Teneriffa und der Sprachkurs

Wir sind gut auf Teneriffa angekommen. Das Wetter ist aber genauso unbeständig wie die letzten zwei Tage auf La Palma.

Aber immer noch wärmer als in Deutschland ;-). Unser Ferienhäuschen steht in El Sauzal und hat einen schönen Blick auf den Teide (höchster Berg von Spanien) und aufs Meer.

Im Gegensatz zu La Palma sehen wir nicht nur das  Meer,  wir können es sogar hören. Das Häuschen ist wirklich nett und wir fühlen uns sofort wohl. Der Flug von La Palma dauert nur 25 Minuten und nach Übergabe der Unterkunft gehen wir erstmal los um den Kühlschrank aufzufüllen. Abends geniessen wir die Terrasse, den Blick  auf das Meer und eine Flasche Weißwein.

Am nächsten Tag sind wir schon verabredet mit Egon und Gerda in Los Silos. Der Ort liegt  ca 45 Minuten von uns entfernt. Die beiden haben einen tollen Tag geplant. Zuerst geht es  los zu einer Wanderung über einen Bergrücken. Super tolle Aussicht 😡 , sogar die Sonne haben die beiden für uns bestellt, ein Picknick organisiert. Heidi, eine Freundin der beiden ist auch dabei und wir haben alle gemeinsam viel Spaß.  Nach der Wanderung gehts weiter zum Baden. Aber nicht an irgendeinen Strand, wo jeder hingeht, nein….. wir baden in natürlichen Meerwasserpools „Cleopatra“ getauft ganz alleine und einsam.

Danach wärmen wir uns bei einem Cafe auf um dann  zu einem gemeinsamen Abendessen aufzubrechen. Gojo, ein spanischer Freund von Gerda und Egon, hat für uns alle gekocht. Gambas in Knoblauch, Kaninchen mit papas arrugadas und Meerrettichsauce. Ein sehr typisches kanarisches Gericht und super lecker……..! Muy bien.

Aber schon einen Tag später beginnt für uns der Ernst des Lebens wieder. Wir drücken die Schulbank drei Stunden am Tag und lernen in den nächsten Wochen in einer Sprachschule Spanisch. Die Altersstruktur ist sehr durchmischt  der Durchschnitt liegt so bei Mitte 30. Die Jüngsten sind 18 Jahre alt die Ältesten so Anfang 70. In der ersten Woche ist Birger in einem Kurs mit lauter jungen Mädchen, als dann Peter aus Graz und Alan aus Schottland ( beide über 70) ihm in der zweiten Woche  Gesellschaft leisten, fühlt er sich wohler. Birger kämpft sich tapfer durch jede Kurswoche aber die Sprache wird nie sein Freund werden. Die Teilnehmer meines Kurses kommen aus aller Welt und es macht Spaß gemeinsam sich durch die spanische Grammatik zu kämpfen. Aber in den Pausen ist dann doch Englisch die Hauptsprache um sich näher kennenzulernen. Wir nehmen den Sprachkurs recht ernst, um für unsere Panamericanatour gut gerüstet zu sein. Aus Erfahrung wissen wir, dass man/frau  in Mittel- und Südamerika nur mit Englischkenntnissen nicht weit kommt. Wir möchten gerne mit Einheimischen sprechen können und auch an den viele Grenzübergänge, die uns erwarten, möchten wir gerne etwas souveräner auftreten können.Also stehen jeden Nachmittag Hausaufgaben auf dem Tagesprogramm. Aber am Ende des Kurses ist schon klar, dass dieser eine Kurs, auch wenn wir einige Wochen investiert haben,  alleine nicht reichen um eine Kommunikation einigermaßen erfolgreich Zustande zu bringen. Also werden wir unterwegs auf unserer Reise noch einmal die Schulbank drücken.

Trotzdem haben wir natürlich noch genug Zeit um nach Abschluss des Kurses  uns die Insel in Ruhe anzuschauen. Wir fahren auf den Teide, an die Küsten, schauen uns kleine Orte und auch die Hauptstadt an.

Teneriffa ist natürlich  im Vergleich zu La Palma sehr vom Tourismus geprägt. Einige Orte sind durch Hotelburgen wirklich verschandelt und in unseren Augen nicht als Urlaubsparadies zu bezeichnen. Aber es gibt auch die kleinen feinen Orte, ohne die riesigen Sandstrände, aber mit tollen Steilküsten, tollen Ausblicken, kleinen Restaurants, in denen auch die Einheimischen Essen gehen. Der Naturpark Teide ist wahnsinnig schön mit vielen Wandermöglichkeiten. Aber auch sonst gibt es viele Möglichkeiten die Natur hier zu erlaufen.

Zwischendurch besuchen uns noch Marie und Nicole um eine Woche mit uns Urlaub zu machen. Wir erkunden zusammen ein wenig die Insel, kochen abends gemeinsam und haben tolle Gespräche. Geniessen gemeinsam die Sonnenuntergänge.   Die Woche ging viel  zu schnell um. Schade, dass ihr nicht länger bleiben konntet.

Gemeinsam mit Egon erkunden wir an den Wochenenden die Insel und wandern sehr viel. Das Wetter spielt auch meistens gut mit, ausser bei einer Wanderung überrascht uns der Nebel ☁  aber für uns „geübte“ Wanderer ist dies kein Problem. Dank unseres guten Orientierungssinnes kommen wir tatsächlich ohne Umwege, aber trotzdem leicht verunsichert an unserem Ziel an. Egon nimmt uns mit in seine Lieblingsrestaurants, dorthin wo auch die Spanier gerne Essen gehen und wir geniessen die gemeinsam Zeit sehr.

 Fazit: Teneriffa ist eine sehr schöne Insel, vor allem Abseits der Touristenhochburgen (Las Americas etc). Man kann baden, wandern, durch Städtchen und Dörfer flanieren, sehr gut essen. Die Insel ist fest in deutscher und englischer Hand. Es gibt Theater, Einkaufzentren , Freizeitparks und zur Karnevalszeit wird überall gefeiert. Gleichzeitig gibt es viele Wandermöglichkeiten. Also eine vielfältige Insel, die für jeden Geschmack etwas bietet.

Dieser Beitrag gehört zu Europa, Kanaren, Reiseberichte, Teneriffa

One thought on “Teneriffa

  • Werner 17. April 2014 at 13:35

    Ha! Endlich geht es hier im Blog weiter 🙂

    Gute Reise, ich freue mich auf weitere spannende Geschichten und schöne Bilder! Grüße aus der blauen Box!

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