Vorbereitung von A wie Autoversicherung bis Z wie Zoll

von Christiane

Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem einzigen Schritt!

… und vielen,vielen Ideen…..

Natürlich ist eine Weltreise keine Unternehmung, die man in kurzer  Zeit plant und umsetzt. Wir sind mit der Planung  zur Realisierung unseres Traumes schon länger beschäftigt, obwohl das Startdatum zu Beginn noch die große Unbekannte war.

Aber wir haben uns immer wieder mit Themen wie Reiseroute, Visa und Einreisebestimmungen, Krankenversicherungen, Heimatwohnort, richtiges Fahrzeug für unsere Bedürfnisse,  Autoversicherungen, Impfungen, richtige Technik für uns, Fotoausrüstung, eigene Internetseite etc  beschäftigt.

Wir haben viel gelesen in blogs von Weltreisenden, die aktuell oder in der nahen Vergangenheit unterwegs waren. Hier haben wir am meisten Tipps und Anregungen bekommen um uns mit Themen intensiver zu beschäftigen.

Vielen Dank an alle an dieser Stelle, die sich die Mühe machen diese Informationen zu sammeln und ins Netz stellen!!

Übersicht für Eilige



Unser Fahrzeug:

unser WOMO oder auch DICKER

Carthago c-line 4.7

Fahrzeugdaten:

Maße: 7,15m lang, 2,27m breit, 3,04m hoch

KW: 109, PS:148

Sonderausstattung:

  • Alde Heizung =Warmwasserheizung
    ( die Alternative bzw als Standard im Carthago wird die  Truma =Warmluftheizung angeboten.  Im Netz findet ihr viele Diskussionen zu diesem Thema. Die Truma pustet durch ein Gebläse warme Luft durch das Wohnmobil, was viel Staub aufwirbelt. Die Alde funktioniert eher wie ein Zentalheizung zu Hause, mit kleinen Heizkörpern durch die warme Flüssigkeit zirkuliert. Für uns war das Hauptargumente, dass das Wärmegefühl bei der Alde ein besseres ist und kein Staub durchs Womo geblasen wird.)
  • Klimaanlage von Dometic
    ( damit man in südlichen Gefilden bei Bedarf nachts gekühlt schlafen kann)
  • Federn:
    Spiralfedern auf der Voderachse, die Fahrzeug wird dadurch auch etwas höher und hat mehr Bodenfreiheit
  • Aussenstromanschluss extra für USA inclusive einem 5000 Watt Wandler
    (die Anschlussdose ist aus dem Bootsbau, ob es wirklich funktioniert, werden wir später berichten)
  • Sinuswechsler 1500 Watt
    um die Steckdosen im Womo zu nutzen, auch wenn wir nicht am Strom angeschlossen sind
  • Heckgarage
    (wir haben hier neben Campingmöbeln etc unsere Fahrräder und unsere zwei Reserveräder untergebracht, wir möchten nichts aussen am Wohnmobil befestigen, frei nach dem Motto: Gelegenheit macht Diebe.
  • Solarzellen
    wir haben zwei Panellen auf dem Dach montiert, diese machen uns wirklich autark, zumindest wenn die Sonne scheint. Wir können überall stehen und müssen uns keine Gedanken über Strom machen.
  • Backofen
    ein „Luxus“ um unsere Lieblingsgerichte zu überbacken oder Dinge auf zu backen
  • Gastanks
    zwei Gasflaschen, die von aussen betankt werden können, so dass wir keine Flaschen tauschen müssen.Dem Kauf des WOMO ging eine lange Zeit des Suchens und Vergleichens voraus. Wir haben verschiedene Caravan Messen besucht, in Fachzeitschriften geschmökert und viele Wohnmobile angeschaut. Unsere Entscheidung war schlussendlich geprägt von dem Wunsch ein Wohnmobil zu kaufen und nicht nur ein Reisemobil. In den nächsten Jahren wird dieses Gefährt unser Zuhause sein. Wir möchten uns wohlfühlen, es unser privater Rückzugsort bei Wind und Wetter. Das „Badezimmer incl Schlafzimmer“ ist von „Wohnraum und Küche“ durch eine Tür abtrennbar. Staurraum ist wichtig und durch die Fächer im Doppelboden gewährleistet. Die Heckgarage ist groß genug  um Fahrräder oder Roller  uvm. geschützt vor den Blicken von Aussen aufzubewahren. Klimaanlage und Heizung helfen uns weder zu frieren noch unnötig zu schwitzen.  Die Federung gibt uns mehr Bodenfreiheit für unebene Strassen. Der Backofen und der Gefrierschrank helfen uns heimische Küche zu zubereiten, wenn es zu exotisch wird in der weiten Welt oder das Heimweh kommt.

 

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Versicherungen

1.Krankenversicherung:

Es gibt von einigen Versicherungen Angebote für LangzeitTraveller:
Die besten Bewertungen aufgrund von Preis -Leistung haben von uns folgende Versicherung bekommen:
  • ADAC
  • Hanse Merkur
  • DKV
  • Protrip
  • STAtravel

Das Angebot der Versicherung ist ziemlich ähnlich. Gelernt haben wir darauf zu achten, dass bei einem Krankenrücktransport in die Heimat, dies auch gezahlt wird wenn der Transport medizinisch sinnvoll ist und nicht nur medizinisch notwendig ist.

Die Preise sind allerdings sehr unterschiedlich, insbesondere wenn die Reise Nordamerika,die Karibik und bei manchen Versicherungen auch die Schweiz mit umfasst . Diese Länder verdoppeln leicht den monatlichen Versicherungsbeitrag. Zu berücksichtigen ist auch, ob die Versicherung ggf von unterwegs aus via email zu verlängern ist, oder ob eine Verlängerung nur vom Heimatort möglich ist.

Wir haben uns für  die STA travel entschieden , hier ist der Vertragspartner die Hanse Merkur aber zu einem günstigeren Preis, als wenn wir direkt bei der Hansa Merkur abgeschlossen hätten. STA travel hat sich auf Dienstleistungen rund um Weltreisende spezialisiert., Flüge, Touren, Sightseeing und hat auch ein Versicherungspaket zu bieten. Wir haben uns nur für die Versicherung entschieden.

Da wir glücklicherweise noch keinen Versicherungsfall hatten, können wir mit keinem eigenen Erfahrungsbericht aufwarten und verlassen uns auf die guten Kritiken von anderen Reisenden.

2. Internationale Haftpflichtversicherung:

Zur Sicherheit haben wir eine internationale private Haftpflichtversicherung abgeschlossen die weltweit Gültigkeit hat. Wir haben uns für die Hanse Merkur Versicherung entschieden. Aufgrund der amerikanischen Rechtsprechung und den rechten hohen Summen im Falle eines Schadensersatzes haben wir eine hohe Versicherungssumme von 15 Mio gewählt. ( Kosten jährlich 100 € )

3. Autoversicherung für USA und Kanada 

Für die USA und Kanada benötigt man eine Autoversicherung. Diese haben wir über die Firma Seabridge  abgeschlossenen. Andere von uns angefragten Firmen konnten keine Kombiverträge USA/Kanada anbieten. Die Kosten der Versicherung basieren auf dem Zeitwert des Fahrzeuges, also je neuer das Fahrzeug desto teurer.[separator]

Impfungen:

Wir sind mit unserem Impfpass ein Jahr vor Reisebeginn zur unserer Hausärztin gegangen und haben mit ihr gemeinsam einen Impfplan aufgestellt. Je nach „Vorimpfung“ gab es eine Auffrischung oder einen Neuimpfung.

  • Hepathitis A und B
  • Tollwut
  • Diphterie
  • Tetanus
  • Poli
  • Tyhus

Die Gelbfieberimpfung bekommt man nur im Tropeninstitut und für die ersten Teile unserer Reise ist Gelbfieber nicht notwendig.

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Reiseapotheke:

Auch hat unsere Hausärztin gemeinsam mit uns eine etwas umfangreichere Reiseapotheke zusammengestellt. Abgestimmt auf unsere „normalen“ Bedürfnisse und auf die zu bereisenden Ländern.

Inhalt:

  • Verbandszeug
  • Antibiotikum
  • Magen-Darm Medikamente
  • Kopfschmerzen
  • Erkältungsmedikamente
  • etwas gegen Sonnenstich
  • Salben für Sonnenbrand, Insektenstiche, Verbrennungen
  • Wundsalben

Danke  Regina!

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Verschiffung Halifax/Kanada:

Wir haben viel über die Möglichkeiten der Verschiffung unseres WOMOS in die USA bzw Kanada auf anderen Blogs gelesen. Die Firma Seabridge war in allen Berichten die zuverlässigste und die erfahrenste Firma. Auch die ersten Kontakte mit Seabridge- wir hatten einige Fragen zu verschiedenen Zielhäfen-, hat uns durch schnelle und kompetente Antworten überzeugt.
Wir haben uns entschieden nach Halifax/Kanada zu verschiffen. Die meisten „Weltenbummler“ verschiffen nach Halifax, was viel viel Sinn macht gerade im Bezug auf die Aufenthaltsdauer.

In Kanada bekommt man bei der Einreise automatisch eine Aufenthaltsgenehmigung für eine halbes Jahr.

Eine andere Möglichkeit, die auch lange bei uns ganz oben auf der Liste stand war, das WOMO nach Brunswick an der Ostküstezu verschiffen und von dort zu starten. Hier ist man vom Wetter nicht ganz so abhängig und kann dort auch im europäischen Winter gut starten.

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Wo sollen wir starten? Beginn der Routenplanung!

Das ist der Teil, der am meisten Spaß macht bei den Vorbereitungen. Wir hatten im Laufe der letzten Jahre viele Ideen. Haben die Ideen geprüft, angefangen zu planen, haben hinterfragt und eine neue Idee war da. Und dann ging das Spiel von vorne los.
Am Anfang stand der Start in Halifax, dann der Anfang in Brunswick, dann was ganz Neues wir beginnen am anderen der Welt in Australien….. oder doch lieber in Südamerika?
Andersherum zu fahren war auch eine Möglichkeit, von Südamerika nach Alaska. Wir starteten die Planung,  aber die Verschiffung nach Argentinien birgt zu viele Gefahren. In fast allen Berichten, die wir lasen, kam das Womo beschädigt in Argentinien an. Sogar dann, wenn die Fahrer mit an Bord waren und die lange Überfahrt mit dem Schiff gemacht haben.
In Australien starten- vieles sprach dafür- nur unser Traum von Alaska nach Feuerland als erstes zu fahren sprach dagegen.

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Visa USA:

Das Langzeit-Touristenvisa B2 für die USA muß man online beantragen. Die Formulare findet ihr hier:

Das B2 Visa beinhaltet ein 10 Jahresvisum, und besagt, dass man innerhalb dieser 10 Jahre immer wieder für bis zu 6 Monaten in die USA einreisen darf. Das Ausfüllen des Formulars (DS-160) im Internet ist erstmal nicht so schwer. Kurz vor dem Absenden des Antrages muß noch noch ein „Passfoto“  hochladen. Dies muß allerdings ein bestimmtes Maß haben ( 5,2×5,2cm) ansonsten ist das Hochladen nicht möglich und ohne das Foto ist das abschicken des DS-160 nicht möglich. Nach Abgabe der Formulare,  muss man auf einer weiteren Internetseite sich anmelden, ein Formular ausfüllen und die Visagebühren ( 120  pro Person) bezahlen.
Nach Eingang der Zahlung, dauerte bei uns nur zwei Tage, muss man  einen Termin zu einem persönlichen Gespräch in der Deutschen Botschaft  zB Berlin beantragen. Hier muß man darlegen, zu welchem Zweck man in die USA einreisen  will, wohin man genau reist und dass man nicht auf Arbeitssuche in den USA ist. Hilfreich ist hierbei die Vorlage von geplanten Reiserouten, Kontoauszüge und Tatsachen, die darauf schliessen lassen, dass man genug Gründe hat nach Hause zurück zu kehren, Familie, Kinder, Haus oder Wohnungseigentum etc.

Auch wenn die Botschaft der USA in Deutschland ein Visum über 10 Jahre vergibt, entscheidet der Officer bei der Einreise in die USA für wie lange die tatsächliche  Aufenthaltsgenehmigung  gilt. In der Regel werden 6 Monate genehmigt.

Eine Verlängerung des  Aufenthaltes in den USA ist per Antrag in den USA ( Name der Behörde) möglich. Der Antrag auf Verlängerung ist kostenpflichtig.

Bei der Einreise mit dem eigenen Fahrzeug ist zu beachten, dass für das Fahrzeug Zoll zu bezahlen ist, sollte das Fahrzeug länger als ein Jahr in den USA genutzt werden.

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Internetseite:

Wir haben uns viele Gedanken gemacht unter welche Überschrift wir unsere Reise um die Welt setzen wollen. Was ist für uns am Wichtigsten? Was ist unser Ziel? Ganz klar, wir wollen Zeit haben für uns, für andere, für  fremde Kulturen, um die Natur zu erleben. Alles kann nichts muß!

Also alles im „Zeitlupentempo“ Slow-motions!

Aber der Name alleine macht noch keinen Blog. Also muß eine Expertin ran. Nicole meine beste Freundin aus Grundschulzeiten, hat einen tollen Beruf! Sie erstellt Internetseiten!

Und das Ergebnis haltet ihr sozusagen in den Händen. Vielen lieben Dank Nicole, nicht nur für diese tolle Internetseiten!

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Sprachen:

1,5 Jahre vor Reisebeginn haben wir hochmotiviert begonnen Spanisch zu lernen. Aber wir mußten feststellen, dies mal eben nebenbei zu tun ohne wirklich Zeit und Muße zu haben um regelmäßig zu lernen, ist wirklich total sinnlos. Also mußte ein neuer Plan her, denn ganz ohne Spanischkenntnisse wollten wir nicht losfahren. Aber von Mitte Dezember 2013 bis Ende Februar 2014 haben wir Zeit. Weil dieser Zeitraum ist für die Erneueung unserer Reisepässe und die Visabeschaffung vorgesehen. Aber dies ist natürlich keine Beschäftigung um sechs Wochen zu füllen.
Also haben wir beschlossen diese Zeit  zu nutzen um in Spanien  vor Ort in einer Sprachschule täglich ein wenig Spanisch zu lernen. Gleichzeitig fliehen wir auch dem Winter und „überwintern“ im wärmeren Süden.
Der zweite Kurs soll dann später in der Baija California stattfinden.

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Dieser Beitrag gehört zu Gut Zu Wissen!?, Vorbereitungen

One thought on “Vorbereitung von A wie Autoversicherung bis Z wie Zoll

  • Werner 7. Oktober 2013 at 11:34

    Sehr cool! Das erste Update. Ich freu mich schon auf viele weitere! Viel Spaß auf der großen Reise!

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