USA: Nevada, Kalifornien

von Christiane
USA: Nevada, Kalifornien

 Nevada: (auch genannt: Silver State) Der Bundesstaat Nevada erstreckt sich über eine Fläche von 284.000 qkm und hat ca. 2,4 Mio Einwohner. Die Hauptstadt ist Carson City. Berühmt für: Las Vegas, Silbervorkommen, Ufos, legale Prostitution

 Kalifornien: (auch genannt: Golden State) Der Bundesstaat Kalifornien erstreckt sich über eine Fläche von 404.000 qkm und hat ca. 36 Mio Einwohner. Die Hauptstadt ist Sacramento. Berühmt für: Disneyland, Demonstrationen und Erdbeben, Hollywood, Silikon Valley, Surfen

Nach einem Nachtflug und einem vierstündigen Zwischenstop in San Francisco erreichen wir müde San Diego. Ja, so eine Nacht mit wenig Schlaf rächt sich eben, wenn man keine 25 Jahre mehr alt ist. In San Diego erwartet uns sonniges Wetter bei ca 19°C aber uns ist kalt. Wir müssen uns wohl erst an den „Temperatursturz“ gewöhnen. Unser Womo holen wir wohl behalten im Storage auf dem KOA Campingplatz ab und entscheiden uns spontan doch noch ein paar Kilometer zu fahren. Unser Ziel ist der Carlsbad Beach State Park mit netten Plätzen oberhalb des Meeres mit tollem Blick. Dort angekommen holen wir die Liegestühle heraus wickeln uns in warme Decken und geniessen erst einmal einen ausgiebigen Nachmittagsschlaf.

Am nächsten Tag geht es direkt weiter. In Long Beach sind wir  mit Thomas verabredet. All unsere gewünschten Ersatzteile sind mittlerweile aus Deutschland bei ihm angekommen und warten nun auf den Einbau. Mit Thomas und zwei seiner Freunde verbringen wir einen lustigen Abend in einem wirklich guten italienischen Restaurant. Alles schmeckt so wie wir es beim Italiener kennen, keine Spur von amerikanischer Pizza. Thomas hat uns netterweise eine Werkstatt empfohlen, an die wir uns vertrauensvoll mit unserem Fiat wenden können. Vielen Dank Thomas, dass du uns so unkompliziert bei allem geholfen hast! In Cathedral City erwartet uns schon Gabor, der netterweise für uns seine Werkstatt noch einmal öffnet. Eigentlich wollte er in den Weihnachtsferien die Zeit nutzten um an seinen eigenen Autos etwas zu schrauben.  In seiner Werkstatt stehen viele europäische Autos  und Gabor wechselt fachkundig alle vier Bremsscheiben und die Beläge. Nebenbei halten die Männer noch einen kleinen Plausch. Ich ziehe mich in den nächsten FastFood Laden zurück und nutze das Internet. Danke Gabor, dass du dir Zeit genommen hast für uns und unser Womo!

Nicht weit weg von Cathedral City, nämlich in La Quinta, stehen Lesley und Gerhard auf einem Campingplatz und warten auf uns …. ja und auf ein Ersatzteil aus den Niederlanden. Das erste Mal sind  wir uns in Ottawa/ Kanada auf dem Campingplatz über den Weg gelaufen und haben dann gemeinsam die kanadische Hauptstadt erkundet. Diesmal verbringen wir zwei Tage und Abende zusammen. Die Abende werden lang, die Gespräche werden persönlicher und es ist klar es war nicht das letzte Treffen. Denn es gibt ja noch so viel Rotwein der getrunken werden will ?! Klar, wir treffen uns wieder irgendwo in Mittelamerika und dann vielleicht für mehr als nur zwei Tage!

Unser Weg führt uns von La Quinta weiter in den Joshua Tree National Park. Letztes Jahr haben wir diesen NP nicht besucht und so freuen wir uns neues Territorium zu entdecken. Wir sind, wie so viele andere auch, total begeistert beim Anblick der schönen runden Felsformationen, des Joshua Tree und der vielen verschiedenen Kakteenarten. Eine Stunde vor Dunkelheit bekommen wir noch einen Platz auf dem Canyon Rock CP im NP. Die Sonne geht langsam unter und die Felsen werden in schönes rotes Licht getaucht.

Sobald die  Sonne verschwunden ist, wird es auch schon kalt. Wir verkriechen uns ins beheizte Womo und haben Respekt vor den vielen Zeltcampern um uns herum, die am Lagerfeuer sich wärmen.Nachts sinken die Temperaturen  hier oben auf fast 2000 Metern auf Null Grad. Am nächsten morgen lacht die Sonne vom Himmel und es wird schnell wärmer.  Der Keys View ist unser erstes Ziel und der Ausblick reicht weit bis ins Tal. Im Hidden Valley  erkunden wir auf einem einstündigen Spaziergang die Felsformationen und die Vegetation des Parks. Wir beschliessen keine weitere Nacht in der Kälte zu verbringen und verlassen schweren Herzens den NP.  Die Canyon Box Road führt uns durch schöne, vielfarbige Felsformationen,

dann führt uns der Weg weiter am Salten Lake vorbei bis zum Borrego Springs State Park. Der Ort Borrego ist tiefer gelegen und wir verbringen eine dort eine ruhige Nacht auf dem State Park.  Am nächsten Tag sind wir in Temecula verabredet mit Linda und Garry. Die beiden haben wir diesen  Sommer auf der Ostseite der USA in der Nähe von Charleston kennengelernt und mit ihnen zwei Nächte gemeinsam gecampt. Seit dem stehen wir in email Kontakt und die beiden haben uns so oft eingeladen bei ihnen  vorbei zu kommen. Sehr gerne folgen wir der Einladung und nehmen auch zum ersten Mal  die Einladung an das Gästezimmer zu nutzen. Linda und Garry sind schon seit einigen Jahren  Rentner und geniessen ihr Leben indem sie viel Reisen. Meist mit ihrem A-Class Bus oder auch per Kreuzfahrt in Europa.  Zwei Tage genießen wir ihre liebevolle Gastfreundschaft. Linda kocht für uns und verwöhnt uns mit Süssigkeiten, es ist ja  bald Weihnachten und wir sollen uns Zuhause fühlen.

Die beiden zeigen uns die Umgebung ihrer Heimatstadt, die Weihnachtsbeleuchtungen der Weingüter in der Umgebung sind wunderschön, genauso wie die Dekoration in der Innenstadt von Temecula.

In den vielen Gesprächen erfahren wir viel über Politik, da die Präsidentschaftskandidaten für die Wahl 2016 sich gerade ihren Kampf in den Medien liefern . Garry ist an vielen Themen sehr interessiert und es ergeben sich interessante Diskussionen zwischen ihm und Birger. Wir verbringen einige Stunden im Casino und Linda erklärt uns wie das ein oder andere Spiel funktioniert. Mit den neuen Erkenntnissen wagen Birger und ich dann auch das Spiel gegen die  Maschine. Tapfer investieren wir 40,00 Dollar. Mal verlieren wir viel mal gewinnen wir ein paar Dollar. Am  Ende verlassen wir  mit einem „Gewinn“ von 35,00 Dollar das Casino. Das ist für uns mehr als okay!

Abends spielen wir mit den beiden Karten. Canasta ist angesagt. Die Regeln kennen wir, die wenigen Besonderheiten sind schnell erklärt  Wir spielen in Teams, Linda und Birger gegen Garry und mich.Wohl nicht notwendig zu erwähnen,  dass die letzen beiden gewinnen! Der Abschied fällt uns sehr schwer, aber vielleicht haben wir im Februar noch einmal die Gelegenheit uns wiederzusehen. Thank you, Linda and Garry, for your unbelievable great hospitality! We felt us so welcome in your home! We hope that we will meet each other again! Big hugs and kisses!

Von Temecula geht es für zurück an die Küste. Für die Weihnachtswoche haben wir uns in Malibu auf einem schönen Campingplatz eingebucht. Auch Christine und Beat aus der Schweiz werden wir dort treffen und die Feiertagswoche dort gemeinsam verbringen. Die beiden haben wir im Oktober im Bundesstaat Utah auf Antilope Island kennengelernt. Als wir am Heiligabend dort ankommen sind sie schon dort. Beim ersten Kaffeeklatsch tauschen wir die ersten Neuigkeiten aus, wir haben ja viel Zeit. Christine kocht für uns an Heiligabend und am ersten Weihnachtstag ganz hervorragend und wir lassen  uns gerne verwöhnen.

Die Woche geht so schnell um. Birger und ich nutzen das gute Internet um einige wichtige Dinge zu erledigen, Christine und Beat schauen sich die Umgebung an. Das Wetter spielt mit es ist warm ,manchmal etwas windig. Pelikane ziehen über uns hinweg, Delfine gleiten durchs Meer und manchmal sehen wir Morgens vom Bett aus Wal-Fontänen weit draussen im Pacific.  Morgens und Abends sitzen wir in entspannter Runde zusammen und es gibt viel zu erzählen, es wird nie langweilig.  Zweimal besucht uns Thomas aus Long Beach auf dem Campingplatz. Zu dritt machen wir einen langen Strandspaziergang und Birger und Thomas, der gebürtig auch aus Norddeutschland kommt, schwelgen gemeinsam in Erinnerungen an ihre Heimat. Mal sehen wo wir uns das nächste Mal wiedersehen!

Silvester gibt es eine Party auf dem Campingplatz. Wir schauen mal vorbei, aber so richtig viele Camper sind nicht gekommen. Die Musik ist gut, ein paar wenige tanzen, es gibt ein paar Snacks. Birger und ich unterhalten uns lange mit einem jungen Campnachbarn aus Oregon. Nachts um 24.00 Uhr stehen wir zu viert draussen und Blicken auf die recht weit entfernte Skyline von Los Angeles, Leider warten wir vergeblich auf ein Feuerwerk. Diese sind nämlich hier an der so brandgefährdeten Region verboten. Nach acht Tagen verabschieden wir uns von Christine und Beat , leider werden wir uns wohl auf dieser Reise nicht mehr wiedersehen, die beiden fahren über die Golfküste an die Ostküste für uns geht es weiter in den Süden. Aber bestimmt sehen wir uns in Europa wieder in Deutschland oder in der Schweiz! Es waren acht wunderschöne entspannte Tage mit euch!

Für uns geht nun weiter Richtung Las Vegas. Eine sehr kalte Nacht verbringen wir am Silverwood Lake in der Nähe des Ortes Hesperia. In der Spielerstadt Laughin ist es merklich wärmer und wir versuchen unser Glück erneut im Casino. Mal sehen was wir so von Linda gelernt haben. Leider ist uns das Glück nicht wohl gesonnen und wir verlieren unsere eingesetzten 20 Dollar, ausserdem macht das Spielen ohne Linda und Garry nur halbsoviel Spaß! Bis Las Vegas ist es nun nicht mehr weit und verbringen einige Tage an unserem gewohnten Platz am Lake Mead.

 Fazit: Das war eine spannende Zeit mit vielen schönen Begegnungen mit „alten“ und neuen Freunden. Zeit zu haben für intensive Gespräche, Zeit zu haben sich privater näher kennenzulernen, von einander zu lernen und zu wissen wir sind nicht alleine „on the road“!Danke an all die helfenden Hände daheim und unterwegs!

 

Dieser Beitrag gehört zu Nordamerika, Reiseberichte, USA 2015

One thought on “USA: Nevada, Kalifornien

  • renate+heiner christiansen 9. Februar 2016 at 11:16

    Hey ihr zwei,
    faszinierende Natur,runde Felsen,die sicherlich
    nicht bestiegen werden!!
    Die Seenlandschaften,das Meer und die Sonnen-
    untergänge traumhaft.
    Danke,daß wir mit euch träumen dürfen.

    Liebe Grüsse

    H+R

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