Westküste von Los Angeles bis San Diego

von Christiane
Entlang der kalifornischen Westküste – Los Angeles zurück nach Santa Cruz, Long Beach, San Diego

 Kalifornien: (auch genannt: Golden State) Der Bundesstaat Kalifornien erstreckt sich über eine Fläche von 404.000 qkm und hat ca. 36 Mio Einwohner. Die Hauptstadt ist Sacramento. Berühmt für: Disneyland, Demonstrationen und Erdbeben, Hollywood, Silikon Valley, Surfen

Von Malibu aus fahren wir wieder Richtung Norden, mein Zahnarzt Termin steht an. Welch eine Freude ;-). Leider spielt das Wetter nicht so richtig mit und es ist recht nebelig und regenreich  auf unserem Weg nach Morgan Hill. Aber die Natur freut sich, denn der letzte Regen war angeblich vor über einem Jahr. Natürlich halten wir noch einmal bei den Seeelefanten an und sehen ihnen beim Kampf um die Weibchen zu.

Auf dem Highway 1 stehen überall Schilder man solle auf runter fallende Steine von den Steilhängen achten und nach den Regenfällen und Windböen liegen auch viele Steine und Felsbrocken auf der Strasse.  Ein Felsbrocken fällt dann sogar direkt vor unser Auto und zerspringt in mehrere Teile. Es waren Sekunden, die uns vor einem Zusammenstoss mit dem riesigen Stein getrennt haben. Birger reagiert schnell und legt eine Vollbremsung hin, die hinter uns fahrenden Autos zum Glück auch. Nichts ist passiert. Wir  müssen kurz anhalten und durchatmen. Glück gehabt! Vielen Danke an unsere Schutzengel!

Unser Ziel ist der Jalama Beach Campground. Er liegt etwas abseits der Strasse, genauer gesagt führt eine 25 km lange Stichstrasse zu diesem CP,  der direkt an einem langen weissen Sandstrand liegt. Von einigen CP Nachbarn haben wir diesen Platz wärmsten empfohlen bekommen. Und wir sind so froh den Abstecher gemacht zu haben. Direkt am Strand bekommen wir einen Platz, mit einem tollen Blick auf das Meer und wir stehen auch direkt im Sand, wenn wir das Womo verlassen. Wir stellen uns schräg auf unsern riesigen Platz so dass wir von unserem „Schlafzimmer“ einen tollen Meerblick aus den erhöhten Fenstern haben.

Unsere Nachbarn grüßen freundlich mit den Worten: „Oh, you again! Now we are the second time neighbours!“  Ich schaue etwas fragend, denn bei mir stellt sich leider nicht sofort eine Erinnerung an das Pärchen mit dem Mietwohnmobil ein. Aber Birger mit seinem Gedächtnis für Gesichter, erkennt die beiden sofort wieder. Vor einer Woche standen Pat und Phil aus Long Beach auch neben uns und hatten mir erzählt, dass sie sich ein Wohnmobil geliehen haben, da sie evtl  planen sich ein eigenes zu  kaufen. Aber vorher wollen die beiden  das Leben im Womo einmal testen. Die beiden laden uns zum Campfire am Strand ein und bei dem einem oder anderem Glas Wein wird es ein fröhlicher und geselliger Abend. Am nächsten Morgen sehen wir, kaffeetrinkend, vom Bett aus, Delphine im Wasser vorbeiziehen. Der Platz begeistert uns so sehr, dass wir beschliessen auf der Rücktour nach Los Angeles hier wieder  hin  zurückzukehren und wir reservieren uns schon einmal den Platz.

Einige Tage später kommen wir in Morgan Hill bei Janet und Mike an. Abends gehen wir gemeinsam Essen, klar mexikanisch,  und haben viel Spaß miteinander. Die beiden erzählen von und aus dem Leben ihrer lustigen Patchwork-Familie und wir lernen wieder eine Menge. Die beiden planen für nächstes Jahr eine Deutschlandreise, da Janet ja in Deutschland geboren ist und Verwandte besuchen möchte. Mit Tips und Ideen versuchen wir die beiden zu unterstützen und eine Route zu kreieren. Vor ihrem Haus dürfen wir über Nacht stehen. Das angebotene Gästezimmer mit eigenem Bad,  lehnen wir dankend ab, wir müssen ja früh zum Zahnarzt und Janet noch viel früher zur Arbeit. Zum zweiten Mal verabschieden wir uns schweren Herzens von den beiden. Beim Zahnarzt geht alles glatt über die Bühne und nach vielen Umarmungen verlasse ich den Doc und seine Ladies.

Das Wetter klart etwas auf und wir fahren zurück zum Jalama Beach Campground. Aus zwei gebuchten Nächten werden vier Nächte und bei langen Strandspaziergängen und einem guten Buch ( oder zwei ;-)) wird uns nicht langweilig.

In Santa Barbara holen wir dann im Buchladen unser Bücher  über Campingplätze in Mexiko, geschrieben vom Ehepaar Church, ab, die wir vor zwei Wochen dort bestellt haben.  Die Bücher sind uns von anderen Reisenden empfohlen worden. So schlecht war die kleine Kurve nicht, die wir haben drehen müssen, so konnten wir ein paar Dinge erledigen. Santa Barbara gefällt uns wirklich sehr gut,  insgesamt besuchen wir die Stadt dreimal. Alles ist so gepflegt, übersichtlich, leicht zu finden und es gibt tolle Geschäfte und Restaurants. Im Hafen von Santa Barbara gönnen wir uns ein entspanntes Mittagessen mit Meerblick bevor die Fahrt weitergeht.

Aber nicht so weit. 2o Kilometer ausserhalb von der Stadt finden wir einen Campingplatz „ mit Füsse im Sand“, also dh wir stehen wieder direkt am Beach mit den Füssen im Sand.  Vor uns im Wasser beobachten wir Seehunde und viele Pelikane. Auch hier bleiben wir länger als geplant, sind aber ganz fleissig und räumen mal so richtig das Womo auf. Okay, es ist nur eine kleine Fläche, aber um so schwerer ist es Ordnung zu halten. Das liegt natürlich auch daran, dass wir eigentlich viel zu viel Zeug mit haben. Ausserdem packen wir nach langer Zeit mal wieder die Fahrräder aus und erkunden den Ort.

Unser nächstes Etappenziel heißt Long Beach. Dort erwartet uns Thomas. Wir haben uns vor ca drei Monaten in Anchor Bay auf einem CP kennengelernt. Thomas  kommt gebürtig aus Norddeutschland, wohnt und arbeitet  aber seit über 12 Jahren in Long Beach. Zunächst besuchen wir ihn in seinem Büro, weil Nicole  so lieb war uns ein paar Ersatzteile an seine Adresse zuschicken, die wir nun abholen. Vielen, vielen  Dank dafür!  Thomas zeigt uns nach seinem Feierabend die Stadt und nimmt uns mit in sein Lieblingsrestaurant. Lange haben wir nicht mehr so gut und „Burgerfrei“ gegessen. Bei Dunkelheit fahren wir durch Napels, ein tolles Wohnviertel mit noch tolleren Häusern mit unbeschreiblich schönen Weihnachtsbeleuchtungen.  Die Beleuchtung ist zu unsere Überraschung nicht grell bunt, sondern einfach, sehr geschmackvoll und vor allem sind die Häuser und Gärten im ganzen geschmückt und beleuchtet. Nicht, wie bei uns, ein paar Lichterkränze im Fenster. Sorry, vor lauter Staunen haben wir vergessen Fotos zu machen….

Nach zwei Tagen müssen wir uns leider von Thomas verabschieden, aber wir bleiben in Kontakt und werden uns bestimmt nächstes Jahr wiedersehen. Danke für die tollen Gespräche und die Stadtrundfahrt. Von Long Beach aus fahren wir gemächlich nach San Diego. Viele haben uns vorgeschwärmt von der Stadt und wie schön und überschaubar sie sei. Der Reiseführer weiss zu berichten, das San Diego mit über 3 MIo Einwohner die zweit größte Stadt nach LA von Kalifornien ist, und San Francisco liegt dann auf Platz drei. Wir sind gespannt! Vier Tage verbringen wir in San Diego. Die Stadteile an der Küste sind total schön mit vielen Kneipen und Restaurants. Wir besuchen den Loma Point, ein Aussichtspunkt von dem man einen tollen Überblick über die Stadt hat. Auch soll man von hier aus ab Dezember Wale sehen können. Die waren aber gerade auf anderen Wegen unterwegs.

San Diego ist recht einfach mit dem Auto zu erkunden und selbst wir bekommen immer einen Parkplatz mit unserem Womo. Mehr als einen halben Tag verbringen wir im Zoo, der größte wohl der USA, und hätte der Regen uns nicht vertrieben, wären wir wohl noch etwas länger geblieben. An vielen Gehegen stehen sog. Volontärs ( Freiwillige, Ehrenamtliche) die bereitwillig ihr Wissen über die verschiedenen Tierarten mit uns teilen.  Uns gefällt San Diego sehr gut und wir haben bestimmt noch nicht alles gesehen!

Langsam bereiten wir uns darauf vor, die USA zu verlassen und nach Mexiko zu fahren. Es gibt verschiedene größere und kleinere Grenzübergänge und es gibt noch mehr Empfehlungen in verschiedenen Reiseforen und Büchern, welcher Grenzübergang „einfacher“ dh unkomplizierter ist als der  andere. Zuviel Lesen schafft  in dem Fall wohl eher Verwirrung.  In San Diego schliessen wir schon mal die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung für unser Auto beim AAA, dem amerikanischen ADAC, ab dann machen wir uns auf  in Richtung Mexiko!

Der nächste Bericht kommt dann von der Baja California! Viva la Mexico!

 Fazit: Wir haben uns im totalen Urlaubsmodus befunden. Sehr langsam haben wir die Küste erkundet und die Strände genossen. Auf vielen Campingplätzen  haben wir ein um die andere Nacht unseren Aufenthalt verlängert, weil es einfach so schön war und wir so entspannt.  Mal sehen wie lange es anhält. Die Menschen, die unseren Weg gekreuzt haben, waren sehr herzlich, hilfsbereit und unglaublich freundlich!

Dieser Beitrag gehört zu Nordamerika, Reiseberichte, USA 2014

2 thoughts on “Westküste von Los Angeles bis San Diego

  • Michael+Bärbel 26. Dezember 2014 at 20:49

    Hallo Ihr zwei, na das sind ja wieder traumhafte Bilder. Schön das es Euch gut gehtund das es beim Zahnarzt auch geklappt hat. Jetzt kannst Du ja wieder kraftvoll zubeißen. Das Ihr jetzt entlich mal langsamer reist ist doch schön. Ihr habt ja auch alle Zeit der Welt. Hoffe bald wieder von Euch zulesen. Wünschen Euch einen guten rutsch ins neue Jahr,passt auf Euch auf wir haben Euch lieb bussi Michi & Bärbel

  • Nicole 26. Februar 2015 at 20:38

    Ich will auch an den Strand

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