Kanada: Prince Edward Island

von Christiane
PEI: Prince Edward Island (8.05.2014-10.05.2014)

 Prince Edward Island: PEI ist als der Geburtsort von Kanada bekannt, denn hier wurde im Jahr 1864 die Charlottetown-Konferenz abgehalten. Diese erste Konferenz gab den Anstoß für eine Reihe von Ereignissen, die dann zur Konföderation von Kanada führten. Die Hauptstadt der 5700qkm großen Insel heisst Charlottetown. Insgesamt bewohnen 140.000 Menschen diese Provinz, die von Landwirtschaft und Fischfang geprägt ist.

Wir verlassen den Bundesstaat Nova Scotia nach einer eiskalten Nacht ( Minusgrade) im Sonnenschein. Unser Ziel ist die Fähre von Nova Scotia nach Prince Edward Island ( PEI) zu erreichen um die Überfahrt bei strahlend blauem Himmel geniessen zu können. Deswegen setzen wir uns auf den Highway und fahren die 180km  vom Lake Ainsel auf Cape Breton nach Pictou durch. Mit der Fähre setzen wir in 75 Minuten nach Wood Islands in PEI über – nach Prince Edward Island- der kleinste Bundesstaat Kanadas. Einige von uns Mädels erinnern sich an die Geschichte von „Anne auf Green Gable“. Genauer dieser Ort liegt hier auf Prince Edward Island.

PEI sieht schon anders aus als die Provinz Nova Scotia. Alles ist  viel aufgeräumter, akkurater, die Vorgärten sehr gepflegt und nicht wie in NS als Abstellfläche für alles Überflüssige genutzt.

Auf PEI besuchen wir  bei  richtig tollem Wetter den National Park. Klar, dass dieser eigentlich noch geschlossen ist, aber die Wanderwege und die Strände sind geöffnet und zugänglich. Nur die Hinweisschilder auf den Trails sind abmontiert worden für den Winter. Nicht weiter schlimmer wir finden uns auch so zurecht. Die Strände, die uns erwarten sind gigantisch schön und können mit jedem Karibikstrand mithalten. Naja die Wassertemperaturen erinnern dann doch daran, dass wir uns in Kanada befinden.

Der NP erstreckt sich über einen großen Teil der Nordküste und man kann von verschiedenen Seiten in den NP hineinfahren. Wir halten uns einen ganzen Tag hier auf und laufen die verschiedenen Strände und Trails entlang.

Der nächste Tag empfängt uns mit richtig miesem Wetter. Es regnet. Zunächst lassen wir uns nicht abschrecken und besuchen das Haus in dem die Geschichte von Anne aus Green Gable spielt. Okay, für alle die, die die Geschichte nicht kennen eine kurze Zusammenfassung.

Die Autorin Lucy Maud Montgomery ist in Cavendish auf PEI bei ihren Großeltern aufgewachsen. Sie erfand die Romanfigur Anne of Green Gable. Sie ließ die Geschichte um Anne, ein 10jähriges Waisenmädchen, dass in eine liebe Familie aufgenommen wurde, in dem Haus ihres Großonkels spielen und in ihrem Heimatort Cavendish.  Das Haus ihres Großonkel hatte grüne Hausgiebel, daher der Name des Romans. Hier kann am auf den Spuren der Autorin wandeln, die mit ihrem Roman von 1906 großen Erfolg hatte. Heute ist der Roman in 17 Sprachen übersetzt und Verfilmungen gibt es natürlich auch.

Wir verlassen die wirklich sehr schön gestaltete „Buchkulisse“ und es schüttet draussen wie aus Kübeln. Wir beschliessen den Tag für unsere Einkäufe zu nutzen und die Vorräte aufzufüllen und anschliessend die Hauptstadt von PEI  Charlottetown zu besichtigen.

Auf dem dem Weg nach Charlottetown passiert es dann, ein entgegenkommendes Auto wirbelt einen Stein auf und wir habe ein 2 cm Steinschlagloch in unserer Windschutzscheibe. Genau in der oberen Ecke. Das Glas hat gehalten und wir hoffen mal das sich das „Loch“ nicht ausdehnt.  Am frühen Nachmittag beschliessen wir dann doch kurzfristig PEI zu verlassen. Der Wetterbericht sagt Regen für die nächsten drei Tage vorher.

Über die Conferderation Bridge verlassen wir PEI. Die Confederation Bridge ist mit 13 km Länge, die längste Brücke Kanadas. Auf der anderen Seite der Brücke erreichen wir die Provinz New Brunswick (auf deutsch: Neu Braunschweig).


 Fähre und Brücke und die Kosten: Wir haben die Fähre für die HInfahrt und die Brücke für unsere Rückfahrt von der Insel genutzt. Für die Fähre haben wir bei der Überfahrt auf die Insel nichts bezahlt, weil man bezahlt immer erst dann, wenn man die Insel wieder verlässt. Wir waren etwas verwundert, weil die Fähre sehr viel teurer ist als die Brücke. An der Brücke hat uns auch keiner gefragt auf welchem Weg wir die Insel betreten haben. Die Gebühr  der Brücke beim Verlassen der Insel betrug 45,00 C$. Dies ist der selbe Preis den man auch für einen PKW bezahlen müsste incl Insassen. Die Fähre hätte 93,00 C$ gekostet.Wir können hier nur unsere Erfahrung beschreiben, ob dies sich immer so verhält wissen wir nicht.

 Fazit: PEI hat uns total begeistert. Der Abstecher hat sich für uns total gelohnt. Der Nationalpark ist unbeschreiblich schön und wir durften ihn bei wirklich tollem Wetter geniessen. Wir haben uns hier nur das Highlight der Insel ausgesucht, aber es gibt bestimmt noch mehr zu sehen!

Ihr hört  als nächstes von uns aus New Brunswick!

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3 thoughts on “Kanada: Prince Edward Island

  • Michael Wechsler 18. Mai 2014 at 09:46

    Liebe Christiane und Birger!
    Wir erfreuen uns hier in Nordgriechenland an Bord der DELFIN stets an Euren aktuellen Berichten. Alles ist sehr gut und nachvollziehbar erzählt und aufbereitet – Tolle Website!
    Ein Tipp zu Eurem Missgeschick mit dem Steinschlag in der Windschutzscheibe: Legt Euch unbedingt sogenannte Scheiben- oder Steinschlag-Pflaster zu! Mit so einem Pflästerchen kann ein nicht zu arger Steinschlag bis zur Reparatur auf der Innenseite fixiert werden. Ansonsten notfalls nach Reinigung innen ein Tixo oder Tesa-Klebeband verwenden; das Loch abmessen, um festzustellen, ob es sich vergrößert. Wir hatten auf unserer Sizilien-Reise mit dem Dethleffs einen bösen Steinschlag, der sich trotz Abklebens innerhalb der nächsten Tage sternförmig bis an den Rand der Scheibe verlängerrte. Hatte trotzdem gut bis Österreich gehalten: die neue Scheibe kostete dann schmerzliche 1.000 Euro…
    Wir wünschen Euch sunny skies & smooth driving!
    Eure See- und Landnomaden Michael und Tina, derzeit Vonitsa/Griechenland

  • renate+heiner christiansen 18. Mai 2014 at 19:26

    Hallo ihr zwei!
    Wir haben mit Begeisterung den Bericht gelesen.
    Durch die tollen Aufnahmen nehmen wir an der Reise teil.
    Bei uns ist z.Zt.warmes Frühlingswetter und unser Leben
    spielt sich im Garten und auf der Terrasse ab.
    Den Bericht haben wir telefonisch nach Dannewerk weitergeleitet.
    Liebe Grüsse
    Renate+Heiner

  • Birthe :o) 20. Mai 2014 at 14:01

    Meine Besten,

    Tolle Photo’s ….wenn man eine ‚Reise tut‘ …..da kann man ja richtig neidisch werden :o).

    Temperaturmaessig haettet Ihr vielleicht doch in Australien anfangen sollen. Bei spaetherbstlichen Temperaturen von 23 Grad (Maximum) bis ‚hinunter‘ auf 15 Grad (des Nachts) laesst es sich hier aushalten. Am ersten Juni haben wir Winteranfang …dann wird es ‚richtig kalt‘.

    Nun denn, Hauptsache Ihr habt es nett ….und das habt Ihr wenn man nach Euren Bildern und den Berichten urteilen kann.

    Ganz, ganz liebe Gruesse von dem ‚australischen‘ Familienzweig.

    Seid umaermelt und gedrueckt.

    Alles Liebe.

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