USA: New England States Teil 2

von Christiane
New England States Teil 2: New Hampshire, Vermont, Maine 10.07.2015 – 25.07.2015

 New Hampshire (auch genannt: „Granite State“ oder „White Mountain State“): Der Staat New Hampshire hat eine Fläche von 24219 qkm. Seine Einwohnerzahl beträgt 1,3 Mio. Die Hauptstadt heißt Concord. Das Landesmotto lautet „Live free or die!“ Hier wurde Earl Tupper geboren, der Erfinder von Tupper-Ware. Die Einwohner von New Hampshire dürfen als erstes bei den Vorwahlen zu den Präsidentschaftswahlen in den USA abstimmen. Es gibt keine Verkaufssteuer in diesem Bundestaat.

 Vermont ( auch genannt: „Green Mountain State“):Der Staat Vermont hat eine Fläche von 24887qkm. Seine Einwohnerzahl beträgt 621000. Die Hauptstadt heißt Montepelier und hat 8000 Einwohner und ist damit die kleinste Bundeshauptstadt in den  USA. Bekannt ist Vermont für Ben und Jerrys Eiskreme. Die Gründer der Firma beteiligen bis heute ihre Mitarbeiter am Umsatz des Unternehmens.

 Maine (auch genannt: „Pine Tree State“):Der Staat Maine hat eine Fläche von 92000 qkm. Seine Einwohnerzahl beträgt 1,3 Mio. Die Hauptstadt heißt Augusta. Der Süsswasserlachs ist der Bundesfisch. Stephen King wurde hier geboren und viele seiner Romane spielen hier. Berühmt  ist der Staat für Hummer, Elche und den LL Bean Store.

Wir verlassen die Küste und betreten den Bundesstaat New Hampshire. Es sieht tatsächlich alles „very british“ aus. Schöne kleine Orte, nette Häuser mit sehr gepflegten Vorgärten. Aber so ganz können wir uns noch nicht vom Meer trennen und finden für unsere erste Nacht einen Platz am Lake Winnipesaukee. Stühle raus, Füsse hoch.

Für den nächsten Tag stehen die White Mountains auf dem Programm. Der größte Berg hier ist der Mountains Washington mit nicht ganz 2000 Metern Höhe. Also recht niedlich. Im Winter kann man hier wohl Skilaufen im Sommer wandern. Also ein tolles Erholungsgebiet, das ganze Jahr über. Das finden auch die Amerikaner und auch ganz viele Kanadier, denn wir sind nah an der Grenze zur Provinz Quebec. Überall hört man francophone Töne. Die Idee im National Forest der Berge zu stehen stellt sich als nicht so gut raus, alles ist voll. Aber in Bethlehem ist ja wie wir wissen immer ein Platz im Stall frei, so auch für uns, nicht im Stall aber auf einem CP im Ort Bethlehem. Am nächsten Tag spazieren  wir dann durch die Flume Klamm. Immer dem Bachlauf entlang auf hölzernen Stegen und zurück durch den Wald.

Von dort geht es nach Vermont und wir machen einen kurzen Abstecher nach Montepelier der Hauptstadt . Die Stadt ist klein und übersichtlich mit ihren 8000 Einwohnern. Das Rathaus gefällt uns am besten.

Okay, wir sind ja ehrlich, uns zieht es mehr ans Wasser als in die Berge. In Burlington fahren wir mit dem Rad vom North Beach Campground  am See entlang in die Stadt und finden eine kleine Kneipe direkt am Hafen mit Livemusik.

Aber eigentlich wollten wir ja in die Berge, das geht am Besten mit einer Seilbahn. Diese finden wir im Ort Stove im Bundesstaat Vermont. Unser Plan ist mit der Seilbahn auf den Berg zu fahren und dort oben einen der Trails zu laufen. Leider stellen sich die Trails nicht als Wanderwege, sondern als Kletterwege heraus, so dass wir nach einiger Zeit den Rückweg antreten. Aber es gibt ein kleines Restaurant mit einer schönen Terrasse und einem noch schöneren Bergblick. Also trinken wir etwas uns geniessen den Ausblick. Wie es so in den Bergen ist, ziehen plötzlich Wolken auf und von Ferne hört man Donner grollen. Etwas später stellt die Seilbahn ihre Dienste ein. Die ersten treten den Abstieg  zu Fuss an. Der führt über eine etwas steilere Schotterpiste. Wir wollen noch nicht ins Tal und entscheiden uns erst einmal in Ruhe etwas zu essen. Hinundwieder grummelt es noch am Himmel.  Nach dem Essen entscheiden wir uns dann auch für den Fussweg, die Seilbahn hat nämlich immer noch Pause.  So auf der Hälfte des Weges fängt es erst an zu regnen, dann hören wir die Seilbahn anspringen. Egal, wir laufen weiter Richtung Tal. So nach gut 3/4 der Strecke kommt ein Mitarbeiter der Seilbahn in einer Art Golfcar mit Allradantrieb den Weg hoch geschoben und sammelt eine Familie vor uns ein, sie rücken zusammen und wir beide finden noch einen Platz und kommen am Parkplatz an bevor wir total durchgenässt sind. Danke für den netten Service!

Hinter der nächsten Bergkuppe lacht uns die Sonne wieder entgegen und schon sind wieder 30°C erreicht. Wir machen eine kleine Seentour  und fahren über die Grand Isle. Am Lake Sebago campen wir im State Park in der ersten Reihe mit Seeblick und eigenem Strand. Wir stellen die Stühle in den See und geniessen die Aussicht.

Im Ort Freeport  lassen wir uns von den ganze Werbebroschüren und unserem Reiseführer überreden und machen eine Shoppingtour. Alle namhaften Outdoorfirmen haben hier outlet-stores und werben mit günstigen Preisen. Der Platzhirsch heisst LLBean, mit drei großen Geschäften mit allem was das Herz der Camper, Wanderer, Kanuten etc höher Schlagen läßt. Wir bummeln durch die Läden, aber irgendwie stellt sich der Kaufrausch nicht ein und wir verlassen den Ort mit leeren Tüten. Im Winslow State Park finden wir nicht nur einen schönen Platz, sondern werden Abends noch mit Livemusik verwöhnt. Countrymusik wird auf der kleinen open-air Bühne gespielt und die Zuhörer sitzen in ihren Campingstühlen, oder auf Decken, machen Picknick, und lauschen der Musik.

In der Boothbay Harbour Region bleiben wir zwei Tage finden einen netten CP mit netten Campnachbarn. Am ersten Abend bekommen wir einen Platz in der ersten Reihe, das Meer schwappt vor uns ans Ufer ( jedenfalls solange die Flut nicht von der Ebbe abgelöst wird) wir zünden eine Feuer an und geniessen den Sonnenuntergang.

Unser Versuch den Ort Boothbay Harbor zu Fuss zu erkunden scheitert tatsächlich an der Möglichkeit einen Parkplatz für unser Womo zu finden. Also haben wir den Ort nur  mehrmals fahrend  umrundet und durchquert.

Auf dem Weg weiter Richtung Norden kommen wir an einem kleinen Wegweiser zu einem Leuchtturm vorbei. Den wollen wir uns genauer ansehen, denn unser Reiseführer schweigt sich mal wieder aus.  Am Ende einer Sackgasse parken jede Menge Autos, ein Leuchtturm ist erst einmal nicht zu sehen. Wir parken und laufen einigen anderen Leuten hinterher. Der Leuchhtturm liegt mitten im Wasser an der Hafeneinfahrt und kann während Niedrigwasser zu Fuss über einen ziemlich langen steinernen Steg erreicht werden.

Wir haben Glück heute ist der Leuchtturm auch noch geöffnet und kann von Innen besichtigt werden. Oben auf dem Leuchtturm halten wir ein Schwätzchen mit dem „freiwilligen Helfer“ der uns Besuchern Rede und Antwort steht über alles was es über diesen Leuchtturm zu erfahren gibt. Auch ist er der „Leuchtturmfotograf“. Jeder der den Turm erklimmt, darf sich an die gleiche Ecke stellen und wird mit der eigenen Kamera fotografiert. Wir natürlich auch.

Im Leuchtturm kann man die ehemaligen Wohnräume des Leuchtturmwärters besichtigen und es gibt ein kleines Visitorcenter. Die junge Frau an der Kasse hört uns deutsch sprechen und erzählt, dass ihre Oma aus Deutschland käme. Sie hätte ihr auch ein Lied beigebracht. Und schon fängt die junge Frau an zu singen: „Danke für diesen schönen Morgen, Danke für diesen schönen Tag“! Erst hören wir erstaunt zu, dann singen wir gemeinsam!

In Main gibt es an der Küste viele kleine nette Orte. Einer davon ist Camden. Dort übernachten wir auf dem Camden Hill SP, eine Empfehlung von Claudio und Angela. Zum einen hat der Platz wirklich gutes Wifi und schöne Plätze zum anderen hat man vom Hill aus eine tolle Aussicht.

Die nächsten Tage verbringen wir dann im Acadia  Nationalpark. Leider ist uns das Wetter nicht so ganz wohl gesonnen. Es regnet immer mal wieder und es ist recht nebelig. Trotzdem erkunden wir den Nationalpark. Erst besuchen wir den westlichen Teil.

Am nächsten Tag fahren die tolle Aussichtsstrasse, den Parkroad-loop, nur eben ohne Aussicht.

Den Jordan Pond erwandern wir, der Weg besteht auf der einen Uferseite aus vielen Holzstegen oder führt wahlweise durch kleine Felsen hindurch, aber es geht  immer am Wasser entlang. Zumindest regnet es nicht während unserer kleinen Tour um den See.

Später verharren wir einige Stunden auf dem höchsten Berg, Cadillac Mountain,  in der Hoffnung der Nebel verzieht sich und gibt den Blick frei. Leider ohne Erfolg. Aber so schnell geben wir nicht auf. Am Morgen unseres „Abreisetages“ aus dem NP stehen wir etwas früher auf und machen uns erneut auf den Weg auf den Berg. Wir werden mit einem freien Parkplatz und einer wunderschönen Aussicht belohnt.

Als wir den Rückweg antreten, ist der Parkplatz überlaufen und auf der Stichstrasse hat sich schon ein langer Stau gebildet.

Nun wird es aber Zeit langsam die USA zu verlassen. Neufundland wartet. Unsere letzte Nacht verbringen wir auf dem Cabcook Bay State Park. Viele Plätze liegen im Wald, aber wir haben gelernt und fragen immer direkt beim check-in nach offenen Plätzen, weil wir uns dann wohler fühlen und oft sind auch nicht so viele Mücken dort. Von unserem Platz erspähen wir sogar einen kleinen Teil des Sees. Aus den Unterlagen, die wir vom SP bekommen, erfahren wir, dass es in der Nähe  einen kleinen Grenzübergang nach Kanada gibt, der über zwei  Inseln auf das kanadische Festland, nach New Brunswick, führt. Auch unser kanadischer Reiseführer beschreibt diesen Weg als sehr nett und somit ist klar das wir per „Inselhüpfen“  die Provinz New Brunswick erreichen wollen.

Mehr dazu gibt es dann im nächsten Bericht. Good bye USA! Aber wir kommen ja bald wieder!

 Fazit: Es war eine wunderschöne Tour durch die Neuenglandstarten. Viel Natur, viele Seen und tolle Stellplätze. Vieles hat uns an Europa erinnert. Die Städte waren klein und überschaubar. Zum Wohlfühlen. Uns hat es sehr gefallen, sonst wären wir nicht so lange geblieben.

Dieser Beitrag gehört zu Nordamerika, Reiseberichte, USA 2015

3 thoughts on “USA: New England States Teil 2

  • Michael+Bärbel 13. August 2015 at 18:56

    Tolle Fotos und super Berichte. Es macht immer noch viel Spaß Euch leserisch zu begleiten. Tausend Küsse Michi & Bärbel

  • Birthe 19. August 2015 at 14:54

    Hallo meine Lieben, regnerische Gruesse aus Australien (aber angenehm :o) – wird ja in wenigen Monaten wieder ‚kuschelig warm‘). Tolle Photo’s, prima Berichterstattung …..ich ‚will auch‘ ….aber es sei Euch von Herzen gegoennt. Seid ganz doll umaermelt und gedrueckt. Denken an Euch. Weiterhin gute Fahrt. Eure Birthe und Clan :o)

  • Markus Geörger 26. August 2015 at 21:23

    Hallo Christiana,
    hallo Birger,

    ich hatte ja schon viel von eurer Reise gehört, aber Steffie Becker gab mir heute zufällig den Hinweis auf euren Block. Cooler Internetauftritt, es macht Spaß euch dabei zu begleiten. Es sieht aus, als ob ihr viel Fun hättet. Ich gönne es euch von Herzen, genießt jede Sekunde. Ich habe noch 4 Monate, dann ist meine VAPS Zeit auch zu Ende. Wir planen auch die Zeit danach, mal sehen, was es wird. Auf jeden Fall wünsche ich euch weiterhin eine tolle Zeit, bleibt gesund, liebe Grüße
    Markus Geörger

Comments are closed.