USA: Georgia & die „Carolinas“

von Christiane
USA:Georgia und die „Carolinas“ vom 27.05.2015-15.06.2015

 Georgia:(auch genannt: „Peach State“): Der Staat Georgia hat eine Fläche von 154.000 qkm  auf dieser wohnen ca  9,7 Mio Menschen. Die Hauptstadt ist Atlanta. Die Bundesblume ist die Azalee. Wirtschaftliche Schwerpunkte sind Landwirtschaft, Holz-und Papierindustrie, Textilindustrie, Bodenschätze. Berühmt ist der Bundesstaat für: Vom Winde verweht, Pfirsiche 

 North Carolina: (auch genannt: „Tar Heel State“): Der Staat North Carolina hat eine Fläche von 126.161qkm  auf dieser wohnen ca  8,4 Mio Menschen. Die Hauptstadt ist Raleigh. Staatstiere sind der Florida Panther und die Seekühe. Wirtschaftliche Schwerpunkte sind: Tabak, Baumwolle, Sojabohnen, Erdnüsse, Fischfang,Holz-und Papierindustrie, Textilindustrie. Berühmt ist der Bundesstaat: Küstenstrände, Smoky Mountains, Cherokee Indianer,

 South Carolina: (auch genannt: „Palmetto State“ nach der Palmetto Palme): Der Staat South Carolina hat eine Fläche von 80.582 qkm  auf dieser wohnen ca  4,7  Mio Menschen. Die Hauptstadt ist Columbia. Wirtschaftliche Schwerpunkte sind Landwirtschaft, Holz-und Papierindustrie, Textilindustrie. Berühmt ist der Bundesstaat: für die erste öffentlich Bibliothek der USA (1698), das erste Museum (1773), der ersten Dampfeisenbahn (1833), den ersten Schuss im US-Bürgerkrieg

Wir fahren weiter nach Brunswick, die Stadt gibt nicht so viel her, wir haben aber keine Lust länger zu fahren und bleiben an einem kleinen See stehen.  Unser Womo bekommt noch einen Ölwechsel bevor unsere Reise weiter Richtung Savannah geht. Sie Sonne brennt mit 34 Grad auf uns nieder.

Also beschließen  wir den Stadtbesuch auf den nächsten Tag zu verschieben und verbringen den Rest des Tages im Blyhte State Park unter Bäumen und mit einer Waschmaschine…… Kurz Zeit später fahren Katharina und Hubert aus Pforzheim an uns vorbei, sie haben sich auch für den schattigen State Park entschieden.  Abends sitzen wir, ungestört von Mücken,  lange zusammen und erfahren nun etwas mehr über die beiden. Sie haben während ihres einjährigen Sabbatical nicht nur die USA, sondern auch Neuseeland bereist.

Savannah  besuchen wir am frühen Vormittag, eine nette Stadt mit sehr schönen Plätzen, vielen Kirchen, einige schöne alter Häuser und einer Riverpromenade mit Restaurants.

Ab Savannah verlassen wir nun für einige Tage die Küstenstrasse, wir haben beschlossen uns den Great Smoky Mountains National Parks anzuschauen. Dies ist einer der meist besuchten NP der USA und soll wunderschön sein. Der Weg dorthin wird uns an einigen schönen Seen vorbei führen und auch nette Südstaaten Orte werden wir besuchen. Ausserdem liegt der NP etwas höher und wir hoffen auf etwas kühlere Temperaturen. Der Ort Milledgeville  überrascht uns mit schönen Antebellum-Villen, hier wollen wir gerne bleiben. Als wir auf den Campingplatz unserer Wahl einbiegen höre ich ein lautes Zischen und tatsächlich innerhalb von drei Minuten ist unser Hinterreifen platt wie eine Flunder. Unsere Begeisterung hält sich in Grenzen! Wir schaffen es noch zu einem leeren Stellplatz zu fahren und starten dann die Aktion „Reifenwechsel“. Da unser Ersatzreifen, ja wir haben zwei davon, in unserer Heckgarage festgeschraubt sind, räumen wir erstmal  alle Sache aus dieser raus. Dann stellen wir fest, dass wir für die Muttern, mit den die Ersatzreifen an einem kleinen Gestell befestigt sind keinen passenden Schlüssel haben. Aber Birger als erfahrener Mechaniker löst dieses kleine Problem mit einer Zange. Nachdem wir den Wagenheber und das restliche Werkzeug gefunden haben, geht es auch schon los. Schnell ist das Womo aufgebockt, der  platte Reifen abmontiert und der neue Reifen festgeschraubt. Wir beschliessen, auch das andere Hinterrad zu wechseln, so dass wir hinten zwei gleiche Reifen drauf haben und die alten Hinterreifen wollen wir dann als Ersatzreifen verwenden.

Schneller als gedacht ist alles aufmontiert und die Heckgarage wieder eingeräumt. Dies ging ja besser als gedacht. Am nächsten Morgen hat der Campingplatzbesitzer ein schlechtes Gewissen und erlässt uns einen großen Teil der Standgebühr! Beim Walmart wollen wir unseren defekten Reifen flicken lassen. Während Birger die Reparatur im Office bespricht, bleibe ich beim Auto stehen und schaue so rum und was sehen meine trüben Augen….. Einen Nagel! In unserem Vorderreifen! Gestern hatten wir kein Glück, heute kommt auch noch Pech dazu!  Die Jungs bei Walmart trauen sich an den Vorderreifen nicht ran, der Nagel sei zu dicht an der Aussenkante. Na, prima! Sie geben uns eine Empfehlung wo wir hinfahren sollen zur Reparatur. Bei Tire Depot sind die Jungs ganz gut drauf und machen sich nach einer kurzen Wartezeit auch direkt ans Werk.  Unser Plattfuss hat einen recht großen Riss, der wird geflickt, als Ersatzrad kann er erst mal noch herhalten, ausserdem haben wir ja noch ein zweites Ersatzrad.  Der Nagel im Vorderreifen ist nicht so tief eingedrungen und hat kein Loch hinterlassen, aus dem Luft entweicht. Wir hoffen mal, dass das stimmt!

Nachmittags sitzen wir am See Clarks Hill Lake, bekommen einen riesig großen Stellplatz mit Seeblick  und machen erst mal eine Siesta.

Der Great Smoky Mountains National Park ist unser Ziel, aber es wird empfohlen, wenn möglich dort nicht an einem Wochenende hin zu fahren. Zu viele Leute, zu viele Autos, so dass es sogar zu Stau auf den Strassen im National Park kommen soll. Also, vertrödeln wir das Wochenende am nächsten See, dem  Lake Keowee.

Es gibt viele Wege in und um den National Park, wir umfahren die Smokies erst auf der Südseite und dann  auf der Westseite. Viele, viele Motorradfahrer sind unterwegs…..wir fragen an einem Aussichtspunkt ob ein Event stattfinden würde, weil an manchen Stellen an der Strasse,  Fotos gemacht werden, die man sich dann auf einer Internetseite runterlasen kann.  Nein, kein Event, wir sollten mal sehen wie es am Wochenende hier zu gehe…und die Jungs mit der Kamera stehen immer an den gleichen Stellen und man kann eben die Fotos im Netz kaufen……!

Die Fahrt entlang der Smoky Mountains ist sehr schön und es gibt viele Aussichtspunkte, die wir für einen Stop nutzen.

Am frühen Nachmittag finden wir einen Platz im National Park für die Nacht. Nach einem späten Mittagessen, entscheiden wir uns den Cade Cove Loop zu fahren. Eine 11 Meilen lange „Einbahnstrasse“ die an 19 Haltepunkten vorbei führt. An diesen Punkten kann man die Häuser der ehemaligen Bewohner dieser Gegend aus dem 19 Jhd. bewundern, zwei Holzkirchen, zwei Getreidemühlen, ehrlich gesagt ist es nicht so spannend….

Eine Wagenkolonne schiebt sich über den Rundkurs. Jetzt verstehen wir das auch mit dem Stau. Aber auf diesem Rundkurs, der sowohl durch Wald also auch durch weites Feld führt, soll man viele Tiere sehen können. Bären, Rehe, Luchse….. Wir schauen uns die Autos um uns herum an und verabschieden uns von dem Gedanken Tiere zu sehen. Auch nicht am späten Nachmittag. Doch dann stehen wir tatsächlich im Stau und wir sehen Ranger am Strassenrand stehen. Ja, und dann sehen wir unseren ersten wilden Wolf….. er sitzt im hohen Gras und schaut etwas verwirrt aus!

Also für uns hat sich der Rundkurs definitiv gelohnt .

Der nächste Tag begrüßt uns mit etwas Regen und ich habe mal wieder eine Art Hexenschuss. Also mit Wandern wird es die nächsten Tage wohl nix. Also machen wir es wie die Amerikaner und fahren mit dem Auto durch den Park und schauen uns die Landschaft an.

Einige kleine Wasserfälle säumen den Weg, der uns vor allem durch Wald führt. Unterwegs kommen uns Claudio und Angela entgegen, wir winken uns heftig zu, aber es ist leider zuviel Verkehrt und wir können beide nicht halten.  Es gibt eine tollen Aussichtsturm im NP, den erklimmen wir bei recht bewölkten Himmel und auch recht langsam, also eher ich bin etwas langsam unterwegs….!  Klar, dass es im Nebel nicht so viel zu sehen gibt…. aber es war einen Versuch wert!  Die kühlen Nächte in den Bergen haben wir sehr jedenfalls sehr genossen.

Wir verlassen den NP und fahren Richtung Ashville. Dort besuchen wir das Biltmore Estate der Familie Vanderbilt, einer der reichsten Familie der USA. Der Eintrittspreis von 60 Dollar pro Person ist recht happig. Das Schloss aus dem 20. Jhd. ist riesig groß und von den über 200 Zimmern kann man 45 Zimmer besichtigen.  Der Rundgang ist wirklich sehr schön. Das Gelände ist riesig und neben ganz viel Wald gibt es noch einen sehr schönen Garten, eine Vinery mit Weinprobe, Restaurants und Entertainment für die Kinder.  Bei der Weinprobe lernen wir zwei Paare aus Kapstadt, Südafrika kennen, ihre Begeisterung für die amerikanischen Weine hält sich in Grenzen. Eben kein Vergleich mit den Weinen aus den Anbaugebieten rund um Kapstadt.

Von Ashville fahren wir in Etappen zurück zur Küste. Der State Park auf Dreher Island, direkt am Seeufer, gefällt uns besonders gut!  Unser erstes Ziel  an der Küste ist der Ort Beaufort. Leider hat der State Park direkt am Meer keinen Platz mehr für uns und wir finden Unterschlupf auf einem CP im Wald, nicht sehr schön. Der Ort Beaufort ist klein und nett. Viele Kirchen, alte Herrenhäuser mit einer netten Promenade am Wasser.

Weiter geht es nach Charleston, wir finden ein Plätzchen auf einem Campingplatz etwas ausserhalb der Stadt. Am späten Nachmittag lernen wir im Pool Linda und Gary aus der Nähe von San Diego kennen. Für den nächsten  Abend laden die beiden uns zum Kartenspielen in ihren „Bus“ ein, Linda backt extra noch Plätzchen für uns, klar das sie beim Kartenspielen gerne gewinnen darf.

Am nächsten Tag besuchen wir Charleston. Die Stadt  gefällt uns besser als Savannah. Hier ist mehr Leben und die  Herrenhäuser sind schöner und pompöser.

Am frühen Nachmittag geht es weiter Richtung Myrtle Beach. Ein recht bekannter und beliebter Urlaubsort der Amerikaner. Es gibt dort einen State Park mit über 300 Plätzen und wir haben uns dort mit Linda und Garry verabredet. Als wir so gegen 17.00 Uhr dort ankommen, sagt die nette Lady im Büro, wir hätten Glück sie hätte nur noch einen Platz. Wir staunen nicht schlecht, damit haben wir nicht gerechnet….. aber die Schulferien in den meisten Südstaaten haben begonnen. Der Strand am State Park ist wirklich schön und wir machen einen langen Spaziergang am Strand.

Die Umgebung ist geprägt von vielen hohen  Hotelkomplexen, eben ein Ferienort. Linda und Gary sind auch schon da und wir verbringen einen netten Abend und auch noch den nächsten Vormittag gemeinsam, bevor wir uns in verschiedene Richtungen verabschieden. Vielleicht sehen wir uns Ende des Jahres in San Diego wieder.

Wir fahren weiter immer die Küste von North Carolina entlang . Die Küste ist gesäumt von mehreren Inselgruppen die teilweise durch Fähren mit einander verbunden sind. Die fast zweistündige Fährfahrt von Ceda Island nach Ocracoke gefällt uns besonders gut.

In dem kleine Ferienort Ocracoke ist jede Menge Trubel, die meisten Touristen bewegen sich auf den wenigen Strassen des Ortes mit Golfcarts. In Hafennähe finden wir einen Parkplatz für unser Womo und geniessen in einer Bar am Wasser das Treiben um uns herum. Die nächsten Tage sind wir recht faul. Die State Park Campingplätze auf den kleinen Inseln  liegen recht nach am Meer, nur durch Dünen getrennt. Schatten spendende Bäume gibt es auf keinem der Plätze, so sind wir bei 34° C froh über unsere Markise.

Cap Hatteras hat einige Leuchttürme zu bieten mal im längs-gestreiften  mal im quer-gestreiften Design.

Aber nun wird es Zeit die Küste und die Strände zu verlassen, der Großstadtdschungel ruft. Sightseeing ist angesagt, Washington DC und New York City warten auf uns. Davon aber mehr im nächsten Bericht!

 Fazit: Georgia und die Carolinas haben uns gut gefallen. Es war eine gute Mischung aus Stadtbesichtungen und Strandleben, Waldplätzen und Sandplätzen, Hitze und Kühle, Sonne und Schatten, Zeit zu zweit und Zeit mit netten Menschen ‚verbringen.  Wir sind  froh den Abstecher in die Smokies gemacht zu haben, können aber die fast schon euphorische Begeisterung der Amerikaner über die Schönheit des NP mit Wald und Bergen nicht ganz teilen. Dafür waren die Seen auf dem Weg auf jeden Fall den Besuch wert.

Dieser Beitrag gehört zu Nordamerika, Reiseberichte, USA 2015

2 thoughts on “USA: Georgia & die „Carolinas“

  • renate+heiner christiansen 29. Juni 2015 at 22:07

    Hallo ihr zwei,wieder tolle Photos und Berichte.Immer wieder trefft ihr Bekannte und seht wie gut es
    ist wenn man selbst in abgelegenen Gegenden selbst Reifenwechseln kann.

    Im Moment lese ich euren Bericht alleine, denn R..ist nach einen plötzlichen Krankenhausaufenthalt
    zur Kur und kommt am Donnerstag ,wenn es keine Verlängerung gbt zurück.
    Dann werden die Neuigkeiten nach Dannewerk weitergeleitet.

    Liebe Grüsse Heiner

  • Birthe 5. Juli 2015 at 15:18

    Ganz liebe Gruesse auch aus Australien :).

    Hoffe die ‚Hexenschuesse‘ halten sich in Grenzen. Wie immer, ganz, ganz tolle Photo’s und prima Berichterstattung. Sogar mit Reifenwechsel ….wenn man eine Reise tut …. :o)

    Seid umaermelt und gedrueckt und lasst es Euch gutgehen.

    Eure Birthe und Clan :o)

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