Kanada: Manitoba und Saskatchewan

von Christiane
Manitoba:  11.06.2014 – 13.06.2014 Saskatchewan: 13.06.2014 – 14.06.2014

 Manitoba: Die Provinz Manitoba zählt ca 1.3 Mio Einwohnern auf einer Fläche von 650.000 qkm. Dies entspricht 1,9 Einwohnern pro qkm. Zum Vergleich in Deutschland leben ca 210 Einwohnern auf einem qkm. Hauptstadt der Provinz ist Winnipeg. Der größte See ist der Lake Winnipeg und dieser ist größer als Hessen. Manitoba ist die Wiege der Hudson Bay Company und den Pelz- bzw Fellhandels im 17. Jhd.

 Saskatchewan: In der  Provinz Saskatchewan leben ca. 1 Mio Einwohner auf einer Fläche von 651.036 qkm. Also 1,6 Einwohner pro qkm. Hauptstadt ist Regina. 1905 trat Saskatchewan gemeinsam mit der Provinz Alberta  dem Dominion of Canada bei. Die Provinz galt lange Zeit als Weizenprovinz Kanadas. Aber nach einigen extrem trockenen Jahren, die mit Überproduktionen in anderen Regionen zusammenfielen, änderte sich dies. Heute kommen dennoch 68% des kanadischen Weizens aus dieser Provinz, neben Erdöl, Erdgas und vor allem Kalivorkommen.

Hinter dem Ort Kenora überqueren wir die Grenze zwischen der Provinz Ontario und Manitoba. Direkt am Highway gibt es ein Visitor Center mit wirklichen guten Infos über Manitoba, einer super Strassenkarte und tollen Tips von den Mitarbeitern.Wir entscheiden uns einen kleinen Umweg zu fahren und uns den Whiteshell Provincial Park anzusehen. Eine schöne Landschaft mit vielen Seen und noch mehr Mücken, riesigen Libellen  und anderen Insekten, die unser Auto umschwirren. Wir verzichten spontan auf eine Wanderung und schauen uns einige Stromschnellen an, finden dort Pelikane und bekommen Tips von einem netten Kanadier, der auch schon weit gereist ist, für unsere Weiterfahrt.

Winnipeg besuchen wir für einen halben Tag. Wir sind fasziniert von den oberirdischen Wegen durch die Stadt. Diese führen durch meist mit Glas umbaute Gänge, die entweder aussen an den Gebäuden angebracht sind oder direkt durch viele Gebäude (Einkaufszentren, Bürogebäude etc) durchführen. Immer wieder unterbrochen oder ergänzt  von Fast Food Restaurants und Coffee Shps. So erkunden wir einen Teil der Stadt fast ohne einen Gehsteig zu berühren.  Klar ist, dass diese „Taktik“ dem  strengen Winter hier mit bis zu -40 Grad geschuldet ist.  So ist es auch im Winter  möglich Geschäfte, Büros und Restaurants warm und trocken zu erreichen.

Am Red River geniessen wir mittags die Sonne bei einem entspannten Essen um uns dann auf den Weg in Richtung des  Riding Mountain National Park zu machen. Dort gibt es neben Elchen, Bären, Luchsen, Hirschen, Wapitis  auch eine wilde Herde Bisons, die wir gerne sehen würden. Unser Reiseführer empfiehlt den Park vom East Gate aus zu befahren. Die 34 km lange Schotterpiste schreckt uns kurz ab, wirklich nur kurz, weil als erstes sehen wir noch vor dem Gate eine Herde Wapitis und dann im Park einen Luchs ( leider versteckte er sich im Gebüsch bevor wir ein Bild machen konnten…). Auf der asphaltieren Hauptstrasse durch den Park sehen wir den ersten Bären, den zweiten Bären, eine Bärin mit zwei Jungen… insgesamt sehen wir sieben Mal in dem Park Bären.

Wir können es kaum fassen. Die Bisonherde ist auch gut gelaunt, die ersten zeigen sich von einem Aussichtsturm, dort bestaunen wir sie mit einer Familie aus Kärnten, und wenig später können  wir den Rest der Herde beim Grasen beobachten und Nachwuchs gab es auch. Die Nacht verbringen wir im NP. Die Mücken haben wir ausgesperrt aus dem Wohnmobil in dem wir alle möglichen Eintrittslöcher verklebt haben, vielleicht nicht so professionell aber unser Nächte sind bedeutend ruhiger geworden…. und eine Chemiekeule haben wir auch gekauft.

Vom NP aus gehts es weiter in Provinz Saskatchewan. Eigentlich durchqueren wir Saskatchewan nur. Wir fahren an einem Tag fast 700 km, da die Landschaft sehr eintönig ist und es keine Sehenswürdigkeiten gibt. Der Highway 1 ( TCH=Trans-Canadian-Highway) lässt sich entspannt fahren, er ist zweispurig und geht immer, immer wirklich immer nur geradeaus und auch flach geradeaus. Da hilft es nur den Tempomat auf 110 km/h einstellen, Musik laut aufdrehen bzw ein entspanntes Hörbuch hören und losfahren. Die Gegenspur ist manchmal soweit weg, dass wir sie nicht sehen können, wir schätzen so 500m-700m ist sie entfernt und es weiden Rinder auf diesem „ Mittelstreifen“. Auch haben wir mal wieder eine Stunde Zeit geschenkt bekommen und wir nutzen den Tag um „Strecke zu machen“.

In Saskatchewan gibt es ein Fort namens Fort Walsh. Hier war Sitting Bull öfter anwesend also mussten wir da auch mal hin. Leider hat es an diesem Tag wie aus Kübeln geregnet. Der Vorteil war, dass gemeinsam mit uns noch ca 6 andere Touristen das Fort besuchten und die Guides viel Zeit für uns hatten und wir viel über das Fort, aber besonders über unsere Guides erfahren haben.

 Fazit: Der Riding Mountain NP hat uns tolle Bären Erlebnisse geschenkt und wir sind nun versöhnt mit den Bären, die sich solange Zeit vor uns versteckt haben. Zu Saskatchewan erlauben wir uns kein Urteil, weil wir nur durch diese Provinz hindurch gefahren sind. 

Wir sehen uns wieder in der Provinz Alberta mit den beiden NP Banff und Jasper!Christiane & Birger

 

 

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