Von San Francisco nach Los Angeles

von Christiane
Von San Francisco nach Los Angeles

 Kalifornien: (auch genannt: Golden State) Der Bundesstaat Kalifornien erstreckt sich über eine Fläche von 404.000 qkm und hat ca. 36 Mio Einwohner. Die Hauptstadt ist Sacramento. Berühmt für: Disneyland, Demonstrationen und Erdbeben, Hollywood, Silikon Valley, Surfen

Nach dem wir San Francisco verlassen haben fahren wir weiter die Küste entlang. Die Küste ist wirklich unbeschreiblich schön, ein langer Sandstrand reiht sich an den nächsten. Wir landen in Santa Cruz auf dem Seacliff State Beach Campground. Ein riesiger Parkplatz mit großen Stellplätzen  ohne Comfort, dafür direkt am Strand. Trotz  Wochenende bekommen wir einen Platz und bleiben zwei Tage.

Wir beobachten Delfine, die in Gruppe recht nah am Ufer entlang springen, Seehunde die vor uns spielen und Pelikane, die elegant über das Wasser gleiten und blitzschnell ins Wasser stürzen, wenn sie ihre Beute entdeckt haben.Stundenlang können wir aufs Meer schauen.

Aber der nette Ort Capitola, mit vielen Kneipen und kleinen Geschäften direkt am Meer,  ist fussläufig in einer Stunde vom CP zu erreichen und wir geniessen den Spaziergang am Strand dorthin.

Unser Auto fällt auf dem Campingplatz natürlich auf und Birger beantwortet, wie immer, gerne alle Fragen. Mit Mike unterhält er sich länger, seine Frau Janet ist in Deutschland geboren und in den USA aufgewachsen und später schliesst  sie sich  unserem Gespräch an. Am nächsten Tag laden die beiden uns zum Abendessen ein.  Bei Beef Stew, Rum und Rotwein gibt es viel zu erzählen und zu lachen. Das hält leider die Füllung meines Backenzahns nicht aus und fällt raus….. Schöne Sche….!

Aber Mike und Janet wohnen nicht weit entfernt und organisieren mir bei ihrem Zahnarzt einen Termin. Zwei Tage später sitze ich dann  morgens um 7.00 Uhr  zwei Stunden lang auf dem Behandlungsstuhl von Dr. Benjamin Stein in Morgan Hill und  er bereitet alles für eine neue Krone vor, weil anders das kratergroße Loch nicht mehr zu füllen ist.  Er bemüht sich erfolgreich mir meine Angst zu nehmen und ist super nett und beruhigend.  Als ich aus dem Behandlungszimmer komme drückt mir die Sprechstundenhilfe das Telefon in die Hand und am andere Ende ist Janet und will wissen wie es mir geht und ob alles gut gegangen ist!  Thank you so much Janet and Mike, that you take great care of me!

Da ich zum Einsetzen der Krone zwei Wochen später wieder kommen muß überlegen Birger und ich nun wie unserer Reise weiter geht, so dass wir in zwei Wochen wieder in Morgen Hill sind. Das schöne daran ist, dass wir Mike und Janet wieder sehen werden. Von Santa Cruz aus bummeln wir die Küste entlang und halten unterwegs zum kurzen Frühstück und haben dabei nette Gesellschaft.

Die Strände von Monterey und die Carmel Bay ist wahnsinnig schön, die Sonne zeigt sich leider nicht so oft, aber wir hoffen, das wir auf unserer Rücktour die Chance haben dies alles bei Sonnenschein sehen zu können.

Der 17 Mile Drive am Pebble Beach, die Nobelgegend von Monterey, mit einem sehr bekannten Golfplatz (Green Fee: 500U$ und nur in Zusammenhang mit mind. zwei Übernachtungen im dazugehörigen Resort) ist nur gegen eine Gebühr von 10 Dollar zu befahren. Aber dies lohnt sich auf jeden Fall die Strasse an der Küste ist ein Traum und wir sehen Delfine, Seehunde, Pelikane und sogar weiter draussen auf dem Meer Wale.

Am Pier und an der Wharft von Monterey gibt es viele Restaurants und Kneipen mit tollem Blick aufs Meer.  Der Strand vom Nachbarort Carmel ist richtig weiss und lädt zum Spaziergang ein. Weiter gehts die Küste entlang:Morro Bay, Big Sur etc. So schön!

Wir lernen Tom und Sandra aus  British Columbia, Kanada,  kennen, die beiden haben schon die halbe Welt gesehen und sich dafür auch viel Zeit genommen. Gespannt lauschen wir abends in unserem Wohnmobil ihren Geschichten über ihre fünfmonatige Indienreise, ihre verschiedenen Australienreisen, Radreisen durch Italien  und Segelabendteuer in den Fidschis. Es gibt ja noch so viel zu sehen.

In San Simeon ist eine Stelle am Strand von 1000 und Meer Seeelefanten bevölkert, die hier ihr zuhause haben. Es ist gerade Paarungszeit und die Männchen liefern sich einige gefährlich aussehende Kämpfe am Strand.  Der stärkste von ihnen darf dann ein Harem von bis zu 60 Weibchen sein Eigen nennen. Viel Spaß! Die männlichen Tiere werden bis zu 4 Tonnen schwer, die Weibchen schaffen es immer hin auf ein Gewicht von 2,5 Tonnen. Während die Weibchen ihren Nachwuchs säugen, verlieren sie bis zu ein Drittel ihres  Gewichtes. Einen ganzen Vormittag verbringen wir bei Seeelefanten und  machen unzählig viele Fotos.

Direkt in der Nähe befindet sich das Hearst Castle, das wir uns unbedingt ansehen müssen. Willem Randolf Hearst hat in den zwanziger Jahren begonnen diese Schloss-Burg zu bauen. Dafür hat er 29 Jahre gebraucht und hat sich ein Beispiel genommen an vielen europäischen Burgen und Schlössern. Viele Kunstgegenstände hat er aus Europa einfliegen lassen.

An Geld mangelte es dem Multimilliardär nicht, er war Eigentümer einer Zeitung in San Francisco, gründete sein eigenes Filmstudio etc… Charly Chaplin und andere Filmstars waren häufiger Gast auf seinem Schloss. Die Führung war sehr unterhaltsam und wir haben viel über den Gründer und seine Familie erfahren. Heute ist das Schloss im Besitz des Bundesstaates Kalifornien.

Nach soviel „Kultur“ treibt es uns wieder an den Strand und wir geniessen tolle Sonnenuntergänge. Von netten Campnachbarn auf verschiedenen Stellplätzen bekommen wir einige Tips für unsere Weiterreise, vor allem die Empfehlung uns rechtzeitig vor dem kommenden Thanksgiving Wochenende einen CP zu reservieren. Aber Reservieren ist nicht so unser Ding, wir wollen lieber den Campingplatz sehen bevor wir uns entscheiden für eine längere Zeit dort zu stehen.  Aber wir nehmen den Hinweis ernst und suchen uns vor LA einen Campingplatz am Malibu Beach. Er hat einen tollen Meerblick, zum Strand ist es nicht weit und auch LA ist gut per Auto zu erreichen. Dies ist nun für eine Woche unser Zuhause, wir wollen von hier LA und die Umgebung  erkunden und müssen nun über Thanksgiving auch nicht mehr nach einem CP suchen.

Der Strand ist super lang und bei unseren vielen Spaziergängen bewundern wir die tollen Strandhäuser und halten Ausschau nach David Haseloff und seinen girls in den roten Bikinis. Leider bleibt unsere Suche erfolglos. Aber dafür treffen  wir zufällig am Strassenrand stehend Erika und Bert. Wir versuchen gerade nach LA zu fahren und hängen in einem Stau fest, kurz bevor wir umdrehen wollen, sehen wir das Wohnmobil von den beiden am Strassenrand stehen. Das letzte Mal haben wir uns in Alaska getroffen und seid dem stehen wir im email Kontakt. Das Hallo ist groß. Wir verbringen gemeinsam den halben Nachmittag mit Blick aufs Meer und tauschen unsere Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Monate aus. Wahrscheinlich werden wir uns in Mexiko wieder sehen. Los Angeles  besuchen wir an diesem Tag nicht  mehr. Unser nächster Versuch mit dem Auto nach LA hinein zufahren ist erfolgreich und wir lassen uns einen ganzen Tag in den Universal Filmstudios unterhalten. Alles ist recht laut, aufgedreht eben amerikanisch, aber wir haben viel Spaß und schauen uns die mittelmäßigen Shows an, lassen uns durch die Studios führen und in 3D und 4D Kinos auf imaginären Achterbahnen durch die Zeichentrickwelt von den Simpons und Co fahren.

Klar müssen wir in LA auch den Hollywood Boulevard besuchen mit all den Sternen der großen (und auch kleinen) Stars bewundern. Wir machen unsere eigene Sightseeingtour mit unserem Wohnmobil durch Hollywood und Beverly Hills. Aber so richtige Begeisterung will bei uns nicht aufkommen. Auch der Hollywood Boulevard überzeugt uns nicht, es ist nur eine große Hauptstrasse mit vielen Leuten und den Sternen auf dem Boden, drum herum laufen verkleidete Menschen in Kostümen aus Zeichentrickfilmen etc und bieten gegen Geld ein Foto mit sich an. Hier fallen uns die vielen Obdachlosen auf, die wohl eher die Realität widerspiegeln. Los Angeles ist eben eine riesig große Stadt mit über 15 Mio Menschen. Viele haben uns gesagt LA sei  nicht so lohnenswert wie San Francisco oder San Diego. Aber wir wollten uns selber ein Bild machen und nun können wir auch mitreden.

Von unserem Stellplatz in Malibu Beach haben wir einen tollen Blick aufs Meer. An einem Nachmittag haben sich viele Seevögel, Pelikane, Möwen etc, am selben Platz versammelt, es scheint so, dass ein großer Fischschwarm unter ihnen im Wasser ist. Es dauert nicht lange und eine größere Anzahl Delfine ( mindestens 10) gesellt sich dazu, wir können beobachten wie die Delfine mit ihrer Schwanzflosse aufs Wasser schlagen und die Fischschwärme umkreisen. Ein tolles Unterhaltungsprogramm das uns hier geboten wird.

 Fazit: Die Küste von Süd-Kalifornien ist ein Traum und wir haben nun einige Teile zwei Mal besuchen dürfen und würde jederzeit wieder hier her kommen. Es hat uns so gut gefallen. So tolle, weite, große  Strände und viele schöne Möglichkeiten am Wasser zu campen. Los Angeles hat uns persönlich nicht so überzeugt, dafür aber die kleinen Orte wie Carmel, Santa Barbara etc. Wir durften schon wieder die Hilfsbereitschaft vom Amerikanern spüren. Die Tierwelt am Meer zu beobachten war interessanter  als jeder Unterhaltungspark und hat uns wieder Mal sehr fasziniert. 

 

 

Dieser Beitrag gehört zu Nordamerika, Reiseberichte, USA 2014

One thought on “Von San Francisco nach Los Angeles

  • renate+heiner christiansen 9. Dezember 2014 at 21:27

    Hallo ihr 2,

    wieder interessante Reiseberichte,einmalige Tierfotos,Landschaftsbilder,wunderbare Strände,super Bademöglichkeiten.
    Weiterhin nette Begegnungen und tolle Erlebnisse.
    Passt auf euch auf!

    Liebe Grüsse
    Renate + Heiner

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