Mit der Costa Fortuna nach Singapur und Strandurlaub auf Langkawi Nov/Dez 2019

von Christiane

Asien: Mit der Costa Fortuna nach Singapur und Langkawi Nov/Dez 2019

Endlich geht es für uns wieder los! Raus aus dem Winter in Deutschland, rein in den asiatischen „Winter“. Diesmal reisen wir etwas anders, ohne Wohnmobil, ohne Auto, sondern mit einem Kreuzfahrtschiff. Zunächst fliegen wir von Hamburg über Amsterdam nach Genua. Genua empfängt uns zwar mit vielen Wolken am Himmel, aber es ist trocken und merklich wärmer als im hohen Norden von Deutschland. Wir checken im Hotel ein, bekommen ein upgrade auf unser Zimmer und beziehen eine Suite, die sich über  zwei Ebenen erstreckt. Der Blick auf den Hafen und die Stadt ist großartig. So kann eine Reise beginnen! Trotzdem ziehen wir los und  erkunden die Stadt. Viele schöne alte Gebäude säumen die Altstadt, wir bummeln durch die Gassen bewundern Theater, Rathaus und das Gericht. Den Cappuccino trinken wir draussen in einem Strassencafe. Abends ziehen wir los um eine typisch italienische Pizza zu essen.

Die freundliche Dame an unserer Hotelrezeption hat uns ein Restaurant empfohlen. Dort angekommen, ist es für uns  zu schickimicki und 23Euro für eine Pizza empfinden wir etwas übertrieben. Wir schlagen uns in die Nebenstrassen und finden ein  kleines Restaurant mit rot karierten Decken auf den Tischen, den Hauswein trinkt man aus der Karaffe, die Pizza ist megalecker und wir sind die einzigen Ausländer in der kleinen Kneipe. So haben wir uns den ersten Abend in „bella Italia“ vorgestellt. Am nächsten Mittag geht es schon an Bord unseres Kreuzfahrtschiffes. Mit der Costa Fortuna wollen wir durch den Suezkanal und das rote Meer bis nach Singapur. Der Check-in ist sehr freundlich, ganz problemlos  und schon nach 30 Minuten sitzen wir an einer der Bars auf dem Schiff! Das ist nun unser schwimmendes Hotel für die nächsten 26 Tage. Später können wir die Kabine beziehen und wir fühlen uns direkt pudelwohl.

Unser erster Landgang ist schon am nächsten Tag, wir laufen den Hafen von Citavecchia an, in der Nähe von Rom. Im Vorfeld haben wir schon im Internet Eintrittskarten für die Sixtinische Kappelle bzw die Vatikanischen Museen gekauft, so dass unser Programm für Rom steht. Der Transferbus vom Schiff in die Stadt setzt uns in der Nähe vom Capitol ab und wir laufen langsam Richtung Vatikan. Auf dem Campo de Fiori ist einiges los, es ist Markt, wie jeden Tag.

Durch schmale Gassen nähern wir uns unserem Ziel. Es ist Samstag und doch einiges los in der Stadt, das merken wir spätestens als wir bei den vatikanischen Museen ankommen. Die Leute stehen in langen  Schlangen vor dem Eingang, auch die Reihe für Besucher mit Eintrittskarte ist nicht so kurz, aber innerhalb von 25 Minuten sind wir in den Museen. Es ist schon sehr voll! Aber es ist Wahnsinn wie viele Kunstschätze hier ausgestellt sind. Eine echte Reizüberflutung, man weis gar nicht wo man zu erst hinschauen soll. Schnell ist klar, alles können wir nicht im Einzelnen anschauen und so schlendern wir in Ruhe durch die Räume. Das Highlight ist natürlich die Sixtinische Kappelle. Die dortigen Wandgemälde zeigen jeweils nach Osten Szenen aus dem Leben Jesu und Mose und wurden von verschiedenen Malern der Renaissance geschaffen: Sandro Botticelli, Pietro Perugino, Domenico Ghirlandaio, Cosimo Rosselli  Biagio d’Antonio und Luca Signorelli. Das ist also der Ort an dem die Konklave abgehalten wird. Es ist sehr beeindruckend. Voll von all diesen Eindrücken verlassen wir nach drei Stunden die Museen und suchen uns ein kleines Restaurant. Tatsächlich finden wir die Pizzeria wieder in der wir 2017, bei unserer ersten Kreuzfahrt auch mit Stopp in Rom gegessen haben. Nach einer entspannten Pause machen wir uns auf den Weg zum Trevibrunnen, bei unserem letzten Besuch, es war ein Ostermontag, war es dort viel zu überlaufen. Einsam und verlassen wird man den Brunnen wohl nie vorfinden, aber wir können ihn entspannt bewundern und ein paar Fotos machen.

Langsam wird es Zeit zurück zum Bus zu gehen. Rom ist immer eine Reise wert, eine so schöne Stadt. Es gibt noch viel zu entdecken. Beim nächsten Mal! Den nächsten Tag verbringen wir auf See, erkunden das Schiff, beobachten die Leute an Bord, suchen und finden schnell unsere Lieblingsbar. Auf Deck 12 abseits von Animation und den ganzen sonnenhungrigen „Liegenbesetzer“. Hier auf Deck 12 ist es ruhig, die Barkeeper sind sehr entspannt, freundlich und immer zu einem Spaß aufgelegt, je besser sie uns kennen.

Im Laufe der Reise treffen wir hier am Bug des Schiffes – zu unserem spät nachmittäglichen Aperitif – immer die gleichen Gäste, die bei Wein, Kaffee oder Cocktail den Blick aufs Wasser geniessen. Abends um 18.30 Uhr wird das Dinner serviert. Wir sitzen mit zwei weiteren Paaren aus Deutschland an einem Tisch und die Stimmung ist gut. Unser Kellner Santanusich  ist sehr zuvorkommend, freundlich und gibt auch schon mal gute Tipps welche Gerichte von der 6-gänigen Menükarte man probieren sollte. Unser nächster Landgang führt uns in den Hafen von Katakolon in Griechenland. Vom Schiff aus könnte man sich einfach den kleinen Ort am Strand anschauen. Wir haben uns aber entschieden mit einem Transfer nach Olympia zu fahren. Hier wo das olympische Feuer alle vier Jahre entzündet wird, wo die Spiele ihren Ursprung haben. Viel Geschichte und Kultur findet sich  auf dem Ausgrabungsgelände und den beiden angrenzenden Museen.

Schon am nächsten Tag ankern wir im Hafen von Heraklion/Kreta. Man kann ganz einfach  vom Hafen fussläufig die Stadt erreichen und muss dazu nur einer gelben Linie folgen, die uns Touristen direkt in die Innenstadt von Heraklion führt. In 20 Minuten ist man in der Altstadt, es ist einiges los, klar wenn ein Schiff mit 2700 Passagieren anlandet. Wir suchen uns wie immer unseren eigenen Weg durch die Gassen.

Irgendwann habe ich das Gefühl, dass der Gehweg schwankt, ich laufe als hätte ich 2 Promille im Blut. In einem Kaffee setzten wir uns erstmal hin, machen eine Pause, trinken Cola und Wasser. Leider wird mein Schwindel nicht besser und wir entscheiden uns zurück zum Schiff zu gehen. Dort geht es mir sofort wieder gut! Hoffentlich legt sich diese „Landgangkrankheit“ bald.  Aber nun haben wir erst einmal sechs Seetage hintereinander. Schnell haben wir unseren Rhythmus an Bord gefunden. Wir lassen das Frühstück ausfallen, die Schlacht am Frühstücksbüffet ist uns etwas zu anstrengend. Viele Menschen sind am Frühstücksbüffet unterwegs, einige laufen etwas unkoordiniert auf den schmalen Wegen entlang, balancieren unsicher Teller und Tassen samt Inhalt vor sich her, obwohl wir gar keinen Seegang haben, andere haben Angst sie verhungern, drängeln, überholen und klar es gibt dann noch 70% normale Gäste am Büffet. Wir nutzen morgens die Zeit und walken ein paar Runden auf der „Walkingstrecke“ auf Deck 10, Mittags kann man im „Bedienrestaurant“, dort wo abends auch das Dinner serviert wird, essen. Man bekommt eine kleine Menüauswahl und der nette Kellner bringt einem die ausgewählten Gerichte an den Tisch. Das ist der richtige Ort für uns, wir können gleichzeitig zusammen essen, keiner von uns beiden ist unterwegs noch ein vergessenes Wasser, Stück Obst oder Brot zu holen. Es ist viel entspannter als am Büffet, gut die Auswahl ist eingeschränkter. Nachmittags geniessen wir die Sonne auf unseren Balkonstühlen, bis es Zeit ist auf dem gemütlichen Deck 12 zum Aperitif zu gehen. Das Angebot an Sportkursen, Tanz und Spiel während des Tages ist groß, wir mögen es lieber ruhiger über Tag und gehen lieber abends länger feiern. So findet jeder an Bord sein Unterhartungs-und Entspannungsprogramm. Neugierig sind wir vor allem auf die Durchfahrt durch den Suezkanal. Morgens um 4.00 Uhr soll es los gehen. Die Schiffe dürfen nicht alleine durch den Kanal fahren, sondern nur in begleiteten Konvois. An einem Punkt sammeln sich die verschiedenen Schiffe und dann geht es gemeinsam los. Birger stellt sich den Wecker für 4.00 Uhr aber wir liegen noch vor Anker und es ist dunkel draussen. Kurz vor 5.00 Uhr setzt sich die Costa Fortuna in Bewegung und wir fahren in den Kanal ein. Ich stehe auch mal kurz auf, aber es ist noch nicht hell genug. Eine Stunde später stehen wir fasziniert auf unserem Balkon und schauen uns unseren Konvoi an, im Abstand von ca 2 Km fahren die Schiffe hintereinander weg, hinter uns fährt ein großes Containerschiff. An einer Stelle kommt uns ein Konvoi aus der anderen Richtung entgegen, wir zählen 20 Schiffe. Der Suezkanal ist 193,3 km lang, wird von zwei Binnenseen unterbrochen, die Durchfahrt dauert ca 11 Stunden. Jeden Tag fahren drei Konvois in jede Richtung. Der Suezkanal ist die wichtigste Einnahmequelle für Ägypten.

Wir geniessen die Seetage, suchen uns tagsüber unsere ruhigen Plätze und gehen dem Trubel von Animation und Co aus dem Weg. Jeden Abend gibt es nach dem Essen eine Show in dem großen Theater an Bord, verschiedene Sänger ( mal Classic mal Rock und Pop),  unterschiedliche Artisten, Zauberkünstler, unterhalten uns jeden Abend ca 45 Minuten lang. Einige Shows sind etwas professioneller als andere, aber alle machen uns viel Spaß und wir fühlen uns gut unterhalten. Gutes Essen, gute Unterhaltung, dazu ein Glas Wein und nette Leute – alles stimmt-. Unser erster Halt nach den vielen Seetagen ist Salalah im Oman. Wir haben eine Tour gebucht, der Hafen ist recht weit weg von der Stadt. In gut klimatisierten Bussen bekommen wir einen Eindruck von der Stadt. Das Klima hat sich merklich verändert, wir haben über 30 Grad und die Luftfeuchtigkeit liegt locker über 80%. Aber wir wollten ja in die Wärme….. Zunächst besuchen wir die Moschee Shanfari und dürfen sie auch betreten, danach geht es zur Ausgrabungsstätte -Al-Balid-. Unser Reiseleiter weiss ein Menge über Land, Leute und Religion zu erzählen. Auf einem kleinen Parkplatz stehen einige Obsthändler, die vornehmlich frische Kokosnüsse und Bananen verkaufen. Birger lässt es sich nicht nehmen frische Kokosnussmilch zur trinken, das Innere einer Kokosnuss, wenn es nicht getrocknet ist, so wie wir es in Deutschland kennen, schmeckt mir nicht so gut. Es ist etwas klibbrig und leicht schleimig…. Aber wer es mag. Unser Reiseleiter gibt dann noch eine Runde süsser Bananen aus bevor zum nächsten Stop geht, dem Touristenmarkt Sous Al-Husn. Es gibt gefühlte 50 Stände, die leider alle das gleiche verkaufen, Tücher und Weihrauch. Schade! Wir gehen in eine Seitenstrasse, dort ist einer der Sitze des Königs, Palast Al-Husn, und der Regierung, es ist alles sehr gepflegt und viele Gebäude hinter hohen Mauern und Palmen versteckt. Salalah ist keine Touristenhauptstadt des Oman, eher bekannt wohl für seine tollen Luxushotels an den Stränden. Uns hat die Stadt wenig beeindruckt. 

Nach weiteren zwei Seetagen erreichen wir Mumbay/Indien. Wir sind total gespannt auf diese Weltmetropole, hier leben 25 Millionen Menschen. Viel haben wir über die Stadt gehört, jetzt wollen wir uns selber ein Bild machen, ein kleines Bild. Unsere Reiseleiterin führt uns zunächst 1,5 Stunden zu Fuss durch einen Teil der Stadt. Der Verkehr um uns herum ist der Wahnsinn, auf vier Spuren wird neun spurig gefahren, es wird gehupt was das Zeug hält, jeder quetscht sich überall vorbei, dazwischen noch die Motorroller. Gut das unser Wohnmobil zu Hause steht. Es ist Winter, wir haben 35 Grad und die Luftfeuchtigkeit liegt unter 90%, die Einheimischen sind glücklich über die milden Temperaturen. Auf dem Sportplatz wird Kricket gespielt. Nach 10 Schritten sind wir schon aus der Puste und unsere T-Shirts sind durchgeschwitzt. Wir laufen durch das Regierungsviertel mit wunderschönen Gebäuden, Erfahren viel über Schulbildung, Familienalltag, das Zusammenleben mit soviel verschiedenen Religionen, Moslem, Christen, Hindus, Buddhisten etc leben alle zusammen, die unterschiedlichen Bildungsschichten. Unser Busfahrer fährt uns sicher durch das Chaos auf den Strassen und wir staunen sehr. Es ist sehr schwierig für ihn anzuhalten und uns rauszulassen, wenn wir etwas besichtigen wollen, er diskutiert mit seinem Beifahrer und der Reiseleiterin immer, was wohl gerade der beste Ort ist um zu halten. Als wir den HauptBahnhof -Chhatrapati Shivaji – besuchen wollen, gibt es keinen besten Ort, wir halten auf der linken Spur(die Inder fahren links) und hinter uns steht der Verkehr einschliesslich eines Feuerwehrfahrzeuges ( nicht im Einsatz), das Ausmass an Gehupe kann ich nicht beschreiben. Unglaublich! Als wir alle ausgestiegen sind, fährt der Bus wieder los. Der Bahnhof ist wirklich ein schönes Gebäude auch von Innen, es laufen tausende von Menschen hier rum, wir mitten drin…. ja und nach 20 Minuten Besichtigung müssen wir wieder in unseren Bus einsteigen. Es dauert etwas bis der Bus am Treffpunkt ankommt und dann heisst es schnell, schnell einsteigen…. trotzdem verursachen wir im allgemeinen Verkehrschaos, ein weiteres Chaos……!

Weiter geht es zu einem großen Denkmal „Gateway of India“. Parken ist hier für die Busse einfacher und wir haben 30 Minuten Zeit uns das Denkmal und den großen Platz alleine anzuschauen. Danach geht es zum Mittagessen in ein sehr schönes 5 Sterne Hotel. Die Tische sind schöne eingedeckt, das Büffet bietet uns viele Speisen, die wir nicht kennen und ich probiere mal alles, was keinen Fisch oder Meeresfrüchte enthält. Es ist alles super lecker, ob es typisch indisch ist, kann ich nicht wirklich beurteilen. Wahrscheinlich ist alles auf den Schärfegrad des europäischen Gaumens runter gestuft. Nach dem Essen geht es weiter auf eine Art Landzunge von Mumbay. Hier wohnen nicht nur die Schönen und Reichen in riesigen, gepflegten Apartmenthochhäusern, sondern hier liegt auch ein großes heiliges Wasserbecken der Hindus. Um dieses Wasserbecken, dass die Größe eines sehr großen Schwimmbades hat, sind viele kleine Häuser und Hütten angeordnet. Kleine Gassen führen herum, in denen kleine einheimische Geschäfte zu finden sind. Die Menschen begegnen uns sehr freundlich und als wir einer jungen Frau den Eingang zu ihrem kleinen Haus versperren, weil Birger und ich ungeschickt davor stehen, lädt sie uns gleich ein, doch einen Blick in ihr Haus zu werfen und reinzukommen. Da wir in einer größeren Gruppe unterwegs sind, lehnen wir beide ihr liebes Angebot ab. Wären wir alleine gewesen, hätten wir die Einladung wohl angenommen. Während wir das große Becken umkreisen, erfahren wir viel über den Glauben, die Rituale und das Leben der Hindi in Mumbai. Für uns war dies der interessanteste Teil an diesem Tag.

Abschliessend besuchen wir noch die Markthalle, viele Stände mit Gewürzen, Souvenirs, Fleisch, Gemüse, Obst und auch lebenden Tieren, vom Kanarienvogel bis zum Hundebaby beherbergt die Markthalle. Als eine der Mitreisenden von einem Kind angebotene Souvenirs kauft, werden wir die Schar der fliegenden Händlern mit ihren überteuerten Tüchern, Magneten, Hüten etc nicht mehr los.

Als wir zurück zum Hafen fahren, setzt langsam der Berufsverkehr ein und das für uns schon recht große Verkehrschaos nimmt noch zu. Wir hätten nicht gedacht, dass das noch möglich ist. Dieser Berufsverkehr führt auch dazu, dass die Costa Fortuna ca 4 Stunden später als geplant den Hafen verläß. Einige der Exkursionsbusse stecken irgendwo im Stau fest. So kommen wir auch am nächsten Tag verspätet in Goa an und können anstatt um 8.00 Uhr erst gegen 12.00 Uhr das Schiff verlassen. Wir haben uns für eine Tempeltour entschieden, denn der Hafen an dem wir anlegen ist weit weg von allem. So fahren wir auch fast 1,5 Stunden zum einem der bekanntesten HinduTempel von Goa, dem Shantadurga. Wir dürfen ihn auch betreten und bewundern die reich geschmückten Altäre, viel Gold und Silber ist zu sehen, als herrlich mit Blumen dekoriert.

Weiter geht es zu zwei katholischen Kirchen, die zum Unesco Weltkulturerbe gehören. In der Basilika do Bom Jesus ist die Grabstätte von Francisco de Xavier und man kann  das Kloster des heiligen Franz von Assisi mit der angeschlossene Klosterkirche zum Heiligen Geist bewundern. Die gegenüberliegende Se-Kathedrale ist auch sehr beeindruckend. In vier Tagen beginnt hier ein großes Fest und auf den Strassen rund um die Kirchen, sind viele Stände mit Speisen und Getränken von Einheimischen für die Besucher aufgebaut, die ganze Umgebung bereitet sich vor. Tausende von Besuchern werden erwartet vor der Kirche sind bestimmt 4000 Stühle aufgebaut, Drängelstangen sollen den Eintritt in die Kirche organisieren und die ersten Gläubigen haben schon in den Gängen um die Kirche herum ihr Lager auf Matten aufgeschlagen. Unser Reiseleiter sagt, dass in zwei Tagen hier kein Bus mehr herfahren kann. Glück gehabt. Die beiden Kirchen sind wirklich wunderschön, aber das Treiben zur Vorbereitung des Festes beeindruckt uns genauso viel.

Weiter geht es in die Hauptstadt Goas Panjim, wir machen einen kleinen Stadtrundgang durch das portugiesische Viertel. Das Viertel wird uns nicht so in Erringung bleibt.  Der Rückweg zum Schiff allerdings schon. Wir geraten in einen Stau, da wir später vom Schiff losgefahren sind, geraten wir nun auf der Rückfahrt mitten in den Berufsverkehr. Aber unser Busfahrer ist schlau, wendet gekonnt mitten im Stau mit unserem langem Gefährt, denn er kennt eine Abkürzung. Ja, eine gute Idee, die auch zig-hundert andere Fahrzeuge hatten. Nun stehen wir eben in einem anderen Stau. Naja, und so brauchen wir für die Rückfahrt anstatt 35 Minuten, knapp vier Stunden. Unser Reiseleiter versucht uns die Wartezeit zu verkürzen und erzählt viele kurzweilige Geschichten über Land und Leute. Er hält sich tapfer und hat heute keinen ganz so einfachen Job. Viele der Exkursions-Busse vom Schiff sind im Stau gefangen….. So, dass die Costa Fortuna mit weiteren vier Stunden Verspätung ihre Fahrt fortsetzt. Aber der nächste Tag ist ein Seetag und so werden wir wohl etwas von der Verspätung aufholen können. Das ist zumindest der Plan vom Kapitän. Wir geniessen einen faulen Tag an Deck, als wir am frühen Abend von der Bar in unsere Kabine gehen wollen um uns fürs Abendessen umzuziehen hören wir aus den Lautsprechern die Durchsage: “Man over board!“ Mann über Bord, wir sind ganz erschrocken zumal ein Crewmitglied genau vor uns los rennt und einen Rettungsring über Bord wirft. Sofort ist das ganze Schiff in Aufruhr, jeder schaut ins Wasser. Wir entscheiden uns auf die Kabine zu gehen und abzuwarten was passiert. Als wir an einer Bar vorbei kommen, frage ich den Barkeeper ob es eine Übung sei oder „real life“. Er ist recht blass um die Nase und sagt, dass sei keine Übung. Ein Paar was uns entgegen kommt erzählt es sei jemand vom Balkon gestürzt als er Fotos machen wollte. Von unserem Balkon aus sehen wir zwei Rettungsringe im Wasser weit entfernt treiben, sie stossen roten Rauch aus um sichtbar zubleiben. Unten am Rumpf des Schiffes sehen wir einen Streifen aus weisser Farbe, die wir hinter uns her ziehen. Es wird langsam dunkel und wir hoffen, das derjenige der über Bord ging, schnell gefunden wird. Das Boot kreist ganz langsam in Richtung der Rettungsringe. Wir Passagiere werden aufgefordert in den Kabinen zu bleiben und CrewMitglieder kommen rum um unsere Bordkarten zu scannen um die Anzahl der Passagiere zu zählen. Die Mannschaft wird aufgerufen sich im Theater einzufinden um dort auf Vollständigkeit überprüft zu werden. Einige Passagiere glauben sie müssen ins Theater gehen…..! Birger und ich werden ganz still in der Kabine und hoffen, dass alles gut ausgeht. Viermal kommt ein Crewmitglied bei uns vorbei und wir und die anderen Passagiere werden gezählt.  Am Horizont werden Lichter von anderen Schiffen sichtbar, die uns wohl bei der Suche unterstützen sollen. Nach endlosen dreieinhalb Stunden, gibt es eine Entwarnung. Mannschaft und Passagiere sind vollständig. Die Fahrt geht weiter. Beim Abendessen gibt es nur ein Thema und die Gerüchteküche brodelt heftig. Neben der von uns gehörten „Fotostory“ haben unsere Nachbarn mit jemanden gesprochen, der etwas an sich von oben vorbei fliegen hat sehen, ein anderer haben jemanden im Wasser schwimmen sehen.  Am Ende war es zum  Glück wohl nur ein Fehlalarm. Eine offizielle Aufklärung des Vorfalles gab es vom Kapitän nicht.

Unser nächster Halt ist Columbo, klar immer noch sehr verspätet, starten wir unsere geführte Tour durch die Stadt. Es regnet in Strömen und unserem Reiseleiter fällt erst mal nix besseres ein als uns zu einem riesigen Souvenirshop zu bringen. Birger und ich sind etwas sauer, weil auf unserer Tour keine Shoppingtour vorgesehen ist und wir uns deswegen für sie entschieden haben. Die Besichtigung einer Kirche verschieben auf das Ende der Tour, da gerade die Schule in der Nähe der Kirche aus ist, und die Strasse so zu geparkt ist, dass unser Bus nicht durchkommt. Wir fahren an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei unser Führer versucht uns etwas auf Deutsch  zu erklären, aber zum ersten Mal wünschten wir uns einen englisch sprechenden Reiseleiter zu haben. Wir verstehen kein Wort. Irgendwann lässt der Regen nach, wir kommen an dem schönen Hindutempel – GangaramayaTempel-der auf einem See gelegen ist. Unser Reiseführer bietet an auszusteigen, aber es würde wohl auch reichen nur dran vorbei zufahren. Wir sind dann doch acht Leute die gerne den Tempel besichtigen wollen. Dies findet unser Reiseleiter wohl nicht so toll, er muss nämlich Eintritt  bezahlen für uns, er lässt uns auch nur wenig Zeit. Doch wir lassen uns alle nicht hetzten.

Dann steht am Ende noch der Besuch der Kathedrale Santa Lucia aus. Aber wir stehen im Stau, irgendwie stehen wir immer im Stau, dass ist den Verspätungen geschuldet, mit den die Ausflüge beginnen. Normalerweise wären wir alle vor der Rushhour wieder an Bord. Die Strasse ist fast knietief überflutet, die Kanalisation ist mit dem Regen überfordert, die Mehrheit im Bus entscheidet zum Schiff zurück zufahren und die Kirche nicht mehr anzusehen. Schade! Dieser Ausflug war nicht so doll und das lag nicht am Wetter.

Die nächsten drei Tage sind wir auf See und versuchen die verlorene Zeit wieder einzuholen. Es ist entspannt an Bord, wir faulenzen am Tag und Abends gehen wir in der Weinbar tanzen. Es gibt viele Bars mit Livemusik auf dem Schiff, meist mit großer Tanzfläche. In unserer kleinen Weinbar spielt Vincenzo aus Venedig das Piano, singt dazu, vornehmlich italienische Songs zur Untermalung. Ab 22.30 Uhr wird es voller in der Bar, Vincenzo singt etwas lauter, auch englische Lieder und es wird getanzt, obwohl es keine richtige Tanzfläche gibt. Jeder findet einen Platz, singt und tanzt und die Atmosphäre ist sympathisch italienisch locker. Alle fühlen sich wohl und Vincenzo hat sichtlich Spaß an seinem Job. Jeden Abend treffen sich fast die selben 100 Leute aus allen Herren Ländern in der Bar und haben gemeinsam jede Menge Spaß. Schade ist es jedesmal, dass um 1.00 Uhr Vincenzo „Dienstende“ hat. Natürlich lernen wir auch einige nette Leute kennen. Linda und ihr Mann Ed kommen aus Großbritannien. Während der Sommermonate leben sie auf ihrem Katamaran an der Küste Griechenlands und nehmen auch gerne zahlende Gäste mit an Bord. Wir verstehen uns sehr gut und es gibt viel zu erzählen und Zeit haben wir ja auch alle. Sogar Edward tanzt irgendwann freiwillig zur Musik in der Weinbar, was Linda ziemlich gut gefällt.

Die Tage fliegen nur so dahin. Unser nächster Landgang ist in Thailand auf der Insel Phuket. Dieses Mal landen wir nicht an der Hafenmauer, sondern werden getendert. Mit kleineren Booten geht es zum Hafen. Wir haben einen ganztägigen Ausflug gebucht, es geht zu Kirchen und Tempeln und ein wenig die Küste entlang. Unser Reiseleiter hat neuen Jahre in Essen gelebt, spricht super Deutsch und hat viel spannendes zu erzählen. Wir besuchen die  sehr großen Tempelanlagen Jui Tui Tempel, Wat Phra Thong, Wat Chalong und haben immer genug Zeit uns alleine alles in Ruhe anzusehen, der Aussichtspunkt Kap Promthep beschert uns einen schönen Blick auf die Bucht. 

Am nächsten Tag gehen wir in Langkawi vor Anker. Birger und ich entscheiden uns an Bord zu bleiben, denn am Ende der Schiffstour, werden wir noch zwei Wochen auf dieser Insel verbringen und genug Zeit haben uns alles in Ruhe anzusehen. So geniessen wir das ganze Schiff fast für uns alleine. Wir legen uns in einen der Whirlpools und haben ihn für uns ganz alleine. Naja fast, etwas später gesellen sich die Schweizerin Elsbeth und ihr norwegischer Mann Dag zu uns. Die beiden sind Journalisten, sind nun in Rente und reisen seit vier Jahren um die Welt, haben für sich aber noch nicht die optimale Reiseart gefunden. Wir tauschen unsere Reiseerlebnisse aus und verlassen erst den Whirlpool als die Haut an unseren Händen sich fast auflöst. Abends treffen wir uns wieder auf ein Glas Wein an der Bar. Am nächsten Tag hält die Costa Fortuna in der Stadt Georgetown auf der Insel Penang/Malaysia. Der Hafen ist direkt in der Stadt und so laufen Birger und ich einmal um und durch die Stadt um uns die Sehenswürdigkeiten anzusehen. Die Harmony Lane. ist beeindruckend, weil in unmittelbarer Nähe zu einander, Hindutempel, christliche Kirchen und Moscheen zu finden sind. An der Moschee wird gerade eine Hochzeitsfeier vorbereitet.

Nach ca vier Stunden sind wir wieder zurück an Bord, es ist so unglaublich heiss und die Lufttemperatur macht den Spaziergang schon recht beschwerlich. Also legen wir uns mal wieder alleine in den Whirlpool, während die meisten anderen Gäste ihre Ausflüge geniessen. Als nächstes gehen wir in Port Klang von Bord, mit einem vom Schiff angebotenen und organisierten Shuttelbus, lassen wir uns in die 1,5 Stunden entfernte Stadt Kuala Lumpur bringen. Wir hatten überlegt, alleine in die Stadt zu fahren mit öffentlichem Bus und Taxi, aber wenn wir im Stau stehen auf der Rückfahrt wartet das Schiff auf uns „privat Ausflüger“ nicht. Auf einen evtl verspäteten Shuttlebus schon. Mit uns im Bus sitzen unsere Tischnachbarn vom Dinner Janina und Asif und wir beschliessen gemeinsam die Stadt zu erkunden. Die Dame, die unseren Bus in die Stadt begleitet gibt uns ein paar Hinweise, die wir gerne befolgen. Zunächst laufen wir vier zum Kuala Lumpur Tower, bekommen problemlos Eintrittskarten für die Plattform und schauen uns die Hauptstadt von Malaysia aus 417 Meter Höhe an. Der Tower ist höher als die weltbekannten Petronas Towers und man bekommt oft noch sofort Eintrittskarten. Bei den Petronas dürfen nur alle 30 Minuten 25 Leute auf die Plattform hoch und man bekommt meist nur Karten für die nächsten Tag. Aber wir wollen uns die Petronas Towers zumindest von aussen anschauen und laufen vom Kuala Lumpur Tower ca 3 km zu den Petronas.Es ist unglaublich heiss und feucht und wir trinken einen Liter Wasser nach dem nächsten. Janina und Birger haben die sieben Meilenstiefel an und eilen voraus, Asif und ich schleichen gemütlich ins Gespräch vertieft hinter her. Die beiden Türme der Ölgesellschaft sind wahrlich beeindruckend und Janina macht super Fotos von uns.

Wir haben leider nur fünf Stunden Zeit für unsere  Stadtbesichtigung, und entscheiden uns mit der U-Bahn noch ins Chinesische Viertel zu fahren. U-Bahn fahren ist ganz einfach und auch sehr günstig, zu viert zahlen wir pro Fahrt keine 2 Euro. Als erstes besuchen wir eine große Markthalle mit vielen Souvenirshops, auch um die Halle herum sind einige Stände.

Birger und ich sind eben doch doppelt so alt wie Janina und Asif und wir haben Lust auf eine Pause. Die beiden schliessen sich an und wir trinken erst einmal einen leckern Mango-Milchshake in einer klimatisierten Kneipe.Ok, ein Bier wäre uns lieber, aber die Bar, hat gerade Probleme mit ihr Ausschanklizenz. Es wird auch leider schon Zeit für die Rückfahrt zum Bus. Der wartet nämlich nicht auf uns, wenn wir zu spät sind. Auf die U-Bahn müssen wir nicht warten, sie  ist schon da, wir steigen ein und eine Gruppe Italiener vom Schiff stehen direkt neben uns. Wir warten auf die Abfahrt des Zuges nichts passiert. Alle anderen sind gelassen, also sind wir es auch. Nach ca 15 Minuten fährt der Zug endlich los, uns bleibt noch ca eine halbe Stunde bis zur Abfahrt des Busses zum Schiff. An der nächsten Haltestellen steigen Fahrgäste ein und aus und wir stehen wieder lange am Bahnhof nix geht mehr, die Zeit wird knapp, auch die Italiener werden nervös. Wir fragen die anderen Passagiere ob es normal ist, dass der Zug so lange im Bahnhof steht. Nein, eigentlich nicht ist die Antwort. Eine Italienerin erklärt ihrem einheimischen Mitreisenden unsere Situation, das wir pünktlich sein müssen, um mit dem Shuttle Bus zum Schiff zu kommen. Er hat eine Idee, drückt einen Knopf an einem Lautsprecher und ist wohl mit Lokführer verbunden. Er schildert unser Problem und fragt was den mit dem Zug los ist?  Wir erfahren, dass es ein Probleme mit der Batterie im Zug gibt, die muss erst etwas aufgeladen werden, bevor der Zug wieder los fahren kann. Ich versuche unsere Dame aus dem Bus zu erreichen um unsere Verspätung anzukündigen, sie hat uns ihre Telefonnummer für Notfälle gegeben. Nur ein Anrufbeantwortet geht dran. Danke auch! Dann setzt der Zug sich doch noch in Bewegung und schafft es bis zur nächsten Haltestelle. Weiter müssen wir zum Glück auch nicht. Wir rennen los. Raus aus der U-Bahn, erst kurz in die falsche Richtung dann, umgedreht und als letzte erreichen wir den Bus. Die nette Dame ist schon ganz aufgeregt und nervös. Ich sage ihr sie wäre nicht ans Telefon gegangen…naja ich hätte Whats app nutzen müssen. Ach,so, danke für den Tipp! Alles ist ja nochmal gut gegangen! Auf dem Weg zu Schiff, ich muss es wohl nicht extra erwähnen, stehen wir mal wieder im Stau. Es ist unser letzten Abend an Bord und wir gehen noch mal etwas feiern, verabschieden uns von allen an Bord, die uns ans Herz gewachsen sind, Barkeeper, Kellner, Pianist und andere Mitreisende. Eine tolle Zeit geht für uns zu Ende. Wir würden gerne wieder auf eine Kreuzfahrt gehen.

Am nächsten Morgen verlassen wir in Singapur das Schiff. Das Ausschiffen geht unkomplizierter als gedacht und um 13.00 Uhr sind wir schon in unserem Hotel in Singapur. Das Zimmer können wir auch 20 Minuten später beziehen und die Koffer abstellen. So steht einer Stadtrundfahrt nichts im Wege. Mit einem hopon-hopoff Bus schauen wir uns die Stadt an und zu mehr bin ich auch nicht  fähig, eine Erkältung zieht auf.

Den Abend verbringen wir am Clark Quay und schauen uns das lebendige Treiben an.

Schon früh am nächsten Morgen geht unser Flugzeug nach Langkawi. Hier wollen wir zwei Wochen am Strand verbringen und der Kälte in Deutschland noch etwas entfliehen. Der Flughafen in Singapur ist unglaublich schön und es ist wohl der einzige Flughafen von dem ich jemals Fotos von Innen gemacht habe.

Wie überall ist die Klimaanlage voll aufgedreht und trotz Jacke und langer Jeans friere ich. Auch im Flieger ist es eisig kalt. Nach knapp zwei Stunden Flug sind wir auf der Insel Langkawi angekommen, unser Koffer ist schnell vom Band abgeholt und ein Taxi bring uns innerhalb von 15 Minuten zu unseren Hotel direkt am Strand. Wow! Die Anlage ist super gepflegt und sehr groß. Sie besteht aus vielen verschiedenen Häusern mit je vier Zimmern mit jeweils einem großem Balkon. Von unserem Balkon aus haben wir Blick auf das Meer, den weisen Strand und die Palmen. Es erinnert uns sehr an einen Karibikstrand.

Selten haben wir so weissen Sand gesehen, ein wirklicher Traumstrand. Am Strand entlang sind wir zu Fuss in fünf Minuten im Ort Pantai Cenang  es ist Mittagszeit, 35 Grad warm, die  Luftfeuchtigkeit liegt bei über 85%. Ausser uns sind kaum Leute unterwegs, aber wir wollen unseren kleinen Kühlschrank mit ein paar Getränken füllen. Trotzdem sind wir froh wieder in unserem klimatisierten Zimmer zu sein, am Nachmittag geniessen wir den riesigen Pool, den wir fast für uns alleine haben. Abends erkunden wir den Ort und den Strand erneut, so ab 17.00 Uhr verlassen Einheimische und Touristen ihre Unterkünfte. Es wird langsam kühler, die Bars am Strand drehen die Musikanlagen auf und die ersten Happy-Hour starten. Schnell finden wir „unsere“ Bar „Kalut Café und Bar“. Gute Musik, super nette Leute, direkt am Strand, auch gerne auf den Sandsäcken sitzend im Sand, leckeres Bier vom Fass. Es wird unsere Stammbar für die Abende in den nächsten zwei Wochen.

Die nächsten Tage allerdings verbringe ich mehr im Bett, als am Strand. Eine Erkältung hat mich ziemlich heftig erwischt. Als es mir besser geht mieten wir uns ein Auto wir wollen ja was von der Inseln sehen.  Auf dem Weg zu dem Highlight von Langkawi, Gunung Mat  Cincang,  der Langkawi Cable Car, begegnen uns die ersten Affen am Strassenrand. Die warten nur auf uns Autofahrer, von denen sie wohl meistens keine Leckereien bekommen. Wir sind total unvorbereitet und die Affen schauen etwas enttäuscht, sorry!

Als an der Seilbahn ankommen, schauen wir nicht schlecht, es ist super voll, dabei haben wir uns extra einen Werktag für unseren Besuch ausgesucht, aber es sind Sommerferien in Malaysia. Wir kaufen unsere Eintrittskarten mit der wir aber nur zu einer bestimmten Zeit mit der Gondel auf den Berg fahren können. Bis zu unserem Zeitfenster haben wir noch zwei Stunden Zeit. Um die Gondelstation herum wurde ein richtig kleines Dorf, Oriental Village, gebaut, mit vielen Shops, Restaurants, Streichelzoo, Koiteich etc. Also nutzten wir die Zeit und schauen uns alles an. Endlich geht es los! Auf der Mittelstation hat man schon einen tollen Ausblick auf das Meer und vielen kleinen Inseln. Die Fahrt geht mit der nächsten Gondelbahn weiter auf die Spitze. Schon von der Gondel aus haben wir einen tollen Blick auf die bekannte Skybridge. Eine fast schwebende Brücke, über ein Tal. Klar, müssen wir da drauf. Ein Weg über ein paar Treppen führt zum Aufgang auf die Skybridge. Die Brücke schwankt ein wenig, wenn man über sie läuft, ein komisches Gefühl. Die Aussicht ist fantastisch, da sind Hitze und Luftfeuchtigkeit schnell vergessen. Von hier aus geht es zu zwei weitere Aussichtsplattformen.

Es war ein tolles Erlebnis, auch wenn die Wartezeiten länger waren als die Zeiten die wir in Gondeln oder auf Aussichtsplattformen verbracht haben. Am nächsten Tag erkunden wir die andere Seite der Insel. Strände, Holzwege durch den Regenwald, das Eagle Square Denkmal in Pantai Tengah und vor allem die Fahrt durch die Dörfer gefallen uns sehr gut.

Nachmittags sind wir wieder im Hotel und kühlen uns im Pool ab. Linda und Edward haben nicht mit uns in Singapur die Costa Fortuna verlassen, sondern haben ihre Kreuzfahrt noch etwas fortgesetzt. In diesem Rahmen landen sie noch einmal auf Langkawi. Klar, dass wir die beiden vom Schiff abholen und mit ihnen einen entspannten Tag am Strand bei uns am Hotel verbringen. Es gibt viel zu erzählen, also Linda erzählt, Ed ist leider total erkältet.Wir zeigen den beiden unsere Strandbar,, ausserdem habe ich eine Wette gegen Ed verloren und schulde ihm noch ein Bier. Anschliessend gehen wir zusammen asiatisch in einem kleinen Strandrestaurant  essen. Irgendwann ist es dann Zeit zum Abschiednehmen, aber wir werden uns irgendwo bestimmt wiedersehen.

Birger und ich geniessen unseren letzten Tagen auf Langkawi faul am Pool und am Strand bis unser Flieger geht. Wir landen in Kuala Lumpur und bleiben noch knapp drei Tage r in der Hauptstadt bevor wir wieder ins kalte Deutschland zurück müssen. Nach dem wir die Umgebung vom Hotel erkundet haben, lassen wir uns mit dem Taxi zum Vogelpark fahren. Ein großes Freilandgehege nur mit einem großen Netz überspannt in dem sich einige Vogelarten frei bewegen können. Birger war vor Jahren schon einmal hier und hat es in sehr guter Erinnerung. Als erstes laufen uns ein paar Pfaue über den Weg und schlagen ein Rad für uns. Ein Pelikan unterschätzt beim Landeanflug etwas die Distanzen und streift mich knapp am Kopf. Also wir sind mitten drin. Knapp 1,5 Stunden spazieren wir zwischen den Tieren umher.

Weiter geht es zum „Independence Square“ dem Hauptplatz, wir entscheiden uns dazu, die 2,5 km zu laufen um auch etwas mehr von der Umgebung mit zu bekommen, wir trinken ein fach viel Wasser unterwegs, um die Hitze besser zu vertragen. Der Platz ist wirklich beeindruckten und ist umrahmt von vielen historischen Gebäuden!

Für den Weg zurück zum Hotel entscheiden wir uns dann doch wieder für ein Taxi. Abends schauen wir uns dann noch die Towers an.

Unser Flug geht am letzten Tag erst nachts um 24.00 Uhr. Wir ergattern noch Tickets für die Aussichtsplattform für die PetronasTowers. Zwar erst für den späten Nachmittag, aber wir haben ja Zeit. Vorher schlendern wir noch durch das dazugehörige ShoppingCenter, alle teuren Modelabels sind hier vertreten und wir überlegen, wer hier wohl soviel Geld für Kleidung, Schmuck und Parfüm ausgeben will. Aber wir werden eines besseren belehrt. In vielen der Läden von Dior, Gucci, Armani, Versace, Fendi und Co sind kaufkräftige Kunden zu sehen, die nicht nur am Eingang das Glas Champagner geniessen, sondern auch mit Tüten in der Hand die Shops verlassen. Eine tolle Winterlandschaft ist in dem Center aufgebaut und Menschen stehen in Schlangen davor um sich in dieser Kunstlandschaft fotografieren zu lassen. Ausserhalb steht noch ein riesiger geschmückter Tannenbaum, wohl der größte in Malaysia.

Wir verlassen dieses Winterwonderland und fahren mit einem Aufzug hoch auf die Brücke zwischen den beiden Türmen. In Gruppen von ca 25 Personen darf man die Brücke betreten und hat so jede Menge Raum um die Aussicht von allen Seiten zu geniessen und Fotos zu machen. Nach ca 10 Minuten geht es weiter in den nächsten Aufzug in die 86 Etage auf 410 Meter Höhe. Den Blick in die Weite und nach unten lässt sich schwer beschreiben… aber wir haben da ein paar Fotos vorbereitet.

Ja, nun wird es Zeit für uns wieder nach Deutschland zu fliegen. Mit dem Taxi lassen wir uns zur Sentral-Station bringen und fahren mit dem Schnellzug zum 68 km ausserhalb liegenden Flughafen von Kuala Lumpur. Der Flug ist recht kurzweilig, was wohl daran liegt, dass wir jeder eine ganze Sitzreihe zur Verfügung haben und viel schlafen. In Deutschland erwartet uns ein kleiner Kälteschock, aber auch eine schöne Zeit mit Freunden und Familie. Leider lässt die zweite Erkältungswelle dann auch nicht lange auf sich warten. Ein Grund um bald wieder los zu fahren. Ende Januar gehts wieder mit dem Wohnmobil los, Richtung Süden. Wir werden wie immer berichten!

Fazit: Die Fahrt mit der Costa Fortuna und der anschliessende Hotelurlaub war für uns mal eine andere Art des Reisens. Wir haben uns sehr wohlgefühlt. Das rundrum Verwöhnprogramm hat uns sehr gefallen und mit den anderen Gästen hatten wir viel Spaß. Das kurze Streifen der indischen, thailändischen und malaiischen Kultur hat uns beeindruckt und es war nicht unsere letzte Asienreise.

Dieser Beitrag gehört zu Asien 2019, Reiseberichte

2 thoughts on “Mit der Costa Fortuna nach Singapur und Strandurlaub auf Langkawi Nov/Dez 2019

  • Marjo Prine 30. Januar 2020 at 20:38

    Christiane and Birger. Just going through me email connections and came across yours. What a lovely surprise to read about your adventures! You have certainly been a lot of places. We now live in Meaford, where you camped in 2014. Ron and Christine also live here. We have our flock of approx 60 sheep here along with a few goats, chickens, and ducks. We have 10 acres, and last year Andrew fenced off a section for the sheep to graze in the summer months. We are in the middle of lambing right now. Have had sets of twins, and some singles so far.We can no longer camp on the water for a weekend here. Your minimum stay is 4 nights. Things have changed. The water last fall was very high and taken away parts of the campground on the water. We went to Japan in 2016 to see my son for a week. Not enough time but that is all we could do at the time. We are thinking of going to Newfoundland in the future. Hopefully not to far in the future. You both look well in the photos. Will continue to read about your travels. Take care. Marjo Prince

  • hans-heinrich christiansen 17. Februar 2020 at 11:42

    hallo ihr 2
    Endlich haben wir es gescafft den Bericht zu lesen.Alles ist so toll beschrieben und auf vielen Fotos zu ersehen,als wenn wir selbst dabei gewesen wären.Für euch eine gute Reise und bis bald,Danke

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