil 1: Yosemite NP, Valley of Fire, Death Valley, Zion NP, Antilop Canyon, Grand Canyon North Rim, Bryce NP  vom  28.08.2014 -10.10.2014

 Kalifornien: (auch genannt: Golden State) Der Bundesstaat Kalifornien erstreckt sich über eine Fläche von 404.000 qkm und hat ca. 36 Mio Einwohner. Die Hauptstadt ist Sacramento. Berühmt für: Disneyland,Demonstrationen und Erdbeben, Hollywood, Silikon Valley, Surfen

 Utah: (auch genannt: Mormon State) Der Bundesstaat Utah erstreckt sich über eine Fläche von 212.000 qkm und hat ca. 2,3 Mio Einwohner. Die Hauptstadt ist Salt Lake City. Berühmt für: Mormonen, rote Felsen der Canyons

 Nevada: (auch genannt: Silver State) Der Bundesstaat Nevada erstreckt sich über eine Fläche von 284.000 qkm und hat ca. 2,4 Mio Einwohner. Die Hauptstadt ist Carson City. Berühmt für: Las Vegas, Silbervorkommen, Ufos, legale Prostitution

 Arizona: (auch genannt: Grand Canyon State ) Der Bundesstaat Arizona erstreckt sich über eine Fläche von 295.000 qkm und hat ca. 5,9 Mio Einwohner. Die Hauptstadt ist Phoenix. Berühmt für: Grand Canyon, Saquaro Kakteen, Heimat des Apachen-Häuptlings Geronimo

Der Weg von der Küste zum Millerton Lake in der Nähe von Fresno führt uns am Rande des Nappa Valley und des Somona Valley vorbei. Die Weinfelder ( Weinberge gibt es hier eher nicht, das Land ist zu flach) dominieren das Landschaftsbild und viele Winerys  laden zur Verkostung ein. Ein wirklich langer Stau im Valley gibt uns die Gelegenheit  uns alles genau anzuschauen ;-). Unser erster Stau in den USA und gerade an dem Tag, an dem wir eine Verabredung haben.  Karen und Marty warten zum Glück auf uns und wir suchen gemeinsamen einen Campingplatz. In der Recreation Area vom Millerton Lake finden wir zwei schöne Plätze mit Seeblick und geniessen den gemeinsamen Abend. Die beiden haben schon viel gesehen und erlebt und haben die Gabe ganz toll erzählen zu können. Unser Vokabular vergrößert sich an diesem Abend wahnsinnig. Beide sind auch politisch sehr interessiert und so ist Europa auch ein großes Thema an dem Abend. Als Karen Schokolade aus ihrem Sprinter holen will kann sie nur noch Reste finden und  Besucher hat sie auch. Zwei Waschbären haben im Dunkeln die offene Tür des Sprinters genutzt und sich ein Abendessen genehmigt. Die Lieblingsschokolade von Karen fanden sie auch ganz toll.

Am nächsten Morgen verabschieden wir uns in entgegen gesetzte Richtungen und verabreden, uns wieder mal zu treffen. Vielleicht bei den beiden in Florida. Unser Weg geht weiter in den Yosemite NP.  Dies ist der erste National Park  (NP) auf unserer Strecke, die wir die nächsten ca 6 Wochen bereisen werden. Die Bundesstaaten Utah, Nevada, Arizona sind bekannt für ihre vielen tollen NP und wir wollen uns einige viele von ihnen anschauen und erwandern. Das Glück ist diesmal auf unserer Seite, der Himmel ist blau, die Sonne scheint… das sind die besten Voraussetzungen für einen Besuch im  Yosemite NP.   Am frühen Mittag erreichen wir den Glacier Point Aussichtspunkt und haben eine tolle Sicht auf die wirklich spektakuläre  Felslandschaft. Kurze Wege führen entlang der Felsen und geben immer wieder neue Blicke frei.

Die CP im Yosemite Valley Village sind alles ausgebucht (und dass Ende September nachmittags um 14.00 Uhr) und wir entscheiden uns ein bisschen weiter in den Park rein zu fahren. Dort finden wir einen freien CP . Der uns zugewiesene Platz ist jedoch so schräg, dass wir vergeblich versuchen, das Womo irgendwie halbwegs gerade zu parken, wir wollen ja nachts nicht seekrank werden. Nach einer Stunde geben wir auf und lassen uns einen anderen Platz geben. Etwas erstaunt sind wir als nach ca zwei Stunden neben uns ein Womo einparkt auf einem sehr großem, sehr flachem und sehr geraden asphaltierten  Stellplatz. Der Stellplatz ist eigentlich  für Behinderte und die  Fahrer des Womo, Anne und Robert aus Deutschland, haben bei der Verteilung der Stellplätze einfach mal richtig Glück gehabt. Gemeinsam sitzen wir abends am Campfire und später bei uns im Womo und es wird ein langer, lustiger Abend.  Wir fahren am nächsten Tag  den Tioga Pass (3000 Meter hoch) entlang.

Diese wunderschöne Strecke führt uns aus dem Yosemite NP hinaus zum Mono Lake (1000 Meter hoch). In dem See stehen Tuffs ( Tuffsteine). Dies bizarren skulpturgleichen Felsformen bestehen aus Kalziumkarbonat. Der gesamte See liegt in einer für uns ungewöhnliche trockene, raue Umgebung, mit tollen Farben.

Aber es wird noch trockener in den nächsten Tagen und noch bizarrer. Das Death Valley empfängt uns mit einer angenehmen Wärme von ca 40 Grad, hier wird es über 50 Grad heiss im Sommer, im Schatten versteht sich……. Unsere erste Nacht verbringen auf einem CP im Death Valley. Zum CP gehören noch ein Motel, eine Tankstelle und ein Restaurant mit Kneipe. Alles liegt Mitten im Nichts und wir sind dabei. Abends geniessen wir die Aussicht auf diese trockene Wüstenei bei Bier und Pizza  ;-). Uns beeindruckt die Landschaft sehr und wir halten am nächsten Tag bei der Durchfahrt durchs Valley  an jedem sich bietenden Aussichtspunkt an. Die Bilder werden der Landschaft nicht gerecht, wir machen trotzdem viele, viele Bilder.

Die nächste Nacht verbringen wir ausserhalb von Death Valley auf einem kleinen CP mit Pool, den wir für uns alleine haben, also den Pool und eigentlich den ganzen CP… Eine kleine grüne Oase. Die  einige  CP im Valley öffnen erst Mitte Oktober, da es vorher zu heiss ist ;o). Mietcampingfahrzeugen ist die Durchfahrt durchs Valley erst ab dem  1.Oktober seitens der Vermieter erlaubt, alles wegen der Hitze.

Um Las Vegas machen wir erstmal einen Bogen, denn es ist Wochenende und dann sind Campingplätze, Hotels etc viel teuerer als während der Woche. Wir werden am Ende der NP Runde wieder an Las Vegas vorbei kommen und uns dann in das Gewühl stürzen.

Das nächste Ziel ist das Valley of Fire. Es besteht aus ganz tollen, roten Felsen.  Die rote Farbe entsteht durch oxidiertes Eisen und Eisensulfate, die sich im Gestein befinden. Unser CP ist toll wir bekommen einen Stellplatz direkt zwischen den Felsen!

Am Abend lernen wir Udo und Claudia kennen, die beiden sind seid einem halben Jahr unterwegs und stehen leider kurz vor ihrer Abreise. Das stimmt sie nicht so fröhlich, aber begeistert geben sie uns viele Tips für unsere Tour durch die NP.  Schweren Herzens trennen wir uns von diesem tollen Valley und fahren Richtung Zion NP.

Wir übernachten 25 km vor dem Zion NP und fahren am Vormittag in den Park hinein und auch gleich wieder heraus. Es ist Sonntag und unglaublich viele Menschen sind unterwegs in diesen Park, Parkplätze sind Mangelware. Den NP selbst darf man nicht mit dem eigenen PKW befahren, dafür gibt es ein sehr gut ausgebautes Busshuttle System. Uns ist es definitiv zu voll und wir fahren direkt auf den nächsten CP und verbringen einen entspannten Tag im sehr hübschen Ort Springdale. Am nächsten Morgen sind wir früh unterwegs und sind um 8.00 Uhr im Zion NP. Wir sind zwar nicht alleine, aber der Andrang ist mäßig um diese Uhrzeit. Der Shuttlebus hält an vielen Punkten und wir gehen ein wenig wandern. Die Steinformationen und die Farben sind super schön und die Kamera ist wieder voll in Action.

Am späten Mittag fahren wir über die Route 9  aus dem Park durch den Ostausgang hinaus in Richtung Lake Powell. Direkt am Strand übernachten wir und geniessen noch ein Bad im See. Morgens steht Birger ganz früh auf um den Sonnenaufgang zu fotografieren.

Die nächste Sehenswürdigkeit lässt auch nicht lange auf sich warten, es ist der Antelope Canyon. Eine sogenannte Schlitzschlucht. Der Canyon ist von der Erdoberfläche aus nicht zu erkennen. Er liegt im Indianer Reservat und kann nur mit einer Führung besucht werden. Wir werden in den Canyon hineingeführt und sehen spektakuläre Gesteinsformationen und Farben. Der Canyon ist in Millionen von Jahren von Wasser, Wind und Sand ausgespült worden und viele Formen, Rundungen und Farben sind entstanden.

Birger wird es etwas eng im Canyon und er beschliesst draussen auf mich zu warten. Klar, dass er sich nicht langweilt, er trifft „draussen“ Martin und Claudia aus der Schweiz, wir haben uns in Kanada an einem See kennengelernt und Uschi und Hansi aus München. Viele Erfahrungen und Erlebnisse werden ausgetauscht bis wir uns alle in unterschiedliche Richtungen verabschieden.  Für uns  geht es weiter in kleinen Etappen Richtung Grand Canyon North Rim. Der Nordeingang ist touristisch weniger besucht als der South Rim, da er nur durch kleine Umwege erreichbar ist und man recht lange in den Canyon hinein fahren muß um an seinen Rand zu gelangen. Direkt zu Beginn begrüßt uns eine Herde Bisons und der Wald erscheint in einem herbstlich bunten Bild mit wirklich tollen Farben.

Im North Rim gibt es verschiedene Strassen, die uns an den Rand des Canyon führen.  Was wir sehen verschlägt uns wirklich die Sprache. So etwas wahnsinnig atemberaubendes haben wir bis jetzt nicht gesehen. Die Farbe des Canyons, die Größe, die Weite, die Tiefe, die Formationen……..Wow! Wir stehen sprachlos an vielen Aussichtspunkten, das Cape Royal und der Bright Angel Point haben uns am meisten beeindruckt.

An der Canyon Lodge sitzen wir am Nachmittag auf der Terrasse und lassen das Panorama bei einem Glas Bier auf uns noch mal wirken! Unglaublich!

Die Nacht im NP ist recht kalt und wir nähern uns mal wieder den Minustemperaturen. Dieser schnelle Wechsel der Temperaturen kommt durch die verschiedenen Höhen, die wir durchfahren. Unten am See war es warm und sommerlich oben in den Canyons  auf 2500-3000 Metern ist es sehr herbstlich  und der Winter naht in großen Schritten. Als wir den NP verlassen zeigt das Thermometer am Morgen 6 Grad an, aber nach einer Stunde Fahrt haben wir „ im Tal“ schon 18 Grad und suchen die kurzen Hosen wieder raus.

Aber das nächste Highlight wartet schon, wir fahren Richtung Bryce Canyon. Aus den Erfahrungen im Zion NP haben wir gelernt und fahren mit einem Shuttle Bus früh morgens in den Bryce Canyon NP hinein. Es ist noch recht kühl, aber die Sonne kommt schnell raus und bei tollem Wetter erwandern wir den Park. Die Aussichten ( Sorry, wenn ich mich wiederhole) sind spektakulär und ganz anders als in den NP die wir bis jetzt  besucht haben. Der Bryce Canyon NP besticht durch seine vielen Felsnadeln, die wie Säulen in der Landschaft stehen, auch hier finden wir wieder den roten Felsen.

 Fazit: Die Route von NP zu NP durch Nevada, Utha, Arizona und Colorado ist eine sehr bekannte und viel befahrene Route. Das heisst wir waren nie einsam oder allein unterwegs und alles ist recht touristisch.  Aber das hat seinen Grund. Was wir bis jetzt gesehen haben, war richtig, richtig  toll und für uns auch ganz neu. Wir hätten nicht gedacht, das farbige Felsformationen eine solche  Begeisterung bei uns auslösen können! Auf die nächsten National Parks freuen wir uns sehr und hoffen, dass das Wetter mitspielt und der Schnee noch auf sich warten lässt.

Wir sehen uns im nächsten NP wieder…..

Dieser Beitrag gehört zu Nordamerika, Reiseberichte, USA 2014

4 thoughts on “Die Nationalparkroute Teil 1

  • renate+heiner christiansen 11. Oktober 2014 at 19:05

    Hallo ihr Zwei,schon wieder ein neuer Reisebericht, toll.Wir haben den Bericht und die einmaligen
    Fotos angesehen und umgehend nach Dannewerk übermittelt.
    Elfriede freut sich für euch,daß ihr diese Reise unternehmt und so viele Erlebnisse habt.
    Herzliche Grüsse
    aus
    Dannewerk und Henstedt-Ulzburg

  • Michael+Bärbel 16. Oktober 2014 at 10:51

    Wow wow wow was für tolle Bilder.Hallöli Ihr zwei , na da hab Ihr aber eine paar schöne Flecken der Erde entdeckt. Danke das wir es von zuhause aus mit Euch teilen dürfen. Dir Birger danke fürs frühe aufstehen ein supi Sonnenaufgang. Und schön das das mit den Selfis so gut klappt, so weiß man auch wirklich das es Euch gut geht. Ihr seht total entspannt aus.Freuen uns schon auf den nächsten Bericht bussi Michi und Bärbel

  • Marianne und Klaus 16. Oktober 2014 at 17:34

    Servus über den großen Teich,
    jetzt müssen wir uns endlich einmal melden, denn seit Beginn eurer Reise verfolgen wir eure Berichte regelmäßig und warten immer gespannt auf die Fortsetzung. Wir freuen uns sehr für euch, dass ihr so viel erleben könnt, doch rufen eure Bilder auch wehmütige Erinnerungen an alte Zeiten und Bekanntes in uns hervor. Aber das ist halt das Los der „Frühgeborenen“…
    Auf jeden Fall seht ihr Beiden immer erholter und relaxter aus. Lasst es euch weiterhin gut ergehen und schickt noch viele Fotos und Reiseberichte.
    Herzlichst, Marianne und Klaus
    PS: Falls es euch überhaupt noch interessieren sollte ?.?.? – am Sonntag Abend feiern die IKEAner in Deutschland 40-jährigen Geburtstag. Wenn ihr mögt, könnt ihr (auch schon morgen) darauf anstoßen.

  • Birthe 23. Oktober 2014 at 16:00

    Ihr Gluecklichen …..wieder einmal (wie ueblich und wie auch nicht anders zu erwarten 🙂 )….ganz tolle Photo’s und Wegbeschreibungen ….persoenlich haben mir die frechen Waschbaeren besonders gut gefallen. Passt gut auf Euch auf. Seid umaermelt und gedrueckt und ganz, ganz liebe Gruesse aus dem fruehlingshaften Australien. Freuen uns schon auf den naechsten Bericht :). Eure Birthe & Co

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