USA: Hawaii: Big Island

von Christiane
USA: Hawaii: Big Island vom 02.12.2015-14.12.2015

 HawaiiHawaiʻi bzw. Mokupuni o Hawaiʻi) auch genannt „Aloha State“: Hawaii  ist eine Inselkette im Pazifischer Ozean und seit 1959 der 50. Bundesstaat der Vereinigten Staaten. Die Inselgruppe gehört zum polynesischer Kulturraum, bildet die nördliche Spitze des sogenannten polynesischen Dreiecks und wird zu den Südseeinseln gezählt. Die Hauptstadt des Inselstaates  ist Honolulu. Die Fläche beträgt 28.211 qkm, davon sind 16.625 qkm Landfläche. Auf den Inseln wohnen ca. 1.4  Mio Menschen. Das Staatsmotto lautet: Ua Mau ke Ea o ka ʻĀina i ka Pono (Das Leben des Landes wird durch die Rechtschaffenheit bewahrt)

 Big Island auch genannt  Hawaii: Big Island ist mit rund 10.433 qkm die größte Insel des US Bundesstaates Hawaii und die größte Insel der Vereinigten Staaten. Ca 173.000 Einwohner hat die Insel. Der Hauptort ist Hilo. Die Insel wird dominiert durch den Vulkanismus, zum einen durch die beiden benachbarten Vulkane Mauna Loa und Mauna Kea, zum anderen durch den hochaktiven Kilauea. Haupteinnahmequelle ist der Tourismus, aber auch der Anbau von Bananen und Kona-Kaffee. Bekannt ist die Insel als Austragungsort des Ironman.

Die ersten sechs Tage wohnen wir 10 km nördlich von Hilo in einem kleinen Bungalow.

Hilo liegt zwar auf der regenreichen Seite der Insel ist aber viel näher an allen Inselattraktionen als der sonnige Touristenort Kona. Hier sei schon vorweggenommen, dass wir in Hilo nicht einen Tag Regen hatten. Big Island ist, wie der Name schon sagt, viel größer als die andern beiden Inseln. Aus diesem Grund nehmen wir uns auch  12 Tage Zeit um die Insel zu erkunden. Von Hilo aus geht unsere erst Tour ins Waipio Valley. In diesem Valley haben einmal 1500 Menschen gewohnt  ohne Strom und Wasserleitungen. Ihr Geld haben sie mit Taro-Anbau verdient. Heute leben noch ca 50 Menschen in diesem wunderschönem Tal. Das Tal ist über eine enge Strasse mit einem 25%tigem Gefälle erreichbar und diese darf nur von 4×4 Fahrzeugen befahren werden.  Zunächst geniessen wir den Blick in das Tal von einem Aussichtspunkt aus, bevor wir uns auf den Weg in das Tal machen. Die Strasse ist wirklich steil, aber zum Glück nicht soviel befahren.

Am Beginn der Strasse steht nämlich einer netter Einheimischer und achtet darauf, dass wirklich nur Allradfahrzeuge den Weg ins Tal antreten.

Unten angekommen gibt es zwei holprige Pisten. Die eine führt durch eine Wasserläufe durch das kleine Dorf, die andere durch viele Wasserlöcher zu einem tollen schwarzen Strand. Das Tal ist wirklich wunderschön, aber schaut selbst:

Eine der Hauptattraktionen der Insel ist der Vulcano National Park. Der Kilauea Krater ist auch immer noch aktiv. In den letzten  100 Jahren kam es regelmäßig zu Ausbrüchen. Als wir am Vormittag das Visitor Center erreichen spricht uns ein netter Ranger an und lädt uns zu einer zwei stündigen Führung zum Krater ein. Das Besondere daran ist, dass die Führung auf Deutsch angeboten wird. Dies ist das erste Mal seit wir in den USA sind, dass  eine Führung in einer anderen Sprache als Englisch angeboten wird. Eric spricht super deutsch und wir sind die einzigen Teilnehmer seiner Tour. Drei Stunden lang führt er uns über verschiedene Wanderwege bis zum Krater, über Lavafelder und durch Regenwald. Spannend teilt er sein Wissen mit uns über die verschiedenen Vulkanausbrüche, erklärt uns Lavagestein und zeigt uns welche Pflanzen und Tiere in diesem Gestein ihren Lebensraum gefunden haben. Klar, sprechen wir auch über viele persönliche Dinge.

Vielen Dank Eric für deine Zeit  und das offene Gespräch, dass wir mit dir führen durften! Anschliessend bewundern wir noch die Aussicht auf den dampfenden Krater vom Jagger Museum aus und machen eine kurze  von Eric empfohlene Wanderung. Aber uns ist klar, ein Tag ist nicht ausreichend für diesen Nationalpark, so dass wir zwei Tage später wiederkommen und die Crater Rim Road durch den Park fahren, bis hinunter zum Meer. Als wir vor 10 Jahren hier waren floss am Ende dieser Strasse heisse rote Lava direkt ins Meer. Heute geniessen wir die verschiedenen Aussichtspunkte, Lava ist leider keine zu sehen.

Unsere nächste Tour führt uns den Highway 137 an der Küste entlang bis nach  Kuama. Der Lava Tree State Monument ist unser erste Haltepunkt. Hier hat die Lava ganz viele Bäume ummantelt, aber nicht verbrannt.

An der Küste angekommen besuchen wir die Akpoho Tidepools, es sind verschiedene Becken die zum Schnorcheln einladen. Einige bunte Fischen tummeln sich hier im Wasser.

Der Ahalanoi State Park ist bekannt für seinen „Thermalteich. Klar stürzen wir uns hier in die sanften Fluten und geniessen das lauwarme Wasser.

Weiter geht es zum Mc Kenzie Park, eine tolles Cliff aus Lavastein  mit toller Aussicht erwartet uns hier.

Der ganze Weg entlang der Küste ist wirklich wenig befahren und wir treffen eher Einheimische als Touristen. Am Ende der Strasse gibt es dann tatsächlich eine Art Kneipe. Alles sieht ziemlich hippiemäßig aus. Es gibt verschiedene Essenstände, eine Bühne  und in der Mitte viele Sitzbänke. Wir essen zur Abwechslung schon wieder einen Burger und lernen dabei Maria kennen. Sie ist in Münster geboren, lebt seit 30 Jahren mit ihrem Mann in San Francisco und die beiden machen,  wie wir, Urlaub auf der Insel. Bei Burger und Bier kommen wir ins quatschen, bevor wir in verschiedene Richtungen weiterfahren. Die Hawaii Inseln sind bekannt für ihre vielen Wasserfälle, also machen wir am nächsten Vormittag lang eine Tour zu den Wasserfällen Akaka Falls, Rainbow Falls und den Peepee Falls. Alle liegen rund um Hilo. Einer ist schöner als der andere.

Am sechsten Tag packen wir unsere Sachen, verabschieden uns von Hilo und machen uns auf den Weg zur anderen Seite der Insel nach Kona. Kona ist der Haupttouristenort, wir sind etwas skeptisch, aber fühlen uns sofort wohl. Es gibt viele Kneipen und Restaurants am Wasser, Hotelburgen sind nicht zu sehen, und es macht Spaß durch die kleinen  Souvenirshops  zu bummeln. Die Hauptsaison hat noch nicht begonnen und selbst als ein Kreuzfahrtschiff in der Bucht festmacht, ist der Ort nicht überlaufen.

Von Kona aus fahren wir an die Nordwestspitze der Insel zum Pololu Valley, zwischendurch halten wir an und geniessen frisch gepresste Säfte!

Eine weiter Attraktion in der Nähe von Kona ist der Koloko Honokohau National Historical Park Hier am Strand kann man die Grüne Seeschildkröten beobachten. Tatsächlich schwimmen hier ganz viele dieser eleganten Tiere im kniehohen Wasser. Einen ganz Vormittag verbringen wir damit sie zu bewundern und machen bestimmt 100 Schildkröten Fotos.

Auf Big Island gibt es den 4200 Meter hohen Mauna Kea. Das besondere an diesem Berg ist, dass man ihn bis zum Gipfeln mit dem Auto befahren kann, vorausgesetzt man fährt ein Allradfahrzeug. Wir nutzen einen sonnigen Tag und machen uns auf den Weg den Berg zu erkunden. Da ich bei den letzten Bergen, die wir erklommen haben, etwas Probleme in der Höhe hatte, beschliessen wir uns schulbuchmäßig zu verhalten. Schon auf dem Weg zum Berg trinken wir viel Wasser, bleiben am Visitor Center auf 2500 Meter eine halbe Stunde stehen, trinken noch mehr Wasser, ziehen warme Kleidung an und essen eine Kleinigkeit. Hier gilt ganz klar das Motto, der Weg ist das Ziel, die Aussicht während der Fahrt ist wirklich toll. Der Himmel ist strahlend blau und wir können tatsächlich bis zur Küste runter schauen. Oben auf dem Berg ist es wahnsinnig windig und  mit ca  2°C sehr, sehr kalt. Durch den Wind fühlt es sich noch kälter an, aber wir haben Mützen auf und dicke Jacken an! Große Teleskope der NASA stehen auf dem Gipfel. Ein Ranger fährt mit seinem Auto rum, ansonsten gehört der Gipfel uns alleine. Über eine Stunde geniessen wir die Aussicht, bevor wir wieder langsam ins Tal fahren. Diesmal ganz ohne Höhenbeschwerden!

Weihnachten nähert sich und in Kona ist eine Weihnachtsparade angekündigt und wir wollen uns das Spektakel natürlich nicht entgehen lassen. Ab dem frühen Abend ist die Uferstrasse gesperrt . Alle Vereine, Schulen, kleine und große ortsansässige Unternehmen und soziale Organisationen nehmen and der Parade teil. An verschiedenen Stellen entlang der Strasse sitzen Kommentatoren und geben uns Informationen über den jeweiligen „Festwagen“. Es erinnert etwas an Karneval, denn „Kamelle“ werden auch geworfen. Leider fehlt etwas die Musik, da viele Vereine ohne Musik unterwegs sind. Nach 2 Stunden, und es ist noch kein Ende von der Parade in Sicht,  beschließen wir den Abend bei einem netten Essen ausklingen zu lassen.

Etwas südlich von Kona gibt es die Kealakekua Bay in der man die seltenen Spinner Delphine beobachten können soll. Leider haben wir Pech und die Delphine sind gerade nicht zuhause.

Weiter geht zu einer heiligen Stätte der Hawaiianer. In Puuhonua O Honaunau bewundern  wir Felszeichnungen und den Nachbau einer Tempelanlage. Die ganz Stätte liegt an einer traumhaften Küste, mit Lavagestein, weissem Sand und Palmen. In der Bucht tummeln sich große Wasserschildkröten.

Abends fahren wir ins Sheraton Hotel. Nein, wir wollen dort nicht übernachten, auch nicht essen gehen. Wir wollen Manta-Rochen beobachten.  Das Sheraton hat irgendwann Lampen angebracht um das Wasser an der Strandbar hübsch zu beleuchten. Dieses Licht hat Kleinstwassertiere angelockt. Diese wiederum sind die Nahrung von den  Manta Rays, und so kann man an der Bar vom Sheraton abends Mantarochen beobachten. Wir kommen rechtzeitig zur Happy-Hour, setzen uns an die Bar, geniessen den Blick aufs Meer, beobachten die Leute und warten bis es ganz dunkel wird. Einige Tourboote ankern, und die ersten Schnorcheln springen ins Wasser. Leider sehen wir aber an diesem Abend keine Rochen. Aber so schnell geben wir nicht auf. Unser Rückflug auf das amerikanische Festland startet erst am späten Abend und so verbringen wir unseren letzten Abend erneut an der Bar des Sheraton Hotels. Diesmal haben wir mehr Glück. Die Boote mit den Tauchtouristen, die auch wegen der Mantas vor dem Sheraton ankern haben große Scheinwerfer dabei mit denen sie ins Meer leuchten. Im Scheinwerferlicht eines der Boote können wir zwei große Manta-Rochen durchs Meer gleiten sehen. Dies ist ein schöner Abschied von Big Island.

Nun geht es zurück in unser Wohnmobil, wir freuen uns schon sehr darauf!

 Fazit: Big Island ist in unseren Augen die abwechslungsreichste Insel von den Hawaii Inseln. Der Volcano NP, der Mauna Kea, die Strände, die Täler, der Regenwald und die weiten Wiesen Meeresschildkröten in freier Wildbahn zu sehen war für uns eine unvergessliche Premiere.

Dieser Beitrag gehört zu Nordamerika, Reiseberichte, USA 2015

One thought on “USA: Hawaii: Big Island

  • renate+heiner christiansen 6. Januar 2016 at 21:00

    Hey ihr Weltenbummler!

    Beneidenswert,wieder freuen wir uns mit euch!

    Alles Gute für`s Neue Jahr.

    Renate+Heiner

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