USA: South Dakota, Colorado, Utah

von Christiane
USA: South Dakota, Colorado, Utah (Mount Rushmore, Blackhills, Rocky Mountains NP, Dinosaur NM, Antelope Island) vom 30.09.2015 – 14.10.2015

 South Dakota: ( auch genannt: Sunshine State oder Mount Rushmore State )  Der Bundesstaat South Dakota erstreckt sich über eine Fläche von 200 qkm und hat ca. 755.000 Einwohner. Die Hauptstadt heißt Pierre und zählt 14.000 Bewohner. Berühmt  ist der Staat für: Mount Rushmore, Blackhills, Sioux und die Serie „Unsere kleine Farm“

 Colorado: (auch genannt: Centennial State) Der Bundesstaat Colorado erstreckt sich über eine Fläche von 270.000 qkm und hat ca. 4,7 Mio Einwohner. Die Hauptstadt ist Denver. Berühmt für: Privatbrauereien

 Utah: (auch genannt: Mormon State) Der Bundesstaat Utah erstreckt sich über eine Fläche von 212.000 qkm und hat ca. 2,3 Mio Einwohner. Die Hauptstadt ist Salt Lake City. Berühmt für: Mormonen, rote Felsen der Canyons,

Wir erreichen den Badland National Park in South Dakota bei strahlendem Sonnenschein. Das optimale Wetter um die bizarren Steinformationen im Bild festzuhalten.

Im Nationalpark finden wir auf einem Campingplatz ein Plätzchen für die Nacht. Wir sind umringt von den eindrucksvollen Felsen und haben eine schöne Aussicht auf die tolle Landschaft.

Etwas später findet ein Mietwohnmobil seinen Platz direkt hinter  uns. Hans und Gerlinde aus Deutschland sind für diese Nacht unsere Nachbarn. Die beiden sind für 3,5 Monate unterwegs und durchqueren das Land von Nordost nach Südwest von Seattle nach Florida.  Der gemeinsame Abende ist geprägt von interessanten Gesprächen, da sie schon  auf verschiedenen Kontinenten,  in verschiedenen Kulturen  gewohnt und gelebt haben. Die USA als Reiseland ist ihnen nicht unbekannt und es gibt viel Gesprächsstoff. Ein gemeinsamer  Abend ist eigentlich zu wenig. Den Rest müssen wir dann eben daheim in Deutschland nachholen. Am nächsten Morgen sprechen uns die Campnachbarn von gegenüber, Rebecca und Bill aus Seattle, auf unser Wohnmobil an. Die beiden sind total nett und der Vormittag ist schnell verplaudert.  Hans und Gerlinde gesellen sich noch kurz dazu, Reisetipps und Adressen werden ausgetauscht, Fotos geschossen und dann heisst es doch am Mittag Abschied nehmen.

Für uns geht es weiter in den Mount Rushmore. Wir sind gespannt die in Stein gehauenen Präsidenten ( Washington, Lincoln, T. Roosevelt und Jefferson) „live“ zu bestaunen. Da der Wetterbericht für die nächsten Tage Regen angesagt hat, fahren wir direkt zu den hohen Herren. Es ist nicht viel los und wir bewundern das Monument von allen Seiten und in aller Ruhe. So oft haben wir diese Gesichter im Fernsehen, in Reisezeitschriften gesehen und nun stehen wir tatsächlich davor. Wir sind sehr beeindruckt, vor allem auch von der Leistung von Gutzon Borglum der innerhalb von 1927- 1941, also innerhalb von 14 Jahren dieses Monument geplant und erschaffen hat.

Es ist ein Augenblick in dem uns erneut  bewusst wird, was uns diese Reise alles ermöglicht und welche unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten und Naturschauspiele  wir bewundern dürfen – in Echt, nicht „nur“ im TV-. Ungefähr 20 Meilen entfernt gibt es ein weiteres Monument aus Stein. Okay, es ist noch nicht fertig, seid 1948 arbeitet der, mittlerweile verstorbene, Bildhauer Korczak Ziolkowski uns seine ganze Familie mit privaten Mitteln an der Erstellung von „Crazy Horse“. Eine in Stein gehauene Nachbildung des Indianers Crazy Horse, die nach Fertigstellung sehr viel größer sein soll als die vier Präsidenten. „Crazy Horse“ und die um ihn herum geplante Universität,  soll ein Gedenken an die Frist Nation People, die Indianer, sein. Wann genau dieses Monument fertigt sein wird, ist nicht bekannt.

Der Wetterbericht hat recht und wir starten am nächsten Tag unsere Tour in die Black Hills im Regen. Die Gegend soll dem Schwarzwald ähneln, ja vielleicht. Als wir an einem kleinen Parkplatz vorbeikommen, winkt ein Arm aus einem Fenster eines europäischen Sprinter-Wohmmobil. Klar, halten wir an und lernen Catherine aus Frankreich kennen. Ganz allein ist sie seit drei Jahre unterwegs von Südamerika bis Alaska. Wir löchern sie  mit Fragen vor allem zur Verschiffung von Südamerika nach Mittelamerika. Während unseres Parkplatz-Gespräches kommt auch noch die Sonne durch. Später können wir dann  die kleinen Wasserfälle bei schönstem Wetter genießen.

Die nächsten Tage erforschen wir den Custer SP und den Cave Winding State Park. Wir sehen Bisons, Antilopen, Rehe, wilde Esel und verschiedene Vogelarten.

Die Fahrt durch die engen Tunnel sind ein spezielles Erlebnis. Leider spielt das Wetter nicht so mit, so dass die Aussichtspunkte von uns im Nebel links liegen gelassen werden!

Nach zwei Fahrtagen erreichen den Rocky Mountains National Park. Wim und Marion, ein Paar aus Holland, hat uns den Tip gegeben, dort unbedingt hinzufahren. Vielen Dank ihr beiden für diesen Hinweis.In dem Park leben ganz viele Hirsche und jetzt im Herbst sammeln die Hirschbullen mit lautem Röhren ihre Hirschkühe ein um ihr Harem zu bilden. Das Röhren hört sich eher an wie eine quietschende Tür, etwas schrill, ich hatte es mir lauter, tiefer eben männlicher vorgestellt.Nichtsdestotrotz sammeln sich die Hirsche  auf einer Wiese direkt am Campingplatz des National Parks und wir können die Tiere ganz nah beobachten und die Hirsche den ganzen Abend bis zum Morgen hören.

Am nächsten Morgen hat sich eine eine Herde Hirschkühe mit ihrem Hirschbullen direkt  vor unserem Wohnmobil versammelt und wir eilen raus in die Kälte um die Tiere noch näher zu bestaunen als am Abend davor.

Das Wetter ist nicht so schlecht und wir beschliessen den Scenic Drive durch den National Park in Angriff zu nehmen. Die Strasse führt uns an tollen Aussichtspunkten vorbei bis auf 3700 Meter Höhe.

Hier gibt es einen kleinen Trail der auf die Bergkuppe führt und einen noch schöneren Blick auf die Bergwelt bietet von 4000 Meter hinunter. Die Höhe macht sich schon mit leichten Kopfschmerzen und Kurzatmigkeit  bemerkbar, aber der Blick macht alles wieder wett.

Im Visitor-Center trinken wir einen Kaffee und als wir zum Auto gehen sind die Berge wolkenverhangen. Wir fahren zum nächsten Campingplatz auf ca 2500 Meter Höhe und geniessen die Regenschauer im warmen Wohnmobil. Vor lauter Regen und Nebel sehen wir einen Hirschbullen tatsächlich erst, als er direkt vor unserem Fahrzeug steht.  Wir verlassen den Rocky Mountain National Park um am nächsten Tag den Dinosaur National Monument Park zu besuchen. Hier gibt es ganz viele Ausgrabungen von Dinosaurierknochen, sogar ganzen Skeletten,  und auch Fossilien aus dieser Zeit, aber vor allem die Felsformationen werden in unserem Reiseführer hoch gelobt. Also nichts wie rein!  Die erste Strasse in den NP hat eine Länge von knapp 40 Kilometern und am Ende gibt es einen kurzen Trail von 3km, der direkt über den Bergkamm führt.  Die Bilder sprechen wohl für sich.

Natürlich müssen wir die 40 km wieder zurück um die nächste Stichstrasse in den Park zu nehmen. Dort gibt es neben schönen Aussichten auch einen netten Campingplatz mit Bergblick. Am nächsten Tag schauen wir uns noch die Dinosaurierknochen an. Hier können wir die  Millionen Jahre alten Knochen sogar anfassen.

Unser nächstes Ziel ist Salt Lake City, es gibt verschiedene Wege dorthin, wie so oft, und wir nehmen einen kleinen Umweg in Kauf, denn unser Reiseführer gibt in einem Nebensatz eine kleine Empfehlung. Wir fahren also über die Flaming Gorge  Recreation Area, der Name ist Programm, die Felsen dort sind unglaublich rot. Alle Campingplätze einschliesslich das Visitor Center sind geschlossen, aber zufällig nehmen wir die richtige Abzweigung von der Hauptstrasse durch den Park und stehen direkt vor einer tollen Schlucht. Auch der Sheep Creek Loop belohnt uns mit tollen Bildern.

Bevor wir uns in das „Großstadtgetümmel“ der Mormonenstadt Salt Lake City mit ca  Einwohnern stürzen suchen wir einen Platz auf dem Antelope Island State Park ( auch wieder ein wertvoller Tipp, den wir von mehreren Reisenden und Amerikanern als „Must to see it“ bekommen haben). Über einen Damm fährt man durch den großen Salzsee. Die Sonne brennt vom hellblauen Himmel, das Wasser ist blauer als der Himmel und als erstes werden wir von einer Herden Bisons begrüßt.

Wir fühlen uns direkt wohl. Der Campinglatz hat zwar keinen Comfort aber einen tollen Blick auf den See, große Plätze und …. tolle Campnachbarn. Wir lernen Christine und Beat aus der Schweiz kennen, sie sind seid fast sechs Monaten mit einem Knaus Wohnmobil auf Fiat Ducato Basis in den USA und Kanada unterwegs. Klar, das es viel zu bequatschen gibt, beim Kaffee, beim Campfire, mal so zwischendurch.  Drei Tage pflegen wir eine tolle Nachbarschaft und werden dann gemeinsam am Malibu Beach „schweizerisch-deutsche“ Weihnachten feiern.

Die beiden werden nun von Denver aus einen kleinen Heimaturlaub in der Schweiz einlegen und wir besuchen erstmal Salt Lake City. Unser einziges Ziel in der Stadt ist der Mormonen Tempel. Hier in der Gründungsstadt der Mormonen wollen wir alles über ihre Religion wissen. Im Visitor Center fragen wir nach einer Führung und Schwester Mere aus Südafrika und Schwesterr Wong aus Hongkong nehmen sich fast eine ganze Stunde Zeit für uns. Sie erzählen uns von der Gründung ihrer Glaubensgemeinschaft, den Ritualen ihres Gottesdienstes, ihren Glaubensgrundsätzen, das Zusammenspiel zwischen der Bibel und des Buches Mormon. Geduldig beantworten sie unsere Fragen und stellen im Gegenzug auf Fragen zu unserem Glauben. Wir erfahren sehr viel über die Mormonen, die auch politisch eine sehr wichtige Rolle spielen im Bundestaat Utah.  Aber auch hier entziehen wir uns am Ende freundlich den missionarischen Versuchen der beiden jungen Frauen.

Über die Autobahn verlassen wir am frühen Nachmittag Salt Lake City  und verbringen im Yuke Labe SP einen schönen Abend mit Seeblick.

Über die Strasse # 50, „The Loniest Road in America “, geht es weiter in den Bundesstaat Nevada.

 Fazit: Diese zwei Wochen waren landschaftlich „a Waaahnsinn“ ( Grüße von Herzen  an Hansi !) ! Temperaturen von 0°C  bis 27°C . Höhen bis zu 4000 Metern. Felsen in rot, grün, gelb, orange!  Tiere, Seen ( mit und ohne Salz) und am wichtigsten, wir haben neue Freundschaften geschlossen.

 

Dieser Beitrag gehört zu Nordamerika, Reiseberichte, USA 2015

One thought on “USA: South Dakota, Colorado, Utah

  • Birgit Müller 4. November 2015 at 20:31

    Hi ihr zwei, ich hab vor ein paar Jahren die „rutting season“ im Jasper NP erlebt und stand auf einem Campground an einer Telefonzelle, umgeben von einer großen Herde Hirsche. Ich kann mir gut vorstellen, was ihr z.Z. in der Beziehung erlebt. Viel Spaß auf der Weiterfahrt durch die beeindruckenden Felslandschaften der USA. Liebe Grüße Birgit

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