USA: Entlang der Küste Oregons und Kaliforniens

von Christiane
Entlang der Küste von Oregon und Kalifornien bis kurz vor San Francisco:  vom 17.08.2014 – 28.08.2014

 Oregon: (auch genannt: Beaver State) Der Bundesstaat Oregon erstreckt sich über eine Fläche von 249.000 qkm und hat ca. 3,5 Mio Einwohner. Die Hauptstadt ist Salem. Berühmt für: Wälder, Oregon Trail, Nike

 Kalifornien: (auch genannt: Golden State) Der Bundesstaat Kalifornien erstreckt sich über eine Fläche von 404.000 qkm und hat ca. 36 Mio Einwohner. Die Hauptstadt ist Sacramento. Berühmt für: Disneyland,Demonstrationen und Erdbeben, Hollywood, Silikon Valley, Surfen

Von Astoria starten wir Richtung Süden, immer der Küste entlang, das Meer immer im Blick. Okay, nicht immer, denn der Highway 101 schlängelt sich zwar an der Küste entlang macht aber auch mal einen Abstecher ins „Landesinnere“, so dass wir das Meer aus dem Blick verlieren.

Unser erster Stop ist in Canon Beach. Ein kleiner niedlicher Touristenort mit einem langen breiten Sandstrand. Wir machen einen langen Strandspaziergang zum 72 Meter hohen Haystack Rock, dort sollen angeblich Papageientaucher nisten. Diese sind zwar gerade nicht Zuhause, aber wir geniessen den  Nachmittag am Strand trotzdem.

Die Campingplätze mit Plätzen direkt am Wasser sind rar und meistens voll, so dass wir uns mit der zweiten Reihe erstmal begnügen müssen. Wir umrunden das Cape Maeres, laufen etwas am Strand entlang und haben eine tolle Sicht aufs Meer.

Am Cape Kiwanda ist viel los, weil ein Surfwettbewerb stattfindet und verkrümeln uns auf einen kleinen CP in einem State Park. Im kleinen Ort Depoe Bay  sehen wir von der „Strandpromenade“ die ersten Wasserfontänen im Meer….. hier sind Wale! Einige Grauwale sind das ganze Jahr über an der Westküste zu finden und im Frühjahr und Winter ziehen zusätzlich noch viele  Wale an der Küste vorbei auf ihrem Weg von von Mexiko nach Alaska und wieder zurück. Am Cape Foulweather sehen wir dann tatsächlich von der Küste aus viele Wale ( sorry, für ein Foto waren sie zu weit weg ;-)). Der Yaquina Head empfängt uns mit vielen im Wasser schwimmenden Seehunden und wir schauen ihnen beim Spielen zu. Wir haben Zeit und lassen uns an der Küste entlang treiben.

Die Stadt Newport lockt ihre Besucher durch eine besondere Attraktion, weg von der Hauptstrasse, in den Ort hinein, am Hafen liegen Hunderte von Seelöwen ( ähnlich wie in San Francisco). Klar, dass wir uns auch anlocken lassen.

Hinter Yachats kommen wir  nur langsam voran, es gibt so viele Haltepunkte: Cape Perpetua  ist super zur Walbeobachtung und es gibt schöne Felsformationen durch die sich das Wasser drückt und in Fontänen und in schön geformten Wellen sich nach oben drückt. Manchmal gibt es auch dazu lustige Töne, wie ein Donner bei einem Gewitter.

Im kleinen Ort Florence stellen wir uns direkt an den Hafen, mit schrägem Blick auf die großen Dünen. Im Örtchen finden wir einen kleinen netten Italiener und geniessen es mal wieder entspannt essen zu gehen, nicht in einer der vielen Ketten und keine Burger und keine Pommes ….

Die Ausblicke auf die Küste sind unglaublich schön. Wir verlassen den Bundesstaat Oregon und fahren weiter an der Küste entlang nun eben die kalifornische Küste.

Hinter Crescent City beginnt der Redwood National Park. Hier stehen diese wahnsinnig imposanten großen ( bis 100 hoch, und ein Durchmesser bis zu 6m) und alten ( bis zu 2000 Jahre) roten Bäume. Wir bestaunen die Bäume und da sie so unglaublich hoch sind und sie recht dicht stehen ist es unter ihnen wirklich dunkel….! Die rote Farbe schreckt die Tierwelt ab, so dass man kein Vögelzwitschern hört und nur vereinzelt auf freien Flächen Rehe und Hirsche sieht.

Wir haben einen Tip bekommen unbedingt das Humboldt County zu durchfahren auf der Petrolia und Mattole Road.  Die Strasse führt uns durchs Landesinnere in engen Serpentinen, bergauf und bergab und die Strasse ist in einem wirklich schlechten Zustand, oft ausgebessert und mit einigen Löchern und Huckeln versehen…. Das Fahren ist anstrengend, wir kommen nur langsam vor an und ehrlich gesagt hat es sich nicht gelohnt….. geregnet hat es zu dem auch noch den ganzen Tag

Abends sind wir froh einen CP im Humboldt Redwood NP zu finden. Überall stehen diese dunklen roten hohen Bäume, aber wir finden ein helles Plätzchen . Der Regen hält an, aber wir lassen uns nicht aufhalten. Die „Avenue of Giants“ zeigt uns noch einmal eine große Sammlung von Redwoods und wir laufen einige Trails  um einige der roten Riesen aus der Nähe zu bewundern.

Nach soviel Wald  ;-)) freuen wir uns auf die Küste und verlassen den Highway 101 und folgen dem Highway 1, der wirklich nahe an der Küste entlang führt. Der Highway 1 ist recht schmal und führt in Serpentinen  erst einmal 25 Meilen zu Küste. Die Ausblicke dort sind der Wahnsinn. Abends sitzen wir oft mit einem Glas Wein am Strand und schauen aufs Meer.

Den Ort Mendocino, den Ort kennt ja wohl jeder durch den weltbekannten Schlager, müssen wir uns ansehen und Birger singt mir tagelang den Schlager vor (er kennt sogar die Strophen)… …..Der Ort ist wirklich nett und lädt zum Bummeln ein.

Wir finden an der Anchorage Bay einen schönen Campingplatz direkt am Meer mit einem Strand und einem freien Platz in der ersten Reihe.

Spontan verlängern wir unseren Aufenthalt  und verbringen zwei entspannte Tage.

Die Nachbarn sind alle sehr nett und wir haben viele interessante Gespräche und einen weinseligen Abend mit Debbi und JT. Wir lernen Thomas aus Hamburg kennen, der seit 10 Jahren in Long Beach in der Nähe von Los Angeles lebt. Er macht Urlaub in seinem Westfalia VW Bus.  Natürlich nutzen wir die Gelegenheit einen „deutschen Kalifornier“ über sein Leben in den USA auszufragen und auch alle anderen Fragen werden wir los, die sich so auf der Reise durch die USA bis jetzt angesammelt haben. Begonnen von der Nutzung eines Mobilphones, über die amerikanischen Waschmaschinen und die besten Supermärkte bis hin zu Gesprächsthemen, die man beim Treffen mit Amerikanern erst einmal meiden soll oder auch auch warum man in Restaurants immer so lange auf einen Sitzplatz warten muss, auch wenn das Restaurant halb leer ist. Mal wieder haben wir eine Menge an einen Abend gelernt! Danke Thomas für deine Geduld und den schönen Abend.

Dann verlassen wir die Küste erst einmal, weil wir eine Verabredung haben mit Karen und Marty. Die beiden kommen aus Florida und wir haben uns in Alaska  in der Nähe vom Denali NP auf einem Parkplatz kennengelernt und zwei Wochen später noch einmal in Seward kurz getroffen. Der Kontakt ist geblieben und wir sind gerade fast in der selben Richtung unterwegs und haben einen Treffpunkt am Millerton Lake vereinbart.  Von dort werden wir in den Yosemite NP weiterfahren und die beiden Richtung Süden.

Ja, und vom Yosemite NP wird dann auch unser nächster Bericht kommen.

 Fazit:  Die Küste hat uns super gefallen, die Ausblicke waren atemberaubend. Wir haben wieder viele Tiere gesehen. Das Wetter war etwas wechselhaft, vor allem an der Küste von Oregon. Dort wurde es schon richtig Herbst. Kalifornien war schon wieder wärmer und sonniger. In ca 6 Wochen werden wir wieder dort an die Küste kommen, wo wir sie heute verlassen haben und freuen uns schon darauf. Wir sind etwas zur Ruhe gekommen und haben es etwas langsam angehen lassen und mal wieder festgestellt, dass dies uns zwar nicht immer leicht fällt, aber wirklich gut tut.

Dieser Beitrag gehört zu Nordamerika, Reiseberichte, USA 2014

2 thoughts on “USA: Entlang der Küste Oregons und Kaliforniens

  • Michael+Bärbel 3. Oktober 2014 at 22:01

    Hallo Ihr zwei, mal wieder tolle Bilder und super berichte. Wo sind denn die Bilder vom Westfalia VW Bus ,das wäre doch auch schön.Hihi.Wie sieht es denn aus fahrt ihr auch nach San Francisco? Wonn da hätten wir gerne eine Ansichtskarte.Was macht das Womo alles in Ordnung? Weiter gute Fahrt bussi Bärbel

  • renate+heiner christiansen 10. Oktober 2014 at 16:31

    Moin, Moin ihr Zwei,

    Wasser ,Berg und Tier sind euer Elixier.Wieder ein ganz toller Bericht und interessante Fotos!
    Auf den nächsten Bericht wartend grüssen

    Elfriede Renate und Heiner

Comments are closed.