El Salvador vom 29.06.2016 –  06.07.2016

 El Salvador: El Salvador (spanisch „Der Heiland“ oder „Der Erretter“) ist ein Staat in Mittelamerika und grenzt im Nordwesten an Guatemala, im Nordosten an Honduras sowie im Süden an den Pazifik. El Salvador, das in einem Erdbebengebiet liegt, ist das kleinste Land Zentralamerikas mit der gleichzeitig höchsten Bevölkerungsdichte. Mit einer Fläche von 21.041 km² ist El Salvador ungefähr so groß wie Hessen und damit das kleinste Land in Zentralamerika. Die Einwohnerzahl beträgt  ca 7,4 Mio  und es leben ca 348 Menschen auf einem qkm.  Die Landessprache ist Spanisch, die Währung ist der US Dollar, die Hauptstadt heisst San Salvador. 50 % der Einwohner sind Katholiken und ca 31 % sind Protestanten.  Der Analphabetismus ist mit 30% sehr hoch. In der Regel verlassen die Kinder die Schule nach der 6.Klasse. El Salvador ist geprägt durch eine Kette von Vulkanen, die das Land grob in drei Regionen unterteilt: den südlichen Küstenstreifen, die zentralen Hochebene und Täler und die nördlichen Berge. Ca. 90 % der Bevölkerung sind Mestizen,  9 % europäischer Abstammung und 1 % Indigene. Bis in die 1930er-Jahre gehörten etwa 20 % der Bevölkerung indigenen Völkern an. In der Zeit der Matanza ( übersetzt „Das Massaker“)  1932 und den Jahren danach wurde das Sprechen einer indigenen Sprache und das Tragen traditioneller Kleidung zu einem Überlebensrisiko, so dass die Indigenen dazu gezwungen waren, ihre Identität und Sprache zu verleugnen. So gibt es heute in El Salvador keine indigene Sprache mehr, die von den Eltern an ihre Kinder weitergegeben wird. 48 % der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Die Kriminalität ist in den letzten Jahren stark angestiegen, so dass  Auswanderung ein großes Thema ist. El Salvador weist weltweit die höchste Rate gewaltsamer Tötungen auf und liegt dabei seit 2014 vor Honduras. Im Jahresschnitt kommen 16 Menschen pro Tag  durch Tötungsdelikte ums Leben. Die Gefahr von Gewaltverbrechen ist überaus hoch, die Hemmschwelle beim Gebrauch von Schuss- oder Stichwaffen niedrig. Es gibt in El Salvador eine sehr hohe organisierte  Bandenkriminalität vor allem unter Jugendlichen. Diese Banden haben das Sagen in bestimmten  Bezirken.  Kämpfe finden vor allem unter den verschiedenen Banden und mit der Polizei statt. Wirtschaft: Importiert werden vor allem Maschinen, Nahrungsmittel, Textilien sowie Rohöl. 66 % der Exporte gehen in die USA, 46 % der Importe kommen von dort. Die größte Devisenquelle sind jedoch die Überweisungen der ca. 2,6 Millionen legal oder illegal im Ausland – meist in den USA – lebenden Salvadorianer. Stammten 1978 noch 80 % der Deviseneinnahmen aus dem Export von landwirtschaftlichen Gütern, kommen heute 70 % der Einnahmen aus den Überweisungen,  der im Ausland lebenden Salvadorianer (bis zu 3,3 Mrd).

 Grenzübergang:  Guatemala – El Salvador

Übergang:  Wir  erreichen die Grenze und parken unser Auto. Einige Geldwechsel kommen auf uns zu um Quetzal in Dollar zu tauschen. Aber erst wollen wir die Formalitäten erledigen und wir weisen die Wechsler zunächst freundlich aber bestimmt ab. Entlang der Fahrspur Richtung El Salvador gehen wir  rechts an einem langen, flachen, blaugestrichenen Gebäude entlang. In der Mitte befindet sich der Eingang zur „Migracion“ wir  betreten den Raum und stellen uns an die kurze Schlange an.  Wir bekommen einen Ausreisestempel für Guatemala und ein Art kleine Quittung.  Diese ist wichtig, man muss sie bei der Einreise nach El Salvador abgeben. Wir werden zur SAT ( Aduana) geschickt. Dort sollen wir unser Auto ausführen. Dazu haben wir schon folgende benötigte Papiere in Kopie dabei ( man kann allerdings auch vor Ort in einem kleinen Geschäft Kopien anfertigen lassen):

  1. Reisepass des Fahrzeughalters
  2. Führerschein des Fahrzeughalters
  3. Zulassungsschein
  4. Original des Einfuhrpapieres von Guatemala
  5. Kopie des Einfuhrpapieres von Guatemala
  6. Sticker  für die Windschutzscheibe, den man bei der Einfuhr bekommen hat ( wir sollten ihn eigenhändig ablösen)

Um zum  Schalter für die Ausfuhr des Autos zu gelangen, verlässt man die Migration durch die gegenüber liegenden Türen und geht rechts bis zum Ende des Gebäudes zu einem Schalter. (bevor der Markt beginnt). Dort gibt man alle Papiere ab einschliesslich des Stickers. Man bekommt eine gestempelte Kopie der Einreiseerlaubnis vom Auto zurück. Diese muss man behalten, da man sie bei der Einreise in El Salvador vorzeigen muss.Wir haben nun nach knapp 30 Minuten eine kleine Quittung für unsere persönliche Ausreise und eine  mit dem Ausreisedatum abgestempelte Kopie des Einreisedokumentes für unser Auto in der Hand. Beides müssen wir an der Grenze in El Salvador abgeben. Adios Guatemala! Der Weg zur Grenze nach El Salvador führt erst durch hunderte Marktstände beidseitig der Strasse, und vielen Menschen die hier einkaufen,  somit wird die Strasse hier echt eng. Aber richtig eng wird es dann,  wenn einem ein Auto entgegen kommt oder gar ein Kleinlaster. Jeder rutscht etwas zur Seite, es wird hin und her rangiert. Die Menschen auf dem Markt schauen neugierig und unterbrechen ihren Einkauf. Die letzen 300 Meter führen über eine  schöne Brücke. Am Ende der Brücke werden wir sofort freundlich von den salvadorianischen Zöllnern   empfangen. Das kleine Häuschen direkt rechts an der Brücke ist unser nächster Stop. Kurz dahinter kann man auf der rechten Seite gut parken. Hier geben wir Kopien folgender Dokumente ab:

  1. Reisepass des Fahrzeughalters
  2. Führerschein des Fahrzeughalters
  3. Zulassungsschein
  4. Kopie der, mit einem Ausreisestempel versehenen, Einfuhrpapiere vom Auto  von Guatemala

Der freundliche Beamte füllt  per Hand ein Papier aus und hat noch ein paar zusätzliche Fragen:

  1. CC ( Hubraum)
  2. Anzahl der Zylinder
  3. Gewicht des Fahrzeuges
  4. Anzahl der Türen

Dieses Papier muss der Fahrzeughalter unterschreiben. Der nette Beamte geht mit uns in ein anderes Gebäude links von der Brücke, dort müssen wir warten. Das per Hand ausgefüllte Papier wird in den Computer eingetragen und erneute ausgedruckt. Dies dauert ein wenig bei uns ca 30 Minuten.  Dieses neue „offizielle“ Formular muss vom Fahrzeughalter erneut unterschrieben werden.  Achtung: Alle Daten auf Richtigkeit überprüfen! Dieses Papier muss nun erneut am Brückenhäuschen kurz vorgelegt werden, man bekommt es aber sofort zurück. Einen Einreisestempel in den Reisepass bekommt man nicht, da man in Guatemala  das C4 Visum  für insgesamt 90 Tage erhalten hat, das für die Länder Guatemala, El Salvador, Honduras und Nicaragua gültig ist. Aber man bekommt in jedem Land einen Ausreisestempel und eine neue Einfuhrgenehmigung für sein Auto. Wir steigen in  unser Auto und werden von einem netten Zöllner kontrolliert, er will unsere Reisepässe sehen und behält die kleine Quittung, die wir in Guatemala bei der Ausreise bekommen haben.  Etwa 50 Meter weiter werden wir erneut angehalten und zwei nette Grenzbeamte prüfen nun nur das Papier für das Auto. Gute Fahrt!  Insgesamt haben die Grenzformalitäten 2 Stunden in Anspruch genommen, auf de El Salvador Seite dauerte es länger. Buenos dias El Salvador!

Unser erster Tag in El Salvador ist wenig aufregend. Wir fahren nur ca 30 km bis zu unserem ersten Übernachtungsplatz. Viele Menschen sind auf der Strasse unterwegs, sie bestaunen unser Auto und die meisten winken uns freundlich zu. El Salvador ist kein Touristenland und wir „Weissen“ sind eine echte Attraktion. Freundlich winken wir zurück.

Das Hotel Alicante in der Nähe des Städtchens Ataco ist unser Zuhause für die nächste Nacht! Es ist eine große,  sehr grüne Anlage hinter einer Mauer. Wir werden freundlich begrüsst, bekommen direkt den Schlüssel für den Spa – Bereich um dort die Toiletten und die warme Dusche nutzten zu dürfen. Im Restaurant gibt es gutes Internet. Wir haben so viel über El Salvador gehört, die hohe Kriminalität auf der einen Seite und die vielen schönen Berichte andere Reisender über die Schönheit des Landes und die Freundlichkeit der Einwohner.  Erst einmal wollen wir ankommen und geniessen einen faulen Tag auf dem Parkplatz des Hotels. Nachmittags kommt noch der Chef vorbei und hält in perfektem Englisch einen Plausch mit Birger und gibt uns noch ein paar gute Tipps für unsere Weiterreise. Unser erster Eindruck ist sehr positiv. Am nächsten Tag beginnt unsere Entdeckungstour El Salvador. Unser Ziel ist der See Coatepeque! Unser Weg führt durch grüne Landschaft und wir sehen immer einen der Vulkane vom Auto aus.

Leider entscheiden wir uns  kurz vor Erreichen des angestrebte „Campingplatzes“ für die falsche Abfahrt zum See hinunter. Die ersten 350 Meter der Strasse sind geteert, dann wird es sehr holprig und auch noch sehr eng. Der Weg geht steil abwärts, ist lehmig und steinig und hat noch einige Schlaglöcher zu bieten. Wenden ist auf dem echt schmalen Weg nicht möglich und wir überlegen ob wir hier je wieder hoch kommen. Aber der Gegenverkehr lenkt uns von unseren Gedanken schnell ab. Erst zwängen wir uns an einem PKW vorbei, aber der nächste LKW ist dann doch zu groß. Der LKW Fahrer hat ein Einsehen mit uns und fährt zurück und in Millimeterarbeit fahren wir aneinander vorbei.

Etwas nass geschwitzt kommen wir am See an und wollen am liebsten sofort umkehren.  Aber zunächst schauen wir uns das kleine Hotel an, auf dessen  Parkplatz man über Nacht campen kann.  Das Hotel ist recht alt  und der Parkplatz liegt auf der anderen Strassenseite vom Hotel. Aber wir werden sofort super nett empfangen. Den netten Mann auf dem Parkplatz löchern wir erst ein Mal mit Fragen, ob es wohl noch andere Strassen gibt, die zum See führen, als die von uns gewählte. Er versichert uns es gibt eine flache Strasse am See entlang, die dann geteert den Berg hinaufführt. Wir fragen gefühlte 20zig Mal nach, bevor wir uns entscheiden die Nacht hier zu verbringen und zu entspannen. Von der Holzterrasse des Hotels hat man einen wunderschönen Blick auf den See.

Im Hotel ist gerade eine Gruppe von ca 40 Leuten beim Mittagessen. Sie begrüßen uns lautstark und sind sehr neugierig wo wir her kommen.  Die Gäste sind Mitglieder einer Kirchengemeinde und machen einen Tagesausflug an den See. Wir wollen nicht stören, nehmen ein Bier und setzen uns an den See. Von unserem Platz aus sehen wir, dass es einige Restaurant am See gibt,  die gut besucht sind, Musik ist zu hören. Doch so einfach lassen uns die Damen der Kirchengemeinde nicht gehen. Erst müssen wir noch ein Tänzchen mit ihnen machen und ein paar Fragen beantwortet. Das machen wir gerne und haben viel Spaß. Eine halbe Stunde später sitzen wir in einem recht großen Restaurant, mit mehreren Decks  direkt am See. Es ist mitten in der Woche, aber viele Tische sind belegt. Ein Deck tiefer sitzt ein Pärchen mit zwei Freunden an einem Tisch und die Dame hat einen Strauss langstieliger Rosen vor sich stehen. Von weitem bewundern wir die Blumen und per Gestik erklären wir ihr wie schön ihre Roten Rosen sind.  Eine „Alt-Herren-Band“ geht von Tisch zu Tisch spielt auf ihren Gitarren und singt dazu, bis ein engagierter  Sänger die Restaurant Bühne betritt und für die Einheimischen recht bekannte Lieder zu singen beginnt.

Vom Restaurant aus kann man direkt in den See springen oder auch in den Restaurant eigenen  Pool. Es werden Bootstouren vom Restaurant aus angeboten oder Jet Ski Touren etc. Es gibt alles was einen Ausflugstag mit Freunden und Familie aus macht. Wir schauen uns das Spektakel an und geniessen. Nach ca einer Stunde kommt Miguel an unseren Tisch und stellt sich vor. Er will wissen, was uns in sein Land führt. Alles im perfekten Englisch, weil er wohnt und arbeitet in Ohio und besucht seine Familie nur alle zwei Jahre für ca zwei Wochen.  Er fragt, ob wir uns wohlfühlen, ob wir Hilfe bräuchten und erzählt uns von seinen Kindern, die besser Englisch sprechen als Spanisch. Er sitzt mit seiner recht großen Familie einige Tische vor uns. Nach eine halben Stunde verabschiedet er sich freundlich und wünscht eine gute Reise. Irgendwann verläßt  auch die vierer Gruppe mit dem Rosenstrauss, dass Restaurant, nicht ohne an unserem Tisch vorbeizuschauen und uns die Hand zu schütteln. Die Lady schenkt mir eine ihrer Rosen und drückt mit ganz fest zum Abschied.  Ich bin total gerührt von soviel Herzlichkeit ohne dass wir je einen ganzen Satz miteinander gewechselt hätten. Die Rose bekommt eine besondere Pflege und einen Ehrenplatz im Wohnmobil, zumindest bis sie verblüht ist.

Der Tag am See verfliegt nur so und am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg um uns „Sehenswürdigkeiten“ anzuschauen. Die Strasse vom See zur Hauptstrasse ist ganz einfach zu befahren…… ja, manchmal nimmt man halt den falschen Weg. Zunächst besuchen wir die Ruinen San Andres. Birger erzählt mir  nur hier kann man Behausungen von Menschen in den Mayastätten bewundern. Aber irgendwie sieht die Stätte aus wie alle anderen die wir bis jetzt gesehen haben.

Es braucht etwas Zeit bis wir feststellen, wir sind in der falschen Ruinenstätte. Also fahren wir ca 15 Kilometer weiter und besuchen die Joya de Cernes Ruinen. Hier kann man tatsächlich die Wohnstätten der Einwohner sehen mit tollen Erklärungen.

Nach so vielen „alten Steinen“ zieht es uns wieder ins Grüne. Wir fahren die 18 km hoch auf den Vulkan im Cerro Verde National Park.  Eigentlich ist dies ein guter Ausgangspunkt um den Vulcan zu besteigen, aber dies ist nur geführt zu raten, da in den Bergen Banditen wohnen. Wir geniessen einfach die Aussicht und machen uns dann auf den Weg zurück ins Tal.

Dabei werden wir von einem Motorrad verfolgt, das uns auch nicht überholen mag, auch wenn andere Fahrzeuge an uns vorbei ziehen. Wir sind skeptisch, haben wir doch gehört, das ein Touristen paar hier auf der Straße vor längerer Zeit an einem Aussichtspunkt überfallen worden ist.  Wir beobachten das Motorrad bis wir erkennen könne, dass es sich um ein Polizeimotorrad handelt. Irgendwann taucht vor uns noch ein Polizeiwagen auf und wir fühlen uns eskortiert, zumindest bis zur Hauptstrasse. Zu unserem nächsten Übernachtungsplatz sind es noch ein paar Kilometer,  Das Hotel liegt zentral im Ort  Juayua. Die Strassen sind recht steil und unser Überhang ist für solche Steigungen etwas zu lang. Wir setzten auf.  Am Hotel angekommen müssen wir feststellen, dass die Einfahrt zum Hotelparkplatz sehr eng ist und der Parkplatz uns sehr an einen Hasenkäfig erinnert, nicht schön. Auch liegt er abgelegen vom Hotel und ist nicht an das Hotel angeschlossen . Wir entscheiden uns die steilen Strassen durch den Ort zurückzufahren und wieder zurück zum Hotel Alicante zu fahren. Nach der langen Fahrerei sind wir etwas müde und überlegen am nächsten Tag ob wir einen faulen Tag einlegen sollen oder weiterfahren sollen Richtung Küste. Die Entscheidung wird uns auf wunderschöne Weise abgenommen. Carlos, der älteste Sohn von Besitzer des Hotels kommt erneut vorbei. Hält am Womo an und fragt wie es uns geht und wie es uns gefällt. Nach einem kurzen Plausch lädt er uns ein seine Kaffeeplantagen zu besichtigen, er würde uns in einer Stunde abholen. Nach 30 Minuten ist er wieder da. Mit im Auto ist sein Vater, Dottore Carlos, der Patron, ein Vorarbeiter von den Plantagen und der Fahrer vom Dottore. Der Vorarbeiter und der Fahrer nehmen auf der Ladefläche des Pick-ups platz, Birger und ich auf dem Rücksitz.  Carlos und sein Vater zeigen uns ca drei Stunden lang ihre unterschiedlichen Kaffeeplantagen. Erklären den Unterschied der verschiedenen Sorten, sprechen offen über zu erzielende Preise, und erzählen von einem Contest, den sie vor einiger Zeit mit einer bestimmten Bohne gewonnen haben. Wir staunen, lernen und stellen ganz viele Fragen. Die beiden Herren sind im Hauptberuf Anwälte . Na sowas, auch!

Zwischen durch gehen wir, also viel mehr der Fahrer, noch einkaufen für die Familie und wir warten am Auto. Die Einkäufe werden zum Hotel gebracht und wir wollen auch aussteigen, Aber das ist nicht erlaubt, wir sollen uns noch eine Plantage anschauen und sind danach zum Geburtstag von Carlos Mutter eingeladen. Zum Spanferkel essen. Wir sind platt! Die ganze Familie ist schon dort als wir im Haus vom Dottore ankommen.  Seine Frau, das Geburtstagskind begrüsst uns herzlich und wir werden den drei Söhnen plus Ehefrauen, Enkelkindern und Schwiegereltern und und und vorgestellt. Eine Schwiegertochter spricht perfekt deutsch , sie war auf einer deutschen Schule in El Salvador, weil ihr Vater zwar aus Norditalien kommt, aber lange in der Schweiz gelebt hat. Er ist auch dort und spricht auch perfekt Deutsch.  Andere wie Eduardo, der zweitälteste Sohn und seien Freundin Alesia aus der Ukraine sprechen perfekt Englisch, So ist die Kommunikation kein Problem. Im Fernsehen läuft das EM Spiel Deutschland gegen Italien und die Stimmung ist gut. Das Essen ist noch besser und wir fühlen uns lieb aufgenommen in der Familie.  Am späten Nachmittag verabschieden wir uns und sind froh all diese Menschen kennengelernt haben zu dürfen. Carlos hat auf seiner Facebookseite Geca Coffee, Fotos von uns gepostet.

Uns zieht es weiter ans Meer, auch wenn es bedeutet, es wird wieder warm und die Nächte dadurch etwas schlaflos. Zwei Nächte verbringen wir an verschiednen Orten am Meer. Faul und nur die Aussicht genießend. Es gibt hier einige Restaurants am Strand, als Ausflugslokale für die Städter aus der Hauptstadt. Fussläufig von unserm kleinen Stellplatz im Garten eines Hotels finden wir ein Restaurant mit Aussicht aufs Meer und lassen es uns gut gehen.

Unseren letzten Halt machen wir im Ort Suchitoto. Es ist mal wieder typisch für uns, dass im Ort eine Strasse gesperrt ist, private Familienfeier oder so, und die Umleitung eine recht steile Anfahrt hat. Ein netter Einheimische gibt uns eine Wegbeschreibung und so fahren wir gegen die Einbahnstrasse durch den Ort, aber es scheint keinen zu stören.  Auf der Durchfahrt sehen wir ein nettes Hotel und fragen, ob wir auf ihrem Grundstück stehen könne, dürfen wir für den Preis von 30 U$ incl Frühstück. Das ist zwar nett gemeint, aber für die einheimischen Verhältnisse fühlen wir uns etwas über den Tisch gezogen und entscheiden uns unseren Ursprungsplan weiter zu verfolgen und fahren zum Balenario „La Mangale“. Hier dürfen wir mit Seeblick für 8 U$ stehen, der Platz auf dem wir stehen wollen wird noch einmal für uns kurz gemäht und das Schwimmbad dürfen wir auch mit benutzen. Allerdings ist das Wasser etwas zu trüb für unseren Geschmack. 50 Meter weiter Richtung See gibt es eine Art Touristenzentrum, mit Restaurants, Bootsanleger und einem tollen Schwimmbad  mit Seeblick und mit einer 25 Meterbahn.  Sofort hole ich mein Schwimmzeug ziehe ein paar Bahnen. Ich habe das ganze Bad für mich alleine und ab und zu kommt ein Sicherheitsmann vorbei und schaut ob es mir gut geht. Ein entspannter letzter Nachmittag in El Salvador. Schon am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg zur Grenze. Es sind zwar nur knapp 80 Kilometer, aber die Strasse ist sehr kurvig, führt durch einige Orte und das ein oder andere Schlagloch will rumkurvt werden.

Hasta luego El Salvador!

 Fazit: El Salvador stand nicht auf unsere Reiseliste. Wir wollten das Land umfahren, vor allem aufgrund der hohen Kriminalitätsrate oder der vielen Mordopfer. Wir sind so froh, dass wir uns haben überreden lassen, dieses wunderbare Land zu besuchen. Die Schönheit der Natur und die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen waren unvergleichlich.  Jeden Tag haben uns Menschen zu gewinkt oder uns aus dem Auto heraus den Daumen hoch gestreckt. Natürlich können wir uns nicht frei machen von all den Dingen, die wir im Vorfeld gelesen haben und wir waren vorsichtiger, misstrauischer, ängstlicher  als in den Ländern vorher.  Gerne hätten wir das Land mit anderen Gemeinsam bereist. Die Strassen waren viel besser als in Guatemala, es gab weniger Tope.

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2 thoughts on “El Salvador

  • Pfingsthasen and Honigkuchenpferd 23. Juli 2016 at 15:30

    Wow, wonderful adventures. I learned a few new German words and made up a new one: Pfingsthasenkäfig!

  • Denise und Marcel 29. Juli 2016 at 09:17

    Sehr schön, dass euch El Salvador so gut gefallen hat und das alles gut gegangen ist. Uns hat dieses kleine Land auch sehr fasziniert, vor allem die Herzlichkeit der Einheimischen. Nun warten wir gespannt auf weitere Erlebnisse. Fahrt vorsichtig und seid gedrückt.

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