USA: Hawaii Inseln Maui und Kauai

von Christiane
USA: Hawaii Inseln  Maui und Kauai 17.11.2015-02.12.2015

 ]Hawaii (hawaiianisch Hawaiʻi bzw. Mokupuni o Hawaiʻi) auch genannt „Aloha State“: Hawaii  ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean und seit 1959 der 50. Bundesstaat der Vereinigten Staaten. Die Inselgruppe gehört zum polynesischen Kulturraum , bildet die nördliche Spitze des sogenannten  polynesischen Dreiecks  und wird zu den Südseeinseln gezählt. Die Hauptstadt des Inselstaates  ist Honolulu. Die Fläche beträgt 28.211 qkm, davon sind 16.625 qkm Landfläche. Auf den Inseln wohnen ca. 1,4  Mio Menschen. Das Staatsmotto lautet: Ua Mau ke Ea o ka ʻĀina i ka Pono (Das Leben des Landes wird durch die Rechtschaffenheit bewahrt)

 Maui: Maui ist mit einer Fläche von 1883 km² die zweitgrößte Insel des Archipels Hawaii imPazifischen Ozean. Wegen der durch Erosion entstandenen flachen Landbrücke zwischen Mauna Kahalawai und dem Haleakala wird Maui auch als „The Valley Isle“ (Talinsel) bezeichnet, da die Landbrücke von den beiden Bergregionen aus wie ein Tal aussieht. 144.000 Menschen leben auf dieser Insel. Ihr Hauptort heisst Kahului.

 Kauai: Kauai ist  mit 1431 qkm Hawaiis viertgrößte Insel und wird auch die „Garteninsel“ genannt. Die Insel zählt 64.000 Einwohnern. Der Hauptort heisst Lihue. Die älteste und nördlichste Insel der hawaiischen Inselkette ist von smaragdfarbenen Wäldern, spitzen Berggipfeln und zerklüfteten Klippen umgeben. Über Jahrhunderte hinweg sind tropische Regenwälder, verzweigte Flussläufe und rauschende Wasserfälle entstanden. Dies hängt damit zusammen, dass die Insel einer der regenreichste der Welt ist. Auf der Insel wurden Teile von Jurassic Park, King Kong, Die Dornenvögel , Sechs Tage Sieben Nächte uvm gedreht.

Aloha, Hawaii wir sind da!

Abends erst nach 21.00 Uhr Ortszeit landen wir auf Maui. Recht schnell haben wir unser Gepäck und sitzen bald im Shuttel auf dem 3-minütigen Weg zur Autoverleihstation. Wir haben uns einen kleinen 4×4 Jeep gemietet, da eine Inselumrundung  nur mit einem Allradfahrzeug möglich ist. Im Appartementhaus, in Kaanapali in der Nähe von Lahaina, angekommen erwartet uns die freudige Nachricht, dass wir ein upgrade auf unsere Buchung bekommen haben. Nun dürfen wir in einem knapp 80 qm großem Appartement mit zwei großen Zimmern und tollem Meerblick unsere erste „Urlaubswoche“ verbringen. Mit der amerikanischen Einbauküche freunden wir uns nur langsam an. Kaffeemaschine, Backofen, Kühlschrank mit Eismaschine ( crushed-ice oder Eiswürfel) und auch die doppelte Spülmaschine sind schnell in Gebrauch. Nur von dem sehr lauten Müllzerkleinerer und der Mikrowelle mit ca 150 Funktionen lassen wir lieber die Finger!

Jeden Tag entdecken wir einen kleinen Teil der Insel. Der erste Weg führt uns über die tolle Küstenstrasse  durch den Nordwesten der Insel. Der Blick aufs Meer, die tollen Regenwaldpflanzen und die enge, teilweise einspurige Strasse machen viel Spaß.

Die nächste Tour führt uns zum Big Beach, ein toller feinsandiger Strand. Auf dem Weg dorthin kommen wir durch  den Ort Wailea, dort haben wir vor 10 Jahren einmal Urlaub gemacht. Klar, suchen und finden wir unser damaliges Hotel und erinnern uns tatsächlich auch an die ein oder andere Strasse. Birger erinnert sich an viele Dinge von unserer damaligen 16 tägigen Reise über vier Inseln, ich erkenne wenig wieder. Am Strand schauen wir drei Body-Surfern zu, die ihre Künste gerne vorführen.

Weiter geht es in das IOA Valley. Ein kleines, für die Hawaiianer heiliges, Tal mit vielen Pflanzen, einem Flusslauf und einem Berg in Nadelform, dem Iao Needle. Oft wird der Berg von Regenwolken verdeckt.  Wir haben Glück und können ihn im Sonnenschein sehen.

Nach einem regenreichen Tag, den wir entspannt in unserem „Großraum-Apartment“ verbringen, starten wir die nächste Aktivität. Ein Besuch des Haleakala Vulkankrater. Dieser liegt auf 3055 Metern und die Strasse windet sich in zahllosen Kurven bis zum Krater. Oben angekommen ist es kühl, windig und neblig. Aber dank des Windes ändert sich die Aussicht auf den Krater alle fünf Minuten. So verharren wir sehr lange an dem Krater und warten auf den richtigen Augenblick für das ultimative Foto. Das ultimative Foto bleibt uns wohl verwehrt, aber es gibt viele unterschiedliche  Blickwinkel.

Nach sechs Tagen verlassen wir die trockenere Westseite der Insel und machen uns auf den Weg zu unserer nächsten Unterkunft  in Hana auf der Ostseite, der Regenseite, der Insel. Die sehr bekannte Strasse nach Hana führt über 617 Kurven, 56 einspurige Brücken und an unzähligen Wasserfällen vorbei. Wie ihr euch vorstellen könnt ist die Strasse nicht durchgängig geteert, deswegen auch unsere Entscheidung eine Allradjeep zu mieten. Schon auf dem Weg dorthin werden wir richtig nass. Die Strasse führt etwas oberhalb der Küste entlang und wir können genau sehen, dass an der Küste die Sonne scheint und auch oberhalb von uns am Berg, nur genau über uns auf „halber Höhe“ ziehen  dunkle Wolke entlang und regnen sich ab. Wir bleiben tapfer lassen das Dach vom Auto geöffnet und versuchen die Regenschleuse schnell zu verlassen.

Sobald die Strasse sich wieder nahe an der Küste entlang schlängelt zeigt sich auch die Sonne und wir geniessen die Fahrt. Es geht über eine teilweise holprige Strasse, einige kleine Häuseransiedlungen und immer werden wir begleitet von atemberaubenden Aussichten auf Küste und Meer. Dann wechselt die Vegetation und wir sind mitten im Regenwald. Brotfruchtbäume, Papayabäume, Hibiskuspflanzen in unterschiedlichen Farben, Weihnachtssterne als Büsche und Hecken, Bananenstauden, verschiedene Palmenarten etc. Wir geniessen die Fahrt und fotografieren was das Zeug hält. Dies ist eine der schönsten Strasse, die wir auf unserer gesamten USA-Reise gefahren sind.

Drei Nächte bleiben wir in Hana und ja, wir haben tatsächlich viel Regen. Trotzdem haben wir ca 27 °C  und eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit von über 75%. Eigentlich wollten wir im  Haleakala Nationalpark in den Seven-Pools entspannt baden gehen. Der Name ist eher irreführend, weil es sich eigentlich um insgesamt 24 Pools handelt, deswegen nennen die Hawaiianer diese Becken auch „Oheo“, was soviel wie „Ansammlung von Pools“ heisst. Sie liegen wunderschön eingebettet mitten im Regenwald, die Pools gehen ineinander über und enden im Meer. Aber leider sind die Pools wegen der vielen Regenfälle und des dadurch unruhigen Wassers zum Schwimmen gesperrt.

Nicht nur die Pool sind schlammig auch alle anderen Wege sind mehr als matschig. Aber das hält Birger nicht davon ab, bis zum Makahiku Wasserfall zu gehen.

Am nächsten Tag besuchen wir den Waianapanapa State Park. Wir sind alleine am schwarzen Sandstrand und laufen einwenig die  Lavafelsküste entlang. Zwei Stunden später sind die „Frühaufsteher“ Urlauber von der Westseite angekommen und der Strand füllt sich und wir setzten unsere Fahrt vor. Die Küstenstrasse schlängelt sich weiter durch den Regenwald und wir geniessen die Fahrt durch die tolle Landschaft, zumindest bis der Regen zu stark wird ….!

Es regnet zwar recht häufig aber selten über einen längeren Zeitraum, ungewöhnlich für uns ist, dass die Temperaturen nicht sinken während der Regenschauer.  Es ist total warm trotz des Regens. Das Wetter wechselt sehr schnell auf den Hawaii Inseln, so dass auf keinen Wetterbericht verlass ist. Unsere Devise für die nächsten Wochen ist, los fahren egal wie das Wetter ist und abwarten.

Die Tage verfliegen und schon machen wir uns auf den Weg zum Flughafen.

Die kleine Insel Kauai ist unser Ziel.

Hier wohnen wir am Popui Beach auf der trockenen Seite der Insel. Es ist ein guter Ausgangspunkt um sich die gesamte Insel anzuschauen. Dafür haben wir nun die nächsten sechs Tage Zeit. Von unserem Apartment schauen wir direkt auf den Strand und können jeden Abend  einen tollen Sonnenuntergang geniessen und werden am ersten Morgen mit einem tollen Regenbogen empfangen.

Unsere erste Entdeckungsfahrt führt uns zum „spotting horn“. Hier wird Meerwasser durch eine Lavaröhre gedrückt, es gibt eine tolle hohe Fontäne und ein fauchendes Geräusch.

Der Legende nach  ist in der Röhre ein großes Reptil gefangen, ein Moo! Weiter geht es immer der Küste entlang. Kleine Orte, schöne  lange Strände. Alles geht hier sehr geruhsam seinen Weg. „Hang Loose“ ( also „Entspanne Dich!“ oder „Sieh es locker!“) ist das Motto der Einheimischen. Auf dem Rückweg besuchen wir die Kaffeeplantage von  der Kauai Coffee Company, eine kleine Tour führt durch die Kaffeepflanzen und erklärt den Prozess von der Anpflanzung über die Ernte bis zum fertigen Produkt der Kaffeebohnen.

Die nächste Tour führt uns auf die Ostseite der Insel, dort gibt es tolle Strände. Der erste Stopp sind aber die Wailua Wasserfälle, elegant stürzten hier parallel zwei Wasserfälle  25 Meter in die Tiefe. Eine nette Dame verkauft selbst gebackenes Bananenbrot ( mit Schokoladenstücken und Kokosnuss), somit ist unser Proviant für die Fahrt gesichert.

Am  Kilauea Wildlife Refuge gibt es einen Leuchtturm und auf den umliegenden Klippen nisten viele Vögel. Wir können zum ersten Mal eine Nene (eine Gänseart, die es nur auf den Hawaii Insel gibt) von ganz Nahem beobachten und viele, viele andere Vögel. Zur Walzeit ( ab Januar) kann man von hier auch diese Meeressäuger gut sehen.

Kurz bevor wir die Strände erreichen, öffnet der Himmel wieder seine Schleusen und es fängt an zu regnen……!  Also entscheiden wir in den nächsten Tagen wieder zu kommen um die Strände bei Sonne zu geniessen. Wieder am Hotel auf der Westseite angekommen scheint dort die Sonne vom Himmel und wir gehen im Meer schwimmen. In unserem Hotel habe ich ein Body-Board gefunden und muss es natürlich ausprobieren. So schwer sieht es ja bei den gut gebauten Jungs am Strand nicht aus! Da habe ich mich dann doch etwas getäuscht. Birger lacht sich ein Loch in den Bauch während ich versuche das Board in den Griff zu bekommen. Na gut, ich muss wohl noch etwas üben, deswegen gibt es auch keine Beweisfotos!  Auch auf Kauai wohnen wir zwar auf der trockenen Seite, aber die Insel wäre nicht so grün, würde es nicht hin und wieder regnen. Dies tut es auch regelmäßig, leider fast täglich. Aber manchmal ist der Himmel morgens hellblau und einen solchen Tag nutzen wir und fahren in den Waimea Canyon. Dieser Canyon hat den Spitznamen „Grand Canyon des Pazifik“.  Er ist 16 Kilometer lang und 900 Meter tief. Das hawaiianische Wort Waimea bedeutet rötliches Wasser und bezieht sich auf die Erosion des roten Gesteins im Canyon. Viele Aussichtspunkte laden zum Verweilen ein.

Wir starten einen neuen Versuch zu den Stränden an der Ostseite der Insel. Der Opaekaa Wasserfall ist der erste Stop. Von dort geht es direkt weiter zum Hanalei Valley. Hier sehen wir eine große Anpflanzung von Taropflanzen. Aus ihrer  Wurzeln wird Poi hergestellt, eine Art hawaiianischer Dip.

Weiter geht es von einem schönen Strand zum nächsten. Wir fahren durch einen kleinen Flusslauf zum Kee Beach machen wir einen Strandspaziergang und geniessen den wahnsinns  Blick auf die tolle Küste.

Den McBryde Botanical Garden legt unser Reise-Know-How-Reiseführer uns sehr ans Herz. Also folgen wir dem Hinweis  auch in der Hoffnung nun die Namen für die vielen tollen Pflanzen lernen zu können, die wir seit knapp zwei Wochen auf den Inseln bewundern dürfen.Der Garten ist schön angelegt, aber leider sind die Pflanzen nicht beschriftet und viele Wege sind durch den häufigen Regen so durchnässt, dass man sie ohne Gummistiefel nicht betreten kann.

Nach sechs entspannten Tagen verlassen wir die Insel und fliegen nach Big Island.

 Fazit: Die Inseln Maui und Kauai haben uns sehr gefallen, vor allem die Vielfalt der Pflanzen, die Regenwälder und die tollen Küstenstrassen haben uns begeistert. Soviel grün zu sehen war eine totale Abwechslung zu den doch eher trockenen Küstenregionen auf dem Festland. Auf jeder Inseln haben wir genug Zeit eingeplant um sie in Ruhe zu erkunden. So haben wir es auch geschafft unserem Reiseslogan  treu zu bleiben und haben alles langsam angehen lassen. Frei nach dem hawaiianischen Motto „Hang Loose“!

Wir wünschen euch allen und euren Familien

Mele Kalikimaka! ( Frohe Weihnachten!)

und

Hauoli Makahiki Hou! (Alles gute zum neuen Jahr!)

Aloha!  ?

Birger & Christiane

Dieser Beitrag gehört zu Nordamerika, Reiseberichte, USA 2015

2 thoughts on “USA: Hawaii Inseln Maui und Kauai

  • renate+heiner christiansen 15. Dezember 2015 at 20:12

    Hallo ihr beiden!

    Schon wieder ein neuer Bericht noch vor Weihnachten ,toll.

    Hawai,Natur pur,viel blaues Wasser,tiegrüne Wälder,dazu blauen Himmel,
    gleibleibende 27 Grad und dazu ein kühles Bier?(Es gibt kein Bier auf Hawai)

    Bei uns schmeckt kein Glühwein oder Grog ! Wir haben Frühlingstemperaturen bis zu 16 Grad.

    Atemberaubende Berichte geschmückt mit vielen exotischen Pflanzen.
    Die einzigartige Tierwelt ist beeindruckend!

    Weihnachten steht vor der Tür (ohne Schnee).
    R. näht fleißig Getreidekisse(Dinkel) in der Microwelle erwärmte Kissen, lindern Schmerzen an Rücken
    und Bauch!

    Herziche Grüsse

    Renate+Heiner

  • Michael+Bärbel 16. Dezember 2015 at 23:48

    Tach auch aus dem Ruhrgebiet. Sind das mal wieder tolle Fotos und Berichte super super super. Wir wünschen Euch auch schöne Weihnachten und alles gute für 2016. Bis bald Michael &Bärbel.

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